Zum Inhalt springen

Türke (Hannover)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Türke<ref name="HBL">Helmut Zimmermann: Türke (siehe Literatur)</ref> (auch Türcke<ref name="Haus der Väter">Helmut Knocke: Haus der Väter. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 275.</ref> oder Turke<ref>Siegfried Müller: Die Bürgerstadt. Von 1241 bis zur Residenznahme 1636, in Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover, Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Hannover: Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, 1992, ISBN 3-87706-351-9, S. 71–135; hier: S. 74</ref>) war jahrhundertelang der Name einer Kaufmannsfamilie in Hannover, die mehrere Bürgermeister stellte. Die Familie zählte ähnlich wie die Adelsgeschlechter derer von Anderten und von Windheim oder das Patriziergeschlecht Volger zu den angesehenen Familien Hannovers,<ref name="Stadtrat">Carl-Hans Hauptmeyer: Herrschaft des Stadtrates. In: Geschichte der Stadt Hannover, Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, hrsg. von Klaus Mlynek und Waldemar R. Röhrbein, Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1994, ISBN 3-87706-351-9, S. 170–174; hier: S. 173</ref> ähnlich wie die späteren Hübschen Familien.<ref>Klaus Mlynek: Hübsche Familien. In: Stadtlexikon Hannover, S. 310</ref><ref name="HBL"/>

Geschichte

Schon seit circa 1300 waren die Türkes in Hannover nachweisbar. 1308 wurde ein „consul Thidericus Tureke“ erwähnt.<ref name="HBL"/>

An Bürgermeistern sind bezeugt:<ref name="HBL"/>

Türckenchor

In der Marktkirche von Hannover wurde der nördlich gelegene Nebenchor als „Türckenchor“ bezeichnet, weil dort die Erbbegräbnisse der Familie Türke lagen. Der südliche Nebenchor wurde als Limburgischer Chor bezeichnet, da dort die Erbbegräbnisse der Familie Limburg eingerichtet worden waren.<ref>Arnold Nöldeke: Marktkirche, in ders.: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, hrsg. von der Provinzial-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Denkmäler der Provinz Hannover, Teil 1: Denkmäler des „alten“ Stadtgebietes Hannover, Bd. 1, H. 2, Teil 1, Hannover: Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Schulzes Buchhandlung, 1932, S. 76–114; hier: S. 84 (Neudruck im Verlag Wenner, Osnabrück 1979, ISBN 3-87898-151-1) (Digitalisat von Teil 1 und 2 über archive.org</ref>

Türkstraße

  • Die 1861 im hannoverschen Stadtteil Nordstadt angelegte Türkstraße wurde nach der Ratsfamilie benannt.<ref>Helmut Zimmermann: Türkstraße. In: Die Straßennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 247</ref>

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />