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Tambura (Südsudan)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Koordinaten: 5° 36′ N, 27° 28′ O

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Tambura ist ein Ort im Bundesstaat Western Equatoria im Südsudan, nahe der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik.

Gemäß Zensus von 1973 hatte Tambura 8.778 Einwohner, 1983 lag diese Zahl bei 5.854.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />World Gazetteer: Sudan: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zu ihrer Bevölkerung. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bevoelkerungsstatistik.de</ref>

Geschichte

Der Ortsname ist von Tambura abgeleitet, einem Chief der Azande Ende des 19. Jahrhunderts, dessen Hof (gbanwa) auch Sitz eines Regierungspostens wurde.<ref>J. E. T. Philipps: Geographical Names in the Zande Country, in: The Geographical Journal, 75/5, Mai 1926, S. 433</ref> Unter der anglo-ägyptischen Kolonialherrschaft wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine Straße nach Wau gebaut.<ref>Robert O. Collins: Land Beyond the Rivers, Yale University Press 1971</ref>

Im Sezessionskrieg im Südsudan war der Verwaltungsbezirk Tambura County bis 1989 unter der Kontrolle der sudanesischen Regierung, danach übernahm die Rebellenbewegung SPLA die Kontrolle. Ein Großteil der Azande-Bevölkerung verließ daraufhin den Ort<ref>P. A. Nyaba: The Politics of Liberation in Sudan: An Insider’s View, 2000 (zit. in Understanding Civil War: Evidence and Analysis, World Bank Publications, ISBN 9780821360477, S. 215)</ref>. Der Krieg führte zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems, was die Ausbreitung der Schlafkrankheit ab Mitte der 1990er Jahre begünstigte.<ref>Georgina Pagey: Resurgence of sleeping sickness in Southern Sudan. (PDF; 400 kB) In: Journal of Rural and Remote Environmental Health 2(2), 2003, S. 60–65</ref>

Gegenwart

Der Ort ist von der ugandischen Rebellengruppe Lord’s Resistance Army bedroht, die in dem Grenzgebiet zwischen dem Südsudan, der Zentralafrikanischen Republik und der DR Kongo aktiv ist.<ref>Richard Ruati: LRA maneuvers cause panic in Sudan’s Tambura town in W. Equatoria.</ref> Zudem gibt es in der Umgebung Konflikte zwischen den einheimischen Azande und den Ambororo- (Wodaabe-)Nomaden.<ref>Ambororo kill one and injure two in Bangala along Tambura – Nagero road, Western Equatoria state. Sudan Tribune, 28. Dezember 2010</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />