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Teresa de Lauretis

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Teresa de Lauretis

Teresa de Lauretis (* 29. November 1938 in Bologna, Italien; † 2. Februar 2026 in San Francisco) war eine italienisch-amerikanische Literaturwissenschaftlerin. Sie publizierte außerdem auf den Gebieten Filmtheorie, Semiotik und feministische Theorie und lieferte maßgebliche Beiträge zur Queer-Theorie. De Lauretis war Autorin von zehn Büchern, darunter Alice Doesn't , Technologies of Gender, The Practice of Love, Figures of Resistance, Freud's Drive, und mehr als hundert Essays, die ursprünglich auf Englisch oder Italienisch verfasst wurden. Sie hatte drei Essaybände und zwei Sonderausgaben von Zeitschriften herausgegeben oder mit herausgegeben, darunter Queer Theory über das Konstrukt Gender (Geschlecht). Anthologien ihrer Werke wurden auf Französisch, Spanisch, Italienisch und Finnisch veröffentlicht, und ihre Schriften wurden in 14 weitere Sprachen übersetzt.<ref name="Monoskop">Teresa de Lauretis. In: Monoskop. Abgerufen am 15. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

An der Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi in Mailand promovierte sie in Moderner Sprache und Literatur. Mitte der 1960er Jahre ging sie als junge Mutter in die Vereinigten Staaten, wo sie an einigen romanistischen Instituten arbeitete, bis sie 1968 an die University of Wisconsin–Milwaukee wechselte. Zu jener Zeit war diese das Zentrum der US-amerikanischen Rezeption der europäischen Filmtheorie. Ab 1985 war sie im interdisziplinären History of Consciousness Program der University of California, Santa Cruz tätig, wo sie Professorin für die Geschichte des Bewusstseins war. Mit der Herausgabe der Sonderausgabe der Zeitschrift differences im Jahr 1991 tauchen die Begriffe „Queer Theory“ erstmals zusammen auf und erhalten eine Bedeutung.<ref name="ICI Berlin">Teresa de Lauretis. In: ICI Berlin. Abgerufen am 21. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach ihrer Pensionierung im Jahr 2008 hielt de Lauretis weiterhin international Vorträge und Seminare.<ref name="Monoskop"/> 2014 und 2015 führte sie Seminare in dem Kulturlabor ICI Berlin und war somit Teil der Vortragsreihe „Desire's Multiplicity and Serendipity“.<ref name="ICI Berlin"/> Im Sommersemester 2017 war sie außerdem Gastprofessorin an der Freien Universität Berlin.<ref name="Monoskop"/>

Veröffentlichungen

  • Sui generis. Scritti di teoria femminista. Trans. Liliana Losi. Milan: Feltrinelli, 1996.
  • The Practice of Love: Lesbian Sexuality and Perverse Desire. Bloomington: Indiana University Press, 1994. Deutsch: Die andere Szene. Psychoanalyse und lesbische Sexualität. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1999.
  • Differenza e indifferenza sessuale. Firenze: Estro Editrice, 1989.
  • Technologies of Gender: Essays on Theory, Film, and Fiction. Bloomington: Indiana University Press, 1987.
  • Alice Doesn't: Feminism, Semiotics, Cinema. Bloomington: Indiana University Press, 1984.
  • Umberto Eco. Firenze: La Nuova Italia, 1981.
  • La sintassi del desiderio: struttura e forme del romanzo sveviano. Ravenna: Longo, 1976.
  • Figures of Resistance: Essays in Feminist Theory. University of Illinois Press Urbana and Chicago, 2007.
  • Freud's Drive: Psychoanalysis, Literatur and Film. Springer Palgrave Macmillan: Heidelberg, 2008.
  • Queer Theory: Lesbian and Gay Sexualities. Brown University and differences, 1991.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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