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TUN/TAP

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Tun-tap-osilayers-diagram.png
Die simulierten Netzwerkgeräte tauschen ihre Daten auf verschiedenen Ebenen (Layern) des OSI-Modells aus

TUN und TAP sind virtuelle Netzwerk-Kernel-Treiber, die Netzwerkgeräte über Software simulieren. TUN steht hierbei für Netzwerk-Tunnel und TAP für Network-TAP, also eine Netzwerk-Ausleitung. Die englische Abkürzung TAP stellt ein Backronym dar und steht für {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}} aber auch für {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}. Während sich normalerweise hinter einem Netzwerkgerät (wie zum Beispiel eth0) direkt eine entsprechende Hardware in Form einer Netzwerkkarte verbirgt, werden Pakete, die an ein TUN/TAP-Gerät gesendet werden, an ein Programm im Userspace weitergeleitet und andersherum. Damit ein Userspace-Programm auch auf TUN/TAP-Geräte zugreifen kann, haben diese im Gegensatz zu realen Ethernet-Karten eine Gerätedatei mit der Bezeichnung tunN bzw. tapN unterhalb von /dev.

Unterschied zwischen TUN und TAP

TUN simuliert ein Ende-zu-Ende-Netzwerkgerät (OSI-Layer 3) und kommuniziert per IP-Paketen mit der Software, während TAP eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung via Ethernet-Gerät simuliert (OSI-Layer 2) und über Ethernet-Frames mit der Software kommuniziert.

Beispiele für Anwendungen

Benutzt wird TUN/TAP u. a. für:

Implementierungen

TUN/TAP-Treiber sind zumindest für die folgenden Plattformen verfügbar:

Weblinks