Zum Inhalt springen

Teresa Präauer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Teresa Präauer 2016.jpg
Teresa Präauer, Frankfurter Buchmesse, 2016

Teresa Präauer (* 28. Februar 1979 in Linz) ist eine österreichische Schriftstellerin und bildende Künstlerin.<ref>Teresa Präauer auf Artfacts. Abgerufen am 30. Oktober 2016.</ref>

Leben

Datei:Teresa Präauer.JPG
Teresa Präauer auf dem Blauen Sofa, Frankfurter Buchmesse, 2012

Teresa Präauer wurde in Linz geboren und wuchs in Graz und St. Johann im Pongau auf.<ref name=":4">Teresa Präauer. In: Salzburgwiki, abgerufen am 23. März 2015.</ref> Von 1997 bis 2003 studierte sie Germanistik an der Universität Salzburg und der Humboldt-Universität Berlin sowie Malerei am Mozarteum Salzburg. Seit 2003 lebt und arbeitet sie in Wien,<ref name=":0"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Teresa Präauer – Höhenflug mit dem ersten Roman (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> wo sie an der Akademie der bildenden Künste Wien von 2004 bis 2005 als Postgraduate studierte.<ref name=":1"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />landesmuseum.at: Biografie Teresa Präauer (Memento vom 12. April 2015 im Internet Archive)</ref> Für ihren ersten Roman Für den Herrscher aus Übersee wurde Teresa Präauer mit dem aspekte-Literaturpreis des ZDF für das beste deutschsprachige Prosadebüt ausgezeichnet. 2015 erhielt sie für Johnny und Jean den Förderpreis zum Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg<ref>Feuillet. In: Berliner Zeitung. 21. März 2015.</ref> und war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Teresa Präauer war 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert.<ref>Teresa Präauer auf bachmannpreis.orf.at</ref> Ihr Roman Kochen im falschen Jahrhundert stand 2023 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis<ref>Archiv. Abgerufen am 2. November 2024.</ref> sowie jeweils auf der Shortlist für den Bayerischen Buchpreis<ref>Kochen im falschen Jahrhundert. In: Bayerischer Buchpreis. Abgerufen am 2. November 2024.</ref> und den Österreichischen Buchpreis<ref>Shortlist Buchpreis 2023. In: Österreichischer Buchpreis. Abgerufen am 2. November 2024.</ref>. Der Roman Kochen im falschen Jahrhundert wurde 2024 mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet.

Im Sommersemester 2016 hatte Teresa Präauer die Samuel-Fischer-Gastprofessur für Literatur an der Freien Universität Berlin inne und gab ein Seminar zum Thema Poetische Ornithologie. Zum Flugwesen in der Literatur. Am 25. Mai 2016 hielt sie die Antrittsvorlesung mit dem Titel Tier werden.<ref>Jutta Person: Tier werden – Einen Vogel haben hilft vom 26. Mai 2016, sueddeutsche.de.</ref> 2017 hatte sie die Mainzer Poetikdozentur inne und war als Writer in Residence und Visiting Professor an das German Department des Grinnell College im Bundesstaat Iowa/USA eingeladen. 2021 hielt Präauer die Zürcher Poetikvorlesung.<ref>Poetikvorlesung 2021. Abgerufen am 2. November 2024.</ref> Im Jahr 2024 war sie als Visiting Writer am Deutschen Haus<ref>Guess Who Came to Dinner: Fictions by Teresa Präauer and Jessi Jeżewska Stevens. Abgerufen am 2. November 2024.</ref> der New York University und hielt Vorträge an der Yale University,<ref>Teresa Präauer: “Cooking in the Wrong Century”, on Contemporary Writing | Department of Germanic Languages and Literatures. Abgerufen am 2. November 2024.</ref> am Dartmouth College<ref>Austrian Writer Teresa Präauer Reading. Abgerufen am 2. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und an der University of Pennsylvania.<ref>Austrian Studies Association 2024 - WCU of PA. Abgerufen am 2. November 2024.</ref>

Sie ist Mitglied<ref>Präauer. Abgerufen am 2. November 2024.</ref> der Akademie der Künste in Berlin.

Arbeit

Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin war Teresa Präauer auch als bildende Künstlerin tätig. Ihre literarischen und bildnerischen Arbeiten stehen in einem engen Zusammenhang. Für beide Bereiche entwickelt sie „eigentlich zwei ganz ähnliche Denkweisen“.<ref name=":0" /> In ihrer ersten Publikation Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken kombinierte sie Zeichnungen mit poetischen Kurztexten.<ref>Reinhard Winkler: Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken. In: Aurora. Abgerufen am 26. März 2015.</ref> 2010 illustrierte sie das Bilderbuch Die Gans im Gegenteil von Wolf Haas.<ref>Bernhard Sandbichler: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Gans im Gegenteil (Memento vom 2. April 2014 im Internet Archive) In: kultur-online. 2. Oktober 2010, abgerufen am 26. März 2015.</ref> Die Vögel, das Fliegen und das Abstürzen werden auch in Für den Herrscher aus Übersee thematisiert. Das Buch erzählt unter anderem von zwei Kindern, die den Sommer bei ihren Großeltern verbringen.<ref>Swantje Karich: Den Dingen Schwingen schenken. In: FAZ.NET. 7. Dezember 2012, abgerufen am 26. März 2015.</ref>

In ihrem zweiten Roman Johnny und Jean, einem Künstlerroman, für den sie, wie bei allen ihren Büchern, den Umschlag gestaltete,<ref name=":3">Nina Schedlmayer: Küken und Vögel. In: profil. 10. November 2014, S. 100, 101.</ref> führt die Autorin die Leser in das Milieu einer zeitgenössischen Kunstszene im Umkreis einer Kunstakademie, in der jüngere und Alte Meister der Kunstgeschichte zitiert werden und der Künstler Johnny in seiner Phantasie mit einigen sogar ins Gespräch kommt, wie zum Beispiel mit Salvador Dalí und Marcel Duchamp.<ref>Mich kann keiner aufhalten. In: Welt online. 11. März 2015, abgerufen am 21. März 2015.</ref><ref>David Axmann: Präauer, Teresa: Johnny und Jean. In: wienerzeitung.at, Bücher aktuell. 4. Oktober 2014.</ref>

Teresa Präauer schrieb von 2015 bis 2017 die literarische Kolumne Zeug & Stücke<ref>Teresa Präauer: Kolumne: Zeug & Stücke – Teresa Präauer über den funkelnden Staub im Theater. Abgerufen am 1. Dezember 2019.</ref> für das Theaterfeuilleton nachtkritik.de, von 2015 bis heute schreibt sie außerdem in der Literaturzeitschrift Volltext die Kolumne Präauer streamt<ref>Präauer streamt. In: Volltext. Abgerufen am 1. Dezember 2019.</ref> über das Videoschauen im Internet sowie seit 2018 regelmäßig als Gastautorin für die Salzburger Nachrichten. Texte von ihr zu Kunst und Literatur finden sich im Weiteren auf Zeit Online<ref>Teresa Präauer. In: Zeit Online. (zeit.de [abgerufen am 1. Dezember 2019]).</ref> sowie in zahlreichen anderen deutschsprachigen Medien, etwa der Süddeutschen Zeitung.<ref>Teresa Präauer: Beste Sprache der Welt – Österreichisch. Süddeutsche Zeitung, Nr. 96 vom 26. April 2023, S. 9.</ref>

Einzelne ihrer künstlerischen Werke befinden sich im Bestand öffentlicher Sammlungen, wie zum Beispiel eine Buchskulptur im Museum für Angewandte Kunst in Wien oder eine Malerei in der Artothek des Bundes.<ref name=":1" />

Im Mai 2018 hatte ihr Drama Ein Hund namens Dollar am Schauspiel Frankfurt Premiere.<ref>Teresa Präauer: Wenn der Dollar auf den Euro klettert... Artikel vom 16. Mai 2018, abgerufen am 16. Mai 2018.</ref> Seit November 2018 wird eine dramatisierte Fassung ihres Romans Oh Schimmi im Schauspielhaus Wien gezeigt.

Für die österreichische Tageszeitung Die Presse schreibt Präauer den Fortsetzungsroman Lieferdienst Wien.<ref name=":4" />

Werk

Bücher

Als Autorin

  • Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken. Edition Krill, Wien 2009, ISBN 978-3-9502537-1-9.
  • Für den Herrscher aus Übersee. Roman. Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1092-6.<ref>Liebe braucht keine Sprache. Rezension, Spiegel Online vom 29. November 2012.</ref> Taschenbuchausgabe bei Fischer, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-596-19721-7.
  • Johnny und Jean. Roman. Wallstein, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1556-3.<ref>Astrid Schwarz: Johnny und Jean FM4, 7. August 2014.

Ina Hartwig: Ins Leben hineinwachsen. Rezension, taz vom 31. Januar 2015.
Michaela Schmitz: Der Künstler-König auf seinem Sperrholz -Thron, Rezension, Literaturhaus Wien, 11. August 2014.</ref>

  • Oh Schimmi. Roman. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1873-1.
  • Tier werden. Wallstein, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-4288-0.
  • Das Glück ist eine Bohne. Wallstein, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-3948-4.
  • Teresa Präauer über Ilse Aichinger. Mandelbaum Verlag, Wien 2021, ISBN 978-3-85476-988-0.
  • Cranach A–Z. Hatje Cantz Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-7757-5179-7.
  • Mädchen. Wallstein, Göttingen 2022, ISBN 978-3-8353-5196-7.
  • Kochen im falschen Jahrhundert. Roman, Wallstein, Göttingen 2023, ISBN 978-3-8353-5429-6.
  • Wie man einen Apfel isst. Rede zum Bremer Literaturpreis. Wallstein, Göttingen 2024, ISBN 978-3-8353-5758-7.

Als Illustratorin

  • Wolf Haas: Die Gans im Gegenteil. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010, ISBN 978-3-455-40286-5.

Sonstige Publikationen (Auswahl)

  • Im Schloss 2004. Landesgalerie Linz am oberösterreichischen Landesmuseum, Linz 2005, ISBN 3-902414-19-7.
  • Wilde Hunde. Katalogtext, Kirchberg bei Mattighofen 2011.
  • Tiere kommen. 50 Zeichnungen für das Magazin Quart, Innsbruck 2014.
  • Präauer streamt. Literarische Kolumne in der Literaturzeitschrift Volltext. Seit 2015 fortlaufend.
  • Poetische Ornithologie. Neue Rundschau 2017/1, herausgegeben von Teresa Präauer, ISBN 978-3-10-809109-5.
  • Poetische Ornithologie – Zum Flugwesen in der Literatur. Herausgegeben von Teresa Präauer, 7. Vol. der Edition AVL des Peter-Szondi-Instituts der Freien Universität Berlin, ISBN 978-3-9809753-6-0.
  • EPHEMERA. Die Gebrauchsgrafik der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung. Mit einem Vorwort von Teresa Präauer, Verlag für moderne Kunst, ISBN 978-3-903131-94-1.
  • Bild einer Ausstellung – Die Kunstkolumne von Teresa Präauer.<ref>oe1.orf.at: Bild einer Ausstellung. Abgerufen am 1. Dezember 2019.</ref> 10 Folgen auf ORF-Radio ö1, 2019.
  • Stimmen einer Stadt: Monodramen für Frankfurt. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2020, ISBN 978-3-596-70091-2.
  • Look out kid: Bob Dylans Lieder, unsere Geschichten. Ullstein, Berlin 2021, ISBN 978-3-550-20158-5.
  • Ilse Aichinger Wörterbuch. Hrsg. v. Birgit Erdle und Annegret Pelz. Wallstein, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-5044-1.

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen (Auswahl)<ref name=":1" />

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen<ref name=":1" />

Auszeichnungen (Auswahl)

Stipendien (Auswahl)<ref name=":1" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein