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Talsperre Wippra

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Vorlage:Infobox Stausee

Datei:Wippertalsperre 2010.JPG
Blick über den Stausee zur Staumauerkrone

Die Talsperre Wippra, auch Wippertalsperre und teils auch Vorsperre Wippra oder Vorsperre Wipper genannt, im Harz ist eine 1951 bis 1952<ref name="TlSpBetrieb1" /> erbaute, aus Staumauer, Stausee und Wasserkraftwerk bestehende Stauanlage an der Wipper nahe Wippra im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Betreiber ist der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt, der insgesamt 31 Talsperren unterhält. Die Talsperre dient zur Niedrigwasseraufhöhung, dem Hochwasserschutz, der Fischerei, zur Naherholung und der Stromerzeugung.<ref name="TspWippraST" />

Geographische Lage

Die Talsperre Wippra liegt im Unterharz unmittelbar östlich außerhalb des Naturparks Harz/Sachsen-Anhalt. Nahe Mansfeld erstreckt sie sich rund 5 km westsüdwestlich des Sangerhausener Ortsteils Wippra am Saale-Zufluss Wipper.

Staumauer

Die gerade Gewichtsstaumauer aus Beton<ref name="TspWippraST" /> staut durch ihr Eigengewicht die Wipper auf. Sie ist etwa 126 m<ref name="TspWippraST" /> lang, 18 m<ref name="HzLf" /> (anderen Angaben zufolge 17,9 m) hoch und an ihrer Krone 6 m<ref name="TspWippraST" /> sowie an der Basis rund 18 m breit. Über der Gründungssohle ist sie 24,9 m<ref name="TlSpBetrieb1" /> hoch. Die Fugendichtung erfolgte mit Kupferblech. Zur Hochwasserentlastung ist die Mauer mit einem freien Kronenüberlauf versehen

Stausee

Der Stausee ist etwa 32 ha (0,32 km²)<ref name="HzLf" /> groß. Er erstreckt sich etwa in West-Ost-Richtung auf rund 2,2 kmVorlage:GeoQuelle Länge und ist im Mittelteil etwa 190 mVorlage:GeoQuelle breit. Er hat rund 2 Mio. m³<ref name="TlSpBetrieb1" /> Speicherraum Seine Wasseroberfläche liegt auf Vorlage:Höhe.<ref name="SAV" />

Wasserkraftwerk

Mit dem in die Staumauer integrierten Wasserkraftwerk wird Strom aus Wasserkraft gewonnen. Die installierte Leistung beträgt 22 kW. Als Grundablass dient eine 17 m lange Stahlleitung DN 600 (Kreisprofil), die mit Revision-Gleitschützen (1,3 m × 1,1 m), einer Absperrklappe DN 600 (Kreisprofil), einem Ringkolbenschieber DN 600 (Kreisprofil), einer Nebenschlussleitung DN 300 (Kreisprofil) mit 2 Keilflachschiebern und einer Francis-Turbine zur Stromeigenversorgung ausgerüstet ist. Die Grundablassleistung erreicht bei Vollstau bis zu 3 m³/s.

Geschichte

Über Jahrhunderte wurde das Mansfelder Land durch den Kupferschiefer-Bergbau sowie die Verhüttung des daraus gewonnenen Erzes geprägt. Generell stehen dabei Wasser und Bergbau gegensätzlich zueinander, denn das Wasser ist der "Feind" des Bergmanns. Andererseits wird das Wasser zur Gewinnung von Erzen benötigt. Das war der Grund, weshalb man in vielen Gebieten des Harzes Talsperren (Kunstgewässer) anlegte, die noch heute die Landschaft prägen.

So auch im Fall der Talsperre Wippra, die eigentlich als Vorsperre geplant war. Ihre Staumauer wurde von Februar 1951 bis November 1952<ref name="TlSpBetrieb1" /> gebaut, um die Brauchwasserversorgung der Kupferverarbeitenden Betriebe in Mansfeld und Hettstedt zu sichern; es sollte die konstante Wasserversorgung des VEB Mansfeld-Kombinat "Wilhelm Pieck" abgesichert werden. Ursprünglich plante man den Bau einer (größeren) Hauptsperre, deren Absperrbauwerk zwischen dem heutigen Stausee und Wippra nahe dem westlichen Dorfende errichtet werden sollte. Dazu kam es jedoch nie; die Gründe dafür liegen sicher im geringen Wasserverbrauch bei der Verhüttung. Die Funktion der Talsperre zum Hochwasserschutz ist als Vorsperre eher eingeschränkt. Daher wurde der Hochwasserschutz durch ein separates, sogenanntes "Grünes Hochwasserrückhaltebecken" oberhalb des Ortes Wippra verbessert.<ref>Hochwasser-rückhaltebecken Wippra erfreut sich großer Beliebtheit, Text vom November 2021, abgerufen am 6. Oktober 2025</ref>

Tourismus und Wandern

Die Talsperre Wippra ist beliebtes Ausflugsziel, und es werden Führungen<ref name="TlSpBetrieb2" /> durch das Innere der Staumauer angeboten. Die Talsperre ist als Nr. 219<ref name="SteSteHWN" /> in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen; der Stempelkasten (Vorlage:Coordinate) befindet sich am Aussichtspunkt auf etwa der Hälfte des Rundwanderweges, rechtsseitig. Um den Stausee führt ein etwa 5,8 km langer Rundwanderweg, und zudem gibt es seit 2009 südlich bis südwestlich des Stausees den Harzer Naturistenstieg, den ersten offiziellen Nacktwanderweg Deutschlands.<ref name="FKK" /><ref>Harzer Naturistenstieg (harz-travel.de) – abgerufen am 17. September 2025</ref>

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commonscat

  • Talsperre Wippra (und andere Talsperren), in Gebietsstaubereich Süd, auf talsperren-lsa.de

Einzelnachweise

<references> <ref name="TlSpBetrieb1">Vorlage:Webarchiv, beim Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt, aus talsperren-lsa.de</ref> <ref name="HzLf">Die Talsperre Wippra, auf harzlife.de</ref> <ref name="TspWippraST">Talsperre Wippra (und andere Talsperren), in Gebietsstaubereich Süd, auf talsperren-lsa.de</ref> Vorlage:GeoQuelle <ref name="TlSpBetrieb2">Führungen: Vorlage:Webarchiv, aus talsperren-lsa.de</ref> <ref name="SteSteHWN">Harzer Wandernadel: Stempelstelle 219 / Wippertalsperre, auf harzer-wandernadel.de</ref> <ref name="FKK">FKK-Wanderweg im Harz, auf kreiszeitung.de</ref> </references>

Vorlage:Normdaten