Susanna von Rom
Susanna von Rom ist eine Heilige der römisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirchen. Der gesichert unhistorischen Legende nach soll sie bei der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian das Martyrium erlitten haben. Ihre Heiligenlegende entstand wohl im 5. oder 6. Jahrhundert. Ihr ist mit Santa Susanna eine der ältesten Titelkirchen Roms geweiht. Sie ist Schutzpatronin von Torre Santa Susanna und Osini in Italien. Im Calendarium Romanum Generale wird ihr Fest seit 1969 nicht mehr berücksichtigt, in orthodoxen Kalendern ist es nach wie vor am 11. August verzeichnet.
Legende
Laut der im 6. Jahrhundert verfassten und allgemein als Erfindung angesehenen Heiligenlegende zu ihrem Leben soll Susanna eine Nichte des Papstes Gaius und Tochter des heiligen Gabinus gewesen sein. Sie hatte das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit abgelegt und weigerte sich infolgedessen, den Adoptivsohn des Kaisers Diokletian, Maximian, zu heiraten. Die zu ihr gesandten kaiserlichen Werber – zunächst ihr Cousin Claudius, dann dessen Bruder Maximus – sollen sie zum Christentum bekehrt haben. Als sie gezwungen wurde, vor einem kleinen, goldenen Jupiterbildnis zu opfern, hauchte sie es an, senkte den Kopf und bat Gott, er möge sie vor dem Anblick des Dämonen schützen. Als sie den Kopf wieder hob, war das Bildnis verschwunden. Der anwesende Abgesandte des Kaisers, Macedonius, dachte, sie hätte es gestohlen, und wertete dies als Zeugnis ihres Glaubens an die heidnischen Götter. Da kam ein Bote und meldete, das Jupiterbild sei im Hofe des Palastes aufgetaucht. Unter den Schlägen des aufgebrachten Macedonius bekannte sich Susanna nun beharrlich als Christin. All dies wurde dem Kaiser gemeldet, der sie zum Tode durch das Schwert verurteilte. Das Urteil wurde in ihrem eigenen Haus vollstreckt. Diokletians angebliche Gattin Serena – die historische Ehefrau Diokletians hieß Prisca –, demnach selbst heimliche Christin, soll das Blut Susannas in einem Gefäß gesammelt und die Tote in einem silbernen Sarg im coemeterium Alexandri – entweder eines der Coemeterien an der Via Nomentana<ref>Johann Peter Kirsch: Die römischen Titelkirchen im Altertum (= Studien zur Geschichte und Kultur des Altertums. Band 9, 1/2). Schöningh, Paderborn 1918, S. 72.</ref> oder das coemeterium Iordanorum an der Via Salaria<ref>Louis Duchesne: Le Liber pontificalis. Texte, introduction et commentaire (= Bibliothèque des Écoles Françaises d’Athènes et de Rome. Sér. 2, T. 3, 1). Band 1. Thorin, Paris 1886, S. 197 Anm. 82 (Digitalisat).</ref> – bestattet haben. Gaius habe dann im Haus des Gabinus, das seinem eigenen nächst verbunden lag, eine Statio zur Erinnerung an Susanna eingerichtet. Sie lag daher ad duas domos, „bei den zwei Häusern“.
Verehrung
Susanna war ein äußerst seltener Frauenname in Rom und ist zwischen 313 und 604 lediglich einmal nachweisbar.<ref>Luce Pietri, Charles Pietri: Prosopographie chrétienne du Bas-Empire. Band 2: Prosopographie de l’Italie chrétienne (313–604). École française de Rome, Rom 1999, S. 2140.</ref> Gleichwohl ist er der einzige alttestamentliche Name, der eine gewisse Verbreitung in der frühchristlichen Namensgebung fand<ref>Volker Kohlheim: Die christliche Namengebung. In: Ernst Eichler, Gerold Hilty, Heinrich Löffler, Hugo Steger, Ladislav Zgusta (Hrsg.): Namenforschung / Name Studies / Les noms propres. Ein internationales Handbuch zur Onomastik / An International Handbook of Onomastics / Manuel international d’onomastique. Band 2. De Gruyter, Berlin / New York 1996, S. 1048–1057, hier: S. 1050.</ref> und wegen der Susanna-Legende (Vorlage:Bibel/Link) in der Katakombenmalerei belegt ist.<ref>Iiro Kajanto: Onomastic Studies in the Early Christian Inscriptions of Rome and Carthage (= Acta Instituti Romani Finlandiae. Band II/1). Tilgmann, Helsinki 1963, S. 93 f.</ref>
Ob mit der alttestamentlichen Susanna auch die erste Erwähnung einer „heiligen Susanna“ (sancta Susanna) zu verbinden sei, ist Gegenstand der Diskussion. Claudian bittet in einem um das Jahr 402 verfassten<ref>Zur Datierung siehe Alan Cameron: Claudian. Poetry and Propaganda at the Court of Honorius. Clarendon Press, Oxford 1970, S. 225 f.</ref> und in Iacobum magistrum equitum betitelten Gedicht<ref>Claudian, carmina 50 (Digitalisat).</ref> den Comes und Magister militum des Westens Iacobus,<ref>Zu Iacobus siehe John Robert Martindale: The Prosopography of the Later Roman Empire. Band 2: AD 395–527. Cambridge University Press, Cambridge 1980, S. 581 f.</ref> er möge doch Claudians Verse nicht zerfetzen. In einer letztlich ironisch pointierenden Aufzählung verschiedener Heiliger und biblischer Gestalten, die Iacobus in verschiedenen Lebenslagen beistehen sollen, nennt er auch Susanna, die ihm ihre Kräfte geben solle (det vires sancta Susanna suas).<ref>Jens Michners: Spott und Ironie in Claudians carmina minora. In: Widu-Wolfgang Ehlers, Fritz Felgentreu, Stephen Michael Wheeler (Hrsg.): Aetas Claudianea. Eine Tagung an der Freien Universität Berlin vom 28. bis 30. Juni 2002. Saur, München/Leipzig 2004, S. 175–186, hier: S. 180–182.</ref> Meist wird Claudians Susanna auf die stadtrömische Heilige bezogen,<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> vor allem, weil das Adjektiv sancta für die biblische Gestalt nicht genutzt worden sei. So würde in der nicht sicher zuweisbaren, um 400 entstandenen Abhandlung de lapsu Susannae einer unkeusch gewordenen Jungfrau des Namens die alttestamentliche als fortissima illa Susanna ohne dieses Adjektiv gegenübergestellt.<ref>John Vanderspoel: Claudian, Christ and the Cult of the Saints. In: The Classical Quarterly. Band 36, Heft 1, 1986, S. 244–255, bes. S. 250.</ref> Einen Zusammenhang mit der heiligen Susanna sieht auch Steffen Diefenbach, der ihre Stellung innerhalb des Gedichts allerdings als Hinweis auf eine nicht-römische Herkunft der Heiligenverehrung deutet.<ref>Steffen Diefenbach: Römische Erinnerungsräume. Heiligenmemoria und kollektive Identitäten im Rom des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. (= Millennium-Studien. Band 11). De Gruyter, Berlin/Boston 2007, S. 345 Anm. 59.</ref> Demgegenüber ergibt für Peter Van Nuffelen nur der Bezug auf die biblische Susanna Sinn, der durch das Wortspiel vires/viros („Kräfte“/„(alte) Männer“) zudem den ironischen Zug des Gedichts wegen der für ihre Keuschheit bekannten biblischen Gestalt unterstreicht.<ref>Peter Van Nuffelen: Orosius and the Rhetoric of History. Oxford University Press, Oxford 2012, S. 86–89, bes. 87.</ref>
Sicher datiert tritt die heilige Susanna Roms erstmals 595 in Erscheinung, als ein Priester Rusticus als presbyter tituli sanctae Susannae in einer Synode unter Gregor dem Großen firmiert.<ref>Monumenta Germaniae Historica: Gregorii I papae Registrum epistolarum 1,367 (Digitalisat).</ref> Dieser Titulus wird im Martyrologium Hieronymianum zum 11. August erwähnt. Der zugehörige Berner Codex aus dem 9. Jahrhundert spezifiziert zudem die Lage mit den Worten ad duas domos iuxta duo clecinas [duo clecinas verderbt aus Diocletianas].<ref>Martyrologium Hieronymianum zum 11. August [III Id. Aug.] (Digitalisat); vgl. Hippolyte Delehaye: Commentarius perpetuus in Martyrologium Hieronymianum. In: Acta Sanctorum, November, T. 2, ps. 2, Brüssel 1931, S. 435.</ref> Er lag folglich an einer „bei den zwei Häusern“ genannten Stelle nächst den Thermen des Diokletian, einem Ort der antiken Region Alta Semita. Auch der Liber Pontificalis kennt die Bezeichnung ad duas domos als Synonym für den titulus sanctae Susannae anlässlich der Weihung einiger Gegenstände durch Papst Sergius I., seinerzeit selbst Presbyter des Titulus, in die Kirche.<ref>Louis Duchesne: Le Liber pontificalis. Texte, introduction et commentaire. Band 1. Thorin, Paris 1886, S. 371 (Digitalisat).</ref> Diese beiden domus genannten Stadtvillen werden mit der domus Nummiorum (Haus der Nummier) und der domus Ceioniorum (Haus der Ceionier) identifiziert, die für diesen Ort bis in die Spätantike belegt sind.<ref>Alessandro Bonanni: Duae Domus. In: Eva Margareta Steinby (Hrsg.): Lexicon Topographicum Urbis Romae. Band 2. 2. Auflage. Quasar, Rom 1995, S. 217 (Digitalisat).</ref>
Ad duas domos lag auch die laut der passio s. Susannae von Gaius eingerichtete Statio der Susanna. Daher setzt man gemeinhin<ref>Kritisch hingegen Antonio Valeri: I monumenti cristiani del Foro Romano. In: Rivista d’Italia. Band 3, 1900, S. 700–726, hier: S. 708; Mariano Armellini, Carlo Cecchelli: Le chiese di Roma dal secolo IV al XIX. Neue Auflage. Band 2. Ruffolo, Rom 1942, S. 1459.</ref> den titulus sanctae Susannae mit dem in einer Synodalakte von 499 genannten titulus Gai<ref>Monumenta Germaniae Historica: Auctores antiquissimi 12,413 (Digitalisat).</ref> gleich. Demnach wäre die Heiligenverehrung einer Susanna in Rom bereits für das 5. Jahrhundert gesichert.<ref>Zu den Tituli siehe mit älterer Literatur: Steffen Diefenbach: Römische Erinnerungsräume. Heiligenmemoria und kollektive Identitäten im Rom des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. (= Millennium-Studien. Band 11). De Gruyter, Berlin/Boston 2007, S. 343–345.</ref> Durch Ausgrabungen in der Kirche Santa Susanna als Nachfolgebau des titulus sanctae Susannae konnte in den 1990er-Jahren nachgewiesen werden, dass im 5. Jahrhundert – der Ausgräber Alessandro Bonanni schlägt die Jahre nach dem Goteneinfall von 410 vor, da das Gebiet um die Diokletiansthermen von den Geschehnissen schwer getroffen worden war – an dieser Stelle ein seit dem 2. Jahrhundert bestehendes Haus umgestaltet und einer christlichen Nutzung zugeführt wurde; Hinweise auf die Art des an dieser Stelle geübten Kultes oder ein Patrozinium wurden nicht gefunden.<ref>Alessandro Bonanni: Scavi e ricerche in Santa Susanna in Roma. Le fasi paleochristiane e altomedievali. In: Eugenio Russo (Hrsg.): 1983–1993: dieci anni di archelogia cristiana in Italia. Atti del VII Congresso nazionale di Archeologia Cristiana. Cassino, 20.–24. September 1993. Band 1. Università degli Studi di Casino, Cassino 2003, S. 359–376 (online).</ref>
