Sörg
| Sörg (Dorf) Ortschaft | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |||||
| Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |||||
| Pol. Gemeinde | Liebenfels | |||||
| Koordinaten | 46° 45′ 42″ N, 14° 16′ 38″ O
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| Höhe | 840 m ü. A. | |||||
| Einwohner der Ortschaft | 72 (1. Jänner 2021) | |||||
| Gebäudestand | 35 (1. Januar 2021) | |||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Ortschaftskennziffer | 01691 | |||||
| Zählsprengel/ -bezirk | Sörg (20515 002) | |||||
| Bild Ortschaft Sörg | ||||||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Sörg ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Liebenfels im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 01691">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>). Sie liegt auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Sörg.
Lage, Hofnamen
Sörg liegt westlich der Bezirkshauptstadt St. Veit an der Glan, in den Wimitzer Bergen, am Südhang des Sörgerberges und hoch über dem Glantal auf einer Seehöhe von 840 Metern.
In der Ortschaft werden folgende Hofnamen geführt: Mentele (Nr. 2), Lackner (Nr. 3), Wirth (Nr. 5), Schneiderkeusche (Nr. 8), Baderkeusche (Nr. 9) und Tirolerkeusche (Nr. 10).<ref>laut Adresssuche auf gis.ktn.gv.at</ref>
Geschichte
Urkundlich erstmals erwähnt wurde das Dorf im Jahr 954 als Zuric. Später wird der Ort als Sorich bezeichnet. Der Name leitet sich vom slawischen Personennamen Zorič ab.
Reste einer spätgotischen Wehranlage um das Dorfzentrum sind erhalten geblieben: die mit Schießscharten ausgestattete südliche Umfassungsmauer verkleidet als hohe Futtermauer den Abhang. Die Ost-Mauer und ein ebenfalls mit Schießscharten versehener, zweigeschoßiger Rundturm an der Nordwest-Ecke, dessen Fassade 1995 restauriert wurde, vervollständigen die Einfriedung des Ortskerns.
Auf dem Gebiet der Steuergemeinde Sörg liegend, gehörte der Ort in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Gradenegg. Bei Gründung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam Sörg zunächst an die Gemeinde Glantschach. 1875 wurde Sörg Hauptort der damals neu gegründeten Gemeinde Sörg. Seit der Gemeindestrukturreform 1973 gehört das Dorf zur Gemeinde Liebenfels.
Bevölkerungsentwicklung
Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen:
- 1869: 10 Häuser, 69 Einwohner<ref name=OR1869>K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 72.</ref>
- 1880: 10 Häuser, 67 Einwohner<ref name=OVZ1880>K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 60.</ref>
- 1890: 10 Häuser, 77 Einwohner<ref name=OR1890>K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61.</ref>
- 1900: 10 Häuser, 87 Einwohner<ref name=GL1900>K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 82.</ref>
- 1910: 14 Häuser, 79 Einwohner<ref name=OR1910>Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 43.</ref>
- 1923: 14 Häuser, 77 Einwohner<ref name=OV1923>Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18.</ref>
- 1934: 77 Einwohner<ref name=OV1934>handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18.</ref>
- 1961: 15 Häuser, 65 Einwohner<ref name=OV1961>Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257.</ref>
- 2001: 32 Gebäude (davon 24 mit Hauptwohnsitz) mit 35 Wohnungen; 72 Einwohner und 2 Nebenwohnsitzfälle; 28 Haushalte; 5 Arbeitsstätten, 8 land- und forstwirtschaftliche Betriebe<ref name=OVZ2001>Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 113.</ref>
- 2011: 33 Gebäude, 80 Einwohner, 30 Haushalte, 3 Arbeitsstätten<ref name=OVZ2011>Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014.</ref>
- 2021: 35 Gebäude, 78 Einwohner, 28 Haushalte, 7 Arbeitsstätten<ref name=OVZ2024>Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 40.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Katholische Pfarrkirche Sörg hl. Martin
- Sörgerwirt: Der nachweislich zumindest aus dem 15. Jahrhundert stammende Bau des Sörgerwirts diente ursprünglich den Rittern der Burg Liebenfels als Gaststätte und Treffpunkt. Heute ist das Objekt im Besitz der Familie Habernig, die im Gebäudekomplex von 1864 bis 1935 auch eine Brauerei betrieb. Gegenwärtig dient das alte Hauptgebäude mit 77 cm dicken Erdgeschoßmauern als Wohnhaus und Wirtschaft. Leitspruch über dem Torbogen des Eingangsflurs: „Wir sind deutsche Bauern, das ist unser Stolz, unser Stand er ist von Dauer, wie hartes Eichenholz.“ Im selben Flur aufgestellt ist eine kleine Kanone, die zum Abfeuern von Böllern diente.
- Der barocke Bau des Pfarrhofs stammt aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts und erfuhr im Jahre 1995 eine Fassadenrestaurierung.
- Der Kapellenbildstock datiert vom Ende des 19. Jahrhunderts, er ist mit Holzkruzifix ausgestattet, der gemalte Hintergrund stellt „Jerusalem“ von H. Deutsch aus dem Jahre 1975 dar.
Regelmäßige Veranstaltungen: Vierbergelauf
Am Vortag des Vierbergelaufs bzw. des Dreinagelfreitags, am zweiten Donnerstag nach Ostern, versammelt sich eine Gruppe in der Sörger Kirche. Nach einer Andacht bricht die Prozession hinter dem Kreuzträger und dem Vorbeter auf, um zum zwanzig Kilometer entfernten Magdalensberg zu gelangen. Auf dem Weg dorthin macht die Gruppe Station auf dem Lorenziberg, in Dornhof, in St. Veit an der Glan und in Mairist bei St. Donat. Um Mitternacht beginnt dann am Magdalensberg die eigentliche Vierberge-Wallfahrt, die dann am Freitag Nachmittag nach einer Rast in Sörg zur letzten Station am Lorenziberg führt.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />