Sylvie Vartan
Sylvie Vartan (als Geburtsnamen werden Sylvia Vartanian (Wartanjan) und Silvi Zhorzh Vartan bzw. Sylvie George(s) Vartan genannt,<ref> Vgl. im französischen, bulgarischen u. a. Wikipedia-Einträgen.</ref> * 15. August 1944 in Iskrez bei Sofia, Bulgarien) ist eine populäre bulgarisch-französische Pop-Sängerin. Sie ist die Schwester des Musikers Eddie Vartan, der mit zahlreichen Arrangements und Kompositionen zu ihrer Karriere beitrug, und war mit dem belgisch-französischen Rockmusiker Johnny Hallyday verheiratet, mit dem sie oft zusammenarbeitete.
Biografie
Sylvie Vartan ist die Tochter des 1912 in Frankreich geborenen Armeniers Georges Vartanian (1912–1970), eines Presseattachées der französischen Botschaft in Sofia (Bulgarien), und seiner 1936 geehelichten Frau, Ilona Mayer (1914–2007), Tochter eines seit 1921 in Sofia niedergelassenen ungarischen Architekten.<ref>Doan Bui, Isabelle Monnin: Ils sont devenus français. Paris 2010, S. 263.</ref> Sylvie Vartan hatte einen älteren Bruder, Edmond „Eddie“ Vartan (1937–2001), der wie sie in Frankreich im Musikgeschäft tätig wurde. Im Alter von sieben Jahren spielte Sylvie Vartan eine Komparsenrolle in dem nach einem Roman des Schriftstellers Iwan Wasow gedrehten bulgarischen Spielfilm Unter dem Joch; der Regisseur des Films, Dako Dakovski, war ein Freund ihrer Familie.
Im Jahr 1952 emigrierte die Familie nach Paris. Auf Vermittlung ihres Bruders trat sie noch als Schülerin in Kontakt mit dem für die Schallplattenfirma RCA Records tätigen Musikproduzenten Daniel Filipacchi, der ihr ermöglichte, 1961 zusammen mit Frankie Jordan ihre erste Schallplatte aufzunehmen: Panne d’essence. Im selben Jahr trat sie mit drei Chansons im Vorprogramm der Konzerte von Gilbert Bécaud auf, im folgenden Jahr im Vorprogramm von Johnny Hallyday, der 1961 mit dem Lied Retiens la nuit seinen ersten Nummer-eins-Hit hatte. Im Januar 1962 hatte Vartan selbst ihren ersten Hit in den französischen Verkaufscharts: Quand le film est triste. Vartan und Halliday heirateten im Jahr 1965. Aus der Ehe, die 1980 geschieden wurde, stammt der 1966 geborene Sohn David Hallyday, der Musiker und Rennfahrer wurde.
Vartan galt zu Beginn ihrer Karriere als Teenager-Idol und war ein Top-Star der französischen Yéyé-Generation. Est-ce que tu le sais?, Tous mes copains, Dansons (alle 1962), En écoutant la pluie, I’m Watching You, Si je chante, La la la (1963), La Plus Belle pour aller danser, Sha-la-la, L’Homme en noir (1964), Dans tes bras, Cette lettre-là, Quand revient la nuit (1965), Mister John B, Ballade pour un sourire (1966), Par amour, par pitié, 2 minutes 35 de bonheur, Un peu de tendresse, Moi (1967), L’Oiseau, Baby Capone, Irrésistiblement (1968), On a toutes besoin d’un homme, Face au soleil, Apprends-moi (1969) waren einige ihrer vielen Hits. Vartans Musik war in der Pop- und Beatmusik und dem Schlager der 1960er Jahre verwurzelt. Zuweilen nahm sie internationale Hits auf Französisch auf, zum Beispiel 1962 The Locomotion von Little Eva.
In den 1970er Jahren wechselte Vartan zwischen Pop, Folk, Disco, Cabaret und Musical. Zu ihren Hits in diesem Jahrzehnt, in dem sie weiterhin zu den führenden Unterhaltungskünstlern Frankreichs zählte, gehörten J'ai un problème, ein Duett mit ihrem damaligen Ehemann Halliday, Bye bye Leroy Brown, L'amour est comme les bateaux und Qu'est-ce qui fait pleurer les blondes?
Vartan unternahm einige Versuche, auf dem deutschsprachigen Musikmarkt Fuß zu fassen, blieb hier jedoch weit hinter Françoise Hardy, France Gall, Sheila und Mireille Mathieu zurück. Auch englischsprachige Platten, die in den USA und Großbritannien veröffentlicht wurden, verhalfen nicht zum Durchbruch in den dortigen Hitparaden. Nur einmal schaffte sie den Sprung in die Bestenlisten in den USA: 1984 sang sie zusammen mit John Denver das Duett Love Again und landete damit auf Platz 85 der US-Hitparade. Andererseits gelang ihr in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren in Italien eine Karriere mit mehreren Hits in italienischer Sprache, häufigen Auftritten im dortigen Fernsehen und einer eigenen Fernsehshow.
Nebenbei trat Vartan gelegentlich als Schauspielerin in Erscheinung, etwa in den Filmen Malpertuis (nach einem Roman von Jean Ray, Regie Harry Kümel, 1971) und Engel in Schwarz (in der weiblichen Hauptrolle neben Michel Piccoli, 1994).
Noch in den 2000er Jahren erschienen mehrere neue Musikalben von Vartan, darunter das Studioalbum Sylvie (2004), das Live-Album Live au Palais des Congrès 2004, Nouvelle Vague (2007) und zuletzt Merci pour le regard (2021).
Emblematische Lieder aus ihrer Anfangszeit, die sie bis heute auf Konzerten zur Freude des Publikums singt, sind La Plus Belle pour aller danser und La Maritza, das an ihre Kindheit in Bulgarien und den Aufbruch nach Frankreich erinnert.
Seit dem Ende der kommunistischen Regime im Ostblock reiste Vartan mehrmals nach Bulgarien, besuchte ihr früheres Elternhaus und hatte Gesangsauftritte vor bulgarischem Publikum. Außer Französisch und Englisch spricht sie noch heute fließend Bulgarisch.
Seit 1984 ist Sylvie Vartan mit dem US-amerikanischen TV-Unternehmer Tony Scotti verheiratet, mit dem sie ein bulgarisches Waisenkind adoptiert hat und abwechselnd in Los Angeles und im Wohnviertel Villa Montmorency im 16. Arrondissement von Paris lebt. Ihr Neffe ist der Schauspieler Michael Vartan.
Diskografie
Alben
Chartplatzierungen
Singles und EPs
1962–1969
1970–2012
Chartplatzierungen
Filmografie
- 1952: Unter dem Joch (Pod igoto)
- 1962: Mondschein über Maubeuge (Un clair de lune à Maubeuge)
- 1963: Wo kommst Du her, Johnny? (D’où viens-tu, Johnny?)
- 1964: Das Idol (Cherchez l’idole)
- 1964: Patate
- 1966: Spelevaren (Fernsehserie)
- 1971: Malpertuis
- 1972: Absences répétées
- 1994: Ein schwarzer Engel (L’Ange noir)
- 2001: Mausolée pour une garce (TV)
- 2013: Des gens qui s’embrassent
- 2014: Er liebt mich, er liebt mich nicht – Toujours l’amour (Tu veux ou tu veux pas)
- 2025: Mit Liebe und Chansons (Ma mère, Dieu et Sylvie Vartan)
Sonstiges
Quellen
<references />
Weblinks
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- Chansonsänger
- Popsänger
- Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Komtur)
- Träger des französischen Nationalverdienstordens (Ritter)
- Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)
- Ehrenbürger von Sofia
- Franzose
- Geboren 1944
- Frau