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Susanne Lautenbacher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Susanne Lautenbacher, verheiratete Susanne Jansen-Lautenbacher (* 19. April 1932 in Augsburg; † 15. September 2020),<ref>Beleglage: 1) WP-Notiz von Jo Morgenstern (vom 16. Dezember 2020), 2) Verifizierung durch Anfragebeantwortung der Stadtverwaltung Leonberg (vom 18. September 2023), 3) Grabmal am Waldfriedhof Leonberg (Abteilung 1e, Reihe 3, Grab 2)</ref> war eine deutsche Violinistin.

Leben und Wirken

Susanne Lautenbacher, Tochter von Anna Lautenbacher, geborene Kammerl, und Josef Lautenbacher (1899–1970, Musikerzieher und Direktor der Augsburger Singschule),<ref>Stadtlexikon Augsburg.</ref> begann ihr Violinstudium am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg und setzte ihre Studien von 1949 bis 1955 in München bei Karl Freund, dem Primgeiger des Freund-Quartetts, fort. Danach nahm sie an Meisterkursen bei Bronisław Gimpel, Max Rostal und Henryk Szeryng teil. An der Staatlichen Akademie der Tonkunst in München schloss sie ihr Diplom-Studium ab. In jungen Jahren gewann sie den ARD-Wettbewerb für Violine in München.

Lautenbacher unterrichtete ab 1960 an der Badischen Musikhochschule in Karlsruhe und wirkte von 1965 bis 1992 als Professorin für Violine an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Zwischen 1950 und 1990 machte sie zahlreiche Schallplatteneinspielungen, nicht zuletzt durch ihren Ehemann Heinz Jansen, der Musiker, Toningenieur sowie Gründer und Leiter des Südwest-Tonstudios Stuttgart war.<ref>Heinz Jansen auf bach-cantatas.com</ref>

Das Spektrum ihrer Aufnahmen umfasst Bibers Rosenkranz-Sonaten ebenso wie die Konzerte von Locatelli, Vivaldi und Bach aus der Barockzeit, die wichtigen klassischen Werke von Mozart, Beethoven und Schubert sowie die großen romantischen Konzerte von Mendelssohn, Spohr und Brahms. Kammermusikaufnahmen und Konzerte bestritt sie auch mit Werken von Henze, Reger, Pfitzner und anderen. 1978 spielte sie die Uraufführung des Konzerts für Violine und Stimmen op. 41 Orpheus von Arthur Dangel.

Susanne Lautenbacher trat regelmäßig mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Jörg Faerber in Erscheinung. Ihr Interesse für Alte Musik machte sie zu einer Pionierin der damals aufkeimenden historischen Aufführungspraxis mit dem Musikerkreis um Hans-Martin Linde.

Zwischen 1967 und 1973 spielte sie sechs Mal als Solistin in Konzerten des Symphonischen Orchesters Berlin unter der Leitung seines Chefdirigenten Carl August Bünte. Im Bereich Kammermusik spielte sie beim Bell'Arte Trio Stuttgart.

In der Gesamtaufnahme von Bibers Rosenkranz-Sonaten von 1962, die zu den frühesten Einspielungen dieses Zyklus zählt, spielte die Geigenvirtuosin eine Violine von Nicolas Lupot aus dem Jahr 1789 und der Gambist Johannes Koch (1910–1973) ein Instrument von Joachim Tielke von 1677.

Susanne Lautenbacher war katholisch und hatte 1960 Heinz Jansen geheiratet.

Literatur

  • Jansen-Lautenbacher, Susanne. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 579.

Weblinks

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Einzelnachweise

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