Zum Inhalt springen

Südliche Krone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sternbild
Vorlage:Infobox Sternbild/Daten
Datei:Uranometria Corona Australis.png
Aus der Uranometria von Johann Bayer, dort Corona Meridionalis genannt.
Aus der Uranometria von Johann Bayer, dort Corona Meridionalis genannt.
Astronomischer Name Vorlage:Infobox Sternbild/Daten
Genitiv Vorlage:Infobox Sternbild/Daten
Kürzel CrA
Rektaszension [[h Vom las bis e:h nfm bos
Deklination Vorlage:Deklination/Calc bis Vorlage:Deklination/Calc
Fläche Vorlage:Infobox Sternbild/Daten deg²
Rang Vorlage:Infobox Sternbild/Daten
Voll­stän­dig sicht­bar Vorlage:Infobox Sternbild/Daten
Beob­achtungs­zeit für Mittel­europa Sommer
(teilweise)
Anzahl der Sterne heller als 3 mag Vorlage:Infobox Sternbild/Daten
Hellster Stern (Größe) Alfecca Meridiana (Vorlage:Infobox Sternbild/Daten mag)
Meteorströme

keine

Nachbarsternbilder
(von Norden im
Uhrzeigersinn)
Quellen IAU

Die Südliche Krone (lateinisch: Corona Australis, historisch auch Corona Meridionalis) ist ein Sternbild des Südhimmels.

Beschreibung

Datei:Constellation Corona Australis.jpg
Das Sternbild Corona Australis, wie es mit dem bloßen Auge gesehen werden kann

Die Südliche Krone ist ein unauffälliges Sternbild südlich des markanten Sommersternbildes Schütze (Sagittarius). Sie besteht aus einem Bogen von Sternen, von denen die hellsten nur die 4. Größenklasse erreichen.

Von Deutschland aus sind nur ihre nördlichsten Sterne tief am Sommerhimmel zu sehen.

Geschichte

Die Südliche Krone gehört zu den 48 Sternbildern der antiken Astronomie, die bereits von Ptolemäus erwähnt wurden. Sie bildet das himmlische Gegenstück zur Nördlichen Krone (Corona Borealis).

Der heutige Name geht auf Autoren des griechischen Altertums wie Ptolemäus zurück, die in dem Halbrund, ebenso wie im nördlichen Gegenpart, einen Siegerkranz (στεφανος stephanos, lateinisch corona) sahen. Die Araber übersetzten diese Namen (ٳكليل الجنوبي iklil al-dschanubi), verwandten aber auch den beschreibenden Namen قبة qubbah, der eine Schildkröte oder ein Rundzelt bezeichnet<ref> Reprint ISBN 978-0-7661-4028-8.</ref>. Die Internationale Astronomische Union hat das Sternbild als Corona Australis in ihrer Liste von 88 Konstellationen aufgenommen.<ref>The Constellations. International Astronomical Union, abgerufen am 30. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Himmelsobjekte

Sterne

B Namen o. andere Bezeichnungen Größe Lj Spektralklasse
β 4,10m 400 G7 II
α Alfecca Meridiana, Alphekka Meridiana 4,1m 100 A2 V
γ 4,23m 120 F8 + F8
δ 4,57m 200 K1 III
θ 4,63m 90 F1
ζ 4,74m 200 A0
ε 4,7 bis 5,0m 90 F1 V
λ 5,11m
μ 5,20m
η1 5,46m
η2 5,60m
κ2 5,67m 500 B9 + A0

Der hellste Stern ist β Coronae Australis, ein etwa 400 Lichtjahre entfernter gelblicher Stern der Spektralklasse G7.

α Coronae Australis ist 100 Lichtjahre entfernt. Ein Teil des Namens Alfecca Meridiana ist altarabischen Ursprungs. Er könnte sich von al-fakkah (der Gebrochene) ableiten, und sich auf einen „gebrochenen Ring“ von Sternen (das Sternbild Südliche Krone) beziehen.

Doppelsterne

Objekt Größen Abstand
γ 4,8m/5,1m 1,3"
κ 5,7m/6,3m 21,4"

γ Coronae Australis ist ein 120 Lichtjahre entferntes Doppelsternsystem, das aus zwei weißlich-gelben Sternen der Spektralklassen F8 besteht. Von der Erde aus gesehen beträgt der Abstand zwischen den Sternen 1,3 Bogensekunden. Um sie optisch zu trennen, benötigt man ein mittleres Teleskop von 8 bis 10 cm Öffnung.

Das 500 Lichtjahre entfernte System κ Coronae Australis besteht aus zwei weißlich-blauen Sternen der Spektralklassen B9 und A0. Aufgrund des weiten Winkelabstandes von 21,4 Bogensekunden kann man die Sterne bereits in einem Prismenfernglas trennen.

Veränderliche Sterne

Objekt Größe Periode Typ
ε CrA 4,7m–5,0m 1,4403 Tage Beta-Lyrae-Stern
R 11,5m Veränderlicher Stern

ε Coronae Australis ist ein veränderlicher Stern vom Typ Beta-Lyrae. Mit einer regelmäßigen Periode von 1,4403 Tagen verändert sich seine Helligkeit von 4,7 bis 5,0m. Er ist 90 Lichtjahre entfernt und gehört der Spektralklasse F1 an.

NGC-Objekte

NGC sonstige Größe Typ Name
6541 6,1m Kugelsternhaufen

Der Kugelsternhaufen NGC 6541 ist etwa 22.000 Lichtjahre entfernt. Im Prismenfernglas ist er als helles nebliges Fleckchen zu erkennen. In einem mittleren Teleskop (ab 15 cm Öffnung) kann er in Einzelsterne aufgelöst werden und bietet einen sehr schönen Anblick. Der Kugelsternhaufen NGC 6541 wurde am 19. März 1826 vom italienischen Astronomen Niccolò Cacciatore entdeckt.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Achterdeck des Schiffs | Adler | Altar | Andromeda | Becher | Bildhauer | Bärenhüter | Chamäleon | Chemischer Ofen | Delphin | Drache | Dreieck | Eidechse | Einhorn | Eridanus | Fische | Fliege | Fliegender Fisch | Fuchs | Fuhrmann | Füllen | Giraffe | Grabstichel | Großer Bär | Großer Hund | Haar der Berenike | Hase | Herkules | Indianer | Jagdhunde | Jungfrau | Kassiopeia | Kepheus | Kiel des Schiffs | Kleine Wasserschlange | Kleiner Bär | Kleiner Hund | Kleiner Löwe | Kranich | Krebs | Kreuz des Südens | Leier | Löwe | Luchs | Luftpumpe | Maler | Mikroskop | Netz | Nördliche Krone | Oktant | Orion | Paradiesvogel | Pegasus | Pendeluhr | Perseus | Pfau | Pfeil | Phönix | Rabe | Schiffskompass | Schild | Schlange | Schlangenträger | Schütze | Schwan | Schwertfisch | Segel des Schiffs | Sextant | Skorpion | Steinbock | Stier | Südliche Krone | Südlicher Fisch | Südliches Dreieck | Tafelberg | Taube | Teleskop | Tukan | Waage | Walfisch | Wassermann | Wasserschlange | Widder | Winkelmaß | Wolf | Zentaur | Zirkel | Zwillinge Vorlage:Klappleiste/Ende