Zwischen etwa 450 und 550 entstand die passio der Susanna und bildete möglicherweise die Grundlage für die Umbenennung des Titulus.<ref>Michael Lapidge: The Roman Martyrs. Introduction, Translations, and Commentary. Oxford University Press, Oxford 2018, S. 270.</ref> Sie ist in verhältnismäßig geringer Anzahl an Textzeugen überliefert. Die Bibliotheca Hagiographica Latina listet 39 Zeugnisse auf,<ref>Datenbankbestand der Bibliotheca Hagiographica Latina manuscripta nach Michael Lapidge: The Roman Martyrs. Introduction, Translations, and Commentary. Oxford University Press, Oxford 2018, S. 272.</ref> denen Cécile Lanéry im Jahr 2010 weitere 9 hinzufügen konnte.<ref>Cécile Lanéry: Les Passions latines composées en Italie. In: Guy Philippart (Hrsg.): Hagiographies. Histoire internationale de la littérature hagiographique latine et vernaculaire en Occident des origines à 1550. Band 5. Brepols, Turnhout 2010, S. 15–369, hier S. 151, Nr. 313.</ref> Die ihr zugrunde liegende passio der Cäcilia von Rom ist demgegenüber mit 230 Zeugnissen überliefert. Als Verfasser der Legende vermutet Michael Lapidge einen Kleriker des Titulus, der ausgehend von dem unbekannten Stifter des titulus Gai eine Geschichte erfand und Stück für Stück ausbaute. Indem er den Stifter mit dem Papst der Jahre 283–296, Gaius, gleichsetzte, schuf er mit dessen dalmatischer Herkunft die Grundlage für das in der Legende wichtige Verwandtschaftsverhältnis Susannas zum Hause des ebenfalls aus Dalmatien stammenden Kaisers Diokletian. Zugleich hatte er mit Papst Gaius eine Person eingeführt, die alle Züge des Papstes Urban der Cäcilien-Legende trug. Dieser Legende folgend, wurden mit den von Susanna zum Christentum bekehrten Claudius und Maximus weitere Bezüge geschaffen, da sie Valerian und Tiburtius aus dem Umfeld der Cäcilia nachempfunden sind. Schließlich wurde Susanna wie bereits Cäcilia im eigenen Haus ermordet.<ref>Zu den Bezügen und Abhängigkeiten der Susanna-Legende zur Legende Cäcilias siehe Cécile Lanéry: Les Passions latines composées en Italie. In: Guy Philippart (Hrsg.): Hagiographies. Histoire internationale de la littérature hagiographique latine et vernaculaire en Occident des origines à 1550. Band 5. Brepols, Turnhout 2010, S. 15–369, hier S. 151; Michael Lapidge: The Roman Martyrs. Introduction, Translations, and Commentary. Oxford University Press, Oxford 2018, S. 270–272.</ref>
Immer wieder erlangte der Titulus die Zuwendung hoher kirchlicher Würdenträger. So stattete ihn Sergius I. im späten 7. Jahrhundert mit einem marmornen Ziborium und anderen Gaben aus. Anstelle des baufälligen titulus sanctae Susannae wurde unter Leo III., ehemals Presbyter der Titelkirche, in den Jahren 797/798 die Kirche Santa Susanna errichtet, prächtig beschenkt und mit der Körperreliquie einer heiligen Felicitas geehrt.<ref>Zur Kirche Leos III. siehe Franz Alto Bauer: Das Bild der Stadt Rom im Frühmittelalter. Papststiftungen im Spiegel des Liber Pontificalis von Gregor III. bis zu Leo III. (= Palilia. Band 14). Reichert, Wiesbaden 2004, S. 106–109 (online).</ref> Bis zum 18. Jahrhundert ging man davon aus, dass die Kirche auch die Körperreliquie der heiligen Susanna selbst unter dem Altar der Kirchenkrypta berge.<ref>So etwa Pompeo Ugonio: Historia delle stationi di Roma che si celebrano la Quadragesima. B. Bonfadino, Rom 1588, f. 194r (Digitalisat bei der Bilddatenbank Arachne); vgl. auch Jörg Martin Merz: Le Sante Vergini Romane. Die Repräsentation frühchristlicher Jungfrauen und Märtyrerinnen in ihren restaurierten Titelkirchen in Rom im späten 16. und im 17. Jahrhundert. In: Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte. Band 57, 2008, S. 133–164, hier: S. 140.</ref> Da es keine Translationsberichte gibt, wurde gemutmaßt, dass in der Kirche eine nachträglich mit der Märtyrin identifizierte oder zur Märtyrin erhobene Susanna bestattet sei,<ref>Agostino Amore: Note agiografiche sul Calendario perpetuo della Chiesa universale. In: Antonianum. Band 39, 1964, S. 18–53, hier: S. 42.</ref> wenn nicht die alttestamentliche Susanna selbst ursprüngliches Zentrum des Kultes in der Kirche war und die Kirche daher kein Susannengrab bergen könne.<ref>Steffen Diefenbach: Römische Erinnerungsräume. Heiligenmemoria und kollektive Identitäten im Rom des 3. bis 5. Jahrhunderts n. Chr. (= Millennium-Studien. Band 11). De Gruