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Tarporley-Maler

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Datei:Sacrifice pig Tarporley Painter MAN.jpg
Ein Jüngling richtet den Kopf eines geopferten Schweins her, Glockenkrater, um 360/40 v. Chr.

Der Tarporley-Maler war ein apulischer Vasenmaler. Seine Werke werden ins erste Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. datiert.

Der Tarporley-Maler ist ein Vertreter des sogenannten „einfachen Stils“ und der wichtigste Vertreter dieser Stilrichtung seiner Zeit. Er gilt als Schüler und Nachfolger des Sisyphos-Malers, was man anhand der eleganten Darstellung der Glieder und feierlichen Mimik der von ihm dargestellten Frauen und seinen Manteljünglingen erkennen kann. Seine Gewänder sind jedoch unruhiger gearbeitet. Er zeichnet Köpfe häufig oval und lässt sie nach vorn neigen. Zwischen seinen Figuren finden sich häufig Blumen, Zweige oder Ranken. Im Laufe der Zeit wird seine Zeichenweise zwar flüssiger, aber auch ungenauer. Besonders gern malt er auf Glockenkratern. Hier zeigt er häufig dionysische Szenen und Bilder aus dem Theatermilieu. Darunter befindet sich die chronologisch erste bekannte Phlyakenvase, die die Bestrafung eines Diebes zeigt, zu der er zusätzlich eine metrische Versinschrift schreibt. Martine Denoyelle und Francesca Silvestrelli haben die Zuschreibung der Vase an den Tarporley-Maler zuletzt in Frage gestellt. Mythologische Szenen stellt er indessen selten dar.

Eine besonders enge Beziehung schien zum lukanischen Dolon-Maler bestanden zu haben, womöglich gab es zwischen beiden Künstlern zeitweise eine direkte Zusammenarbeit. Dass der Tarporley-Maler der Lehrer des Dolon-Malers war, ist wahrscheinlich. Konrad Schauenburg konnte bei einer Vase in einer deutschen Privatsammlung nachweisen, dass beide Maler gemeinsam an diesem Stück gearbeitet hatten.<ref>Konrad Schauenburg: Studien zur unteritalischen Vasenmalerei. Band 11/12. Ludwig, Kiel 2008, ISBN 978-3-937719-71-9, S. 64–67, 190–191</ref> Für Werke, die nicht eindeutig zugeordnet werden können, wurde die Tardol-Gruppe geschaffen. Auch zum Klejman-Maler und zum Maler von Lecce 686 besteht eine Beziehung. In der Nachfolge des Tarporley-Malers finden sich drei selbstständige Schulen, die alle in der Tradition ihres Meisters stehen. Wichtigster Maler der ersten Gruppe ist der Schiller-Maler, in der zweiten Gruppe ragen der Hoppin-Maler, der Truro-Maler und der Lecce-Maler heraus und in der dritten Gruppe sind der Maler von Karlsruhe B9 und der Dijon-Maler von besonderer Bedeutung. Seinen Notnamen erhielt er nach einem Glockenkrater, der sich heute im Los Angeles County Museum of Art befindet und vorher Marshall Brooks gehörte, der in Tarporley, Cheshire, England lebte und die Krater dort aufbewahrt hatte.

Literatur

  • Arthur D. Trendall: Rotfigurige Vasen aus Unteritalien und Sizilien. Ein Handbuch (= Kulturgeschichte der antiken Welt. Philipp von Zabern, Mainz 1991, Band 47), besonders S. 86–88, ISBN 3-8053-1111-7
  • Martine Denoyelle, Francesca Silvestrelli: From Tarporley to Dolon: The Reattribution of the Early South Italian “New York Goose Vase”. In: Metropolitan Museum Journal 48, 2013, S. 59–71, Digitalisat.

Weblinks

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Anmerkungen

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