Tā-Hā
Tā-Hā (arabisch طه) ist die 20. Sure des Korans. Sie enthält 135 Verse und wurde nach der islamischen Überlieferung Mohammed in Mekka offenbart.<ref>Theodor Nöldeke, Geschichte des Qorân, Verlag der Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1860, S. 47.</ref> Die Sure ist nach ihrem ersten Vers benannt, der lediglich die Buchstaben Ṭā' und Hā' enthält<ref>Der Koran, Sure 20, Vers 1.</ref> (siehe geheimnisvolle Buchstaben). Vorkommende Motive sind die Berufung Mose zum Propheten,<ref>Der Koran, Sure 20, Vers 10 ff.</ref> der Auszug aus Ägypten des Volkes Israel und das Durchschreiten des Roten Meeres.<ref>Der Koran, Sure 20, Vers 77 f.</ref> Außerdem wird die Anbetung des Goldenen Kalbes<ref>Der Koran, Sure 20, Vers 88 f.</ref> sowie der Sündenfall<ref>Der Koran, Sure 20, Vers 120 ff.</ref> thematisiert.
Einzelnachweise
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Literatur
- Friedmann Eißler: Gott und Mensch im Offenbarungsgeschehen. Gottes Anrede und die Gestalt des Mose/Musa. In: Hansjörg Schmid, Andreas Renz, Jutta Sperber (Hrsg.): Heil in Christentum und Islam. Erlösung oder Rechtleitung? Theologisches Forum Christentum – Islam, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart 2004, ISBN 3-926297-93-X, S. 39–54.
- Angelika Neuwirth: Eine ‚religiöse Mutation der Spätantike‘: Von tribaler Genealogie zum Gottesbund. Koranische Refigurationen pagan-arabischer Ideale nach biblischen Modellen. In: Almut-Barbara Renger, Isabel Toral-Niehoff (Hrsg.), Genealogie und Migrationsmythen im antiken Mittelmeerraum und auf der arabischen Halbinsel (Berlin Studies of the Ancient World). Berlin 2014, S. 203–232.