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Suspensorium (Schutzkleidung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Cricket-Abdominal-Guard.png
Suspensorium für Kricketspieler

Ein Suspensorium ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), auch Tiefschutz, ist eine Schutzkleidung für Männer und Frauen, aus dickem Gewebe oder aus einer Hartplastikschale, um die Genitalien vor Schlägen und Verletzungen zu schützen.

Geschichte

Männer trugen im 15. und 16. Jahrhundert eine mit Watte ausgestopfte Schamkapsel in der Hose, um die Genitalien größer erscheinen zu lassen.<ref>Helmar Schramm, Ludger Schwarte, Jan Lazardzig (Hrsg.): Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum. ISBN 978-3-11-020445-2, S. 174</ref> Im 19. Jahrhundert wurden Suspensorien auch Tragbeutel genannt. Sie sollten hängende Teile des Körpers unterstützen und wurden bei Entzündungen der Hoden oder der weiblichen Brust verwendet.<ref>Suspensorium. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 15, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 443.</ref> Die Mitglieder der Gewaltgang im Film Uhrwerk Orange von 1971 trugen Suspensorien über der Hose.<ref>Andreas Pecht: Von großartig bis krawallig, Friedrich Schillers Trauerspiel „Die Räuber“ in Koblenz.</ref>

Verwendung

Suspensorien werden hauptsächlich von Kampfsportlern, und je nach Disziplin auch von Kampfsportlerinnen<ref>Ju-Jutsu, Deutscher Ju-Jutsu-Verband</ref>, Torwarten, Bereitschaftspolizisten und Soldaten als Teil der Montur über der gewöhnlichen Unterwäsche getragen. Balletttänzer tragen Suspensorien nicht nur zum Schutz, sondern auch, um ihre Körpersilhouette nicht zu beeinträchtigen.

„Der Anblick einiger Teile meiner Anatomie, die sich entgegengesetzt zum Rest meines Körpers hoben und senkten, sei nicht angemessen für ein Publikum aus bewundernden Müttern und ausgewählten Geschwistern.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Royston Maldoom: Tanz um dein Leben<ref>Royston Maldoom: Tanz um dein Leben, Leseprobe. (PDF; 110 kB) S. Fischer Verlag, ISBN 978-3-10-047390-5</ref>

Bei Röntgenuntersuchungen sorgt ein Gonadenschutz-Suspensorium dafür, dass Röntgenstrahlen die Keimzellen nicht erreichen.

Jockstrap

Der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) wurde ab 1874 in den Vereinigten Staaten für Radsportler hergestellt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bike Jockey Strap.] In: Bookrag. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Daraus entstand der Jockstrap (kurz Jock), eine Variante der Männerunterwäsche. Er besteht aus einem Suspensorium mit einem elastischen Hüftband sowie zwei Bändern, die links und rechts unterhalb des Gesäßes zum Hüftband führen, wobei das Gesäß frei bleibt. Als Schutz kann ein Polster eingesetzt werden.

Bildergalerie

Siehe auch

Weblinks

Commons: Jockstraps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Suspensorium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: jockstrap – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />