Zum Inhalt springen

Tatsachenroman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Tatsachenroman (auch Reportageroman) ist ein Roman, der „ein historisches Geschehen ganz oder teilweise mit fiktionalen Mitteln darstellt“.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Dabei greift der Tatsachenroman „auf geschickte[s] Arrangement verbürgter Details“ zurück, die in eine fiktionale Handlung eingegliedert werden.<ref name="Wilpert812f.">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Merkmale

Dem Tatsachenroman liegt der Anspruch zugrunde, ohne fiktionale Ausschmückung „eine ästhetisch befriedigende Erzählung“ zu verfassen.<ref name=":0" /> Dies hat zur Folge, dass einerseits keiner der beschriebenen Inhalte unbelegt ist, andererseits aber die verwendeten Informationsquellen meist ausgeblendet werden. Die Leserschaft wird daher oft mit dem Versprechen größtmöglicher Faktentreue konfrontiert, ohne diese mit geringem Aufwand nachprüfen zu können.<ref name=":0" /> Dennoch entsteht die Illusion eines wahren Berichts, der von literarischen Strömungen innerhalb einer Epoche oder eines geografischen Raumes unabhängig ist.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Charakteristisch für den Tatsachenroman ist im Gegensatz zum Dokumentarroman die „emotionale Überhöhung und Mythisierung“ des Geschehens, sodass teilweise „die vermeintlich dargestellte Wirklichkeit […] auf die standardisierten Klischees […] zusammenschrumpft“.<ref name="Wilpert812f." /> Inhaltlich bedient der Tatsachenroman jedoch ein weites Spektrum, da als einzige Bedingung ein reales historisches Ereignis vorausgesetzt wird. Dieses ist meist ein gesellschaftlicher Skandal, ein Kriminalfall oder ein Ausschnitt aus der Wissenschaftsgeschichte, wie in Götter, Gräber und Gelehrte (1949) von C. W. Ceram.<ref name="Wilpert812f." />

Vertreter

Bekannte Tatsachenromanen sind:

Einzelnachweise

<references />