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Sylwa (Tschussowaja)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sylwa
Сылва
Datei:Kungur asv2019-05 img52 Sylva River.jpg
Daten
Gewässerkennzahl RU10010100812111100012210
Lage Oblast Swerdlowsk, Region Perm (Russland)
Flusssystem Wolga
Abfluss über Tschussowaja → Kama → Wolga → Kaspisches Meer
Quelle rund 20 km östlich der Siedlung (Possjolok) Schalja
57° 15′ 1″ N, 59° 2′ 43″ O
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Quellhöhe etwa 380 m
Mündung rund 20 km nordöstlich von Perm in die Tschussowaja (Kamastausee)Koordinaten: 58° 6′ 38″ N, 56° 37′ 52″ O
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Mündungshöhe rund 120 m
Höhenunterschied etwa 260 m
Sohlgefälle etwa 0,53 ‰
Länge 493 km<ref name="GSE"/><ref name=gvr/>
Einzugsgebiet 19.700 km²<ref name="GSE">Artikel Sylwa in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D108133~2a%3DSylwa~2b%3DSylwa</ref><ref name=gvr>Sylwa im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)</ref>
Abfluss<ref name="GSE"/>
Lage: 45 km oberhalb der Mündung
MQ
139 m³/s
Abfluss am Pegel 5 km nördlich von Kungur<ref name="Unesco"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNESCO - Sylva at Podkamennoe (Memento vom 24. November 2009 im Internet Archive)</ref> NNQ (November 1979)
MQ
HHQ (Mai 1979)
7,47 m³/s
144 m³/s
1240 m³/s
Linke Nebenflüsse Wogulka, Berjosowka, Tissa, Kischertka, Iren, Babka, Syra
Rechte Nebenflüsse Un, Große Bis, Lek, Barda, Tas, Schakwa, Jurman, Kutamysch
Durchflossene Stauseen Kamastausee
Mittelstädte Kungur
Kleinstädte Suksun
Gemeinden Schamary, Ust-Kischert
Häfen Kungur
Schiffbarkeit auf den unteren 74 km<ref name="GSE"/>
Datei:Kama basin.png
Lage der Sylwa (Сылва) im Einzugsgebiet der Kama

Lage der Sylwa (Сылва) im Einzugsgebiet der Kama

Datei:Kungur asv2019-05 img56 Sylva River.jpg
Die Sylwa in Kungur

Die Sylwa in Kungur

Die Sylwa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein 493 km langer linker Nebenfluss der Tschussowaja im europäischen Teil von Russland.

Flusslauf

Die Sylwa entspringt am Westhang des mittleren Ural, im Südwesten der Oblast Swerdlowsk, rund 100 km nordwestlich der Hauptstadt Jekaterinburg. Zunächst fließt sie in Richtung Nordwesten durch die waldreiche Gebirgslandschaft. Beim Ort Sylwa ist sie zu einem kleinen See aufgestaut.

Die Sylwa fließt in engen Kurven weiter Richtung Nordwesten, ehe sie bei Roschtscha abrupt nach Süden umschwenkt. Bei Schamary überquert die Transsibirische Eisenbahn den Fluss, der nun wiederum in vorwiegend westliche Richtungen fließt. Kurz darauf erreicht er die Grenze zur Region Perm bei Molebka und schwenkt erneut in Richtung Süden.

Bei Berjosowka mündet der gleichnamige Fluss Berjosowka ein. Wenig später, nach der Einmündung der Tissa, ändert die Sylwa erneut ihre Fließrichtung nach Nordwesten und Norden. Die bisher von Wald dominierte Landschaft ist nun stärker landwirtschaftlich genutzt.

Nachdem innerhalb weniger Kilometer die Nebenflüsse Lek, Barda und Tas eingemündet sind, erreicht die Sylwa Ust-Kischert. Hier trifft sie erneut auf die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn, die dem Verlauf des Flusses nach Westen und Nordwesten folgt.

Wenig später durchfließt die Sylwa Kungur. In der Stadt nimmt sie Schakwa und Iren auf, wenig unterhalb der Stadt mündet die Babka ein. Während die Sylwa nun wiederum nach Norden abbiegt, folgt die Transsib der Babka nach Westen und Nordwesten. Kurz darauf wird der Unterlauf der Sylwa durch den Rückstau des Kamastausees überprägt. Bei Ljady liegt die mittlerweile überschwemmte Mündung der Sylwa in die Tschussowaja.

Nutzung

Die Sylwa ist auf ihren unteren 74 km schiffbar, wichtigster Hafen ist Kungur. Der hauptsächlich von Schmelzwasser gespeiste Fluss ist von Ende Oktober/Anfang November bis in die zweite Aprilhälfte gefroren. Die Frühlingshochwässer von Ende April bis in den Juni liefern rund 56 % des Jahresabflusses.<ref name="dicru">Sylwa bei academic.ru (russ.)</ref>

Die Sylwa ist aufgrund der landschaftlich reizvollen Umgebung ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Vor allem am Unterlauf durchfließt sie eine verkarstete Felslandschaft, die bei Bootswanderern, Kletterern und Wanderern sehr populär ist<ref name="dicru"/>.

Ein viel besuchtes Ziel ist die Kungurer Eishöhle ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), eine der bekanntesten Schauhöhlen Russlands. Ebenfalls bei Kungur liegt das Naturschutzgebiet Preduralje ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). In ihm befindet sich der Jermak-Felsen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), der jedes Jahr Schauplatz eines Kletterwettbewerbes ist.

Etymologie

Der Name des Flusses ist von den komi-permjakischen Wörtern syl für tauen/schmelzen und wa für Wasser abgeleitet.

Weblinks

Commons: Sylwa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Kungurer Eishöhle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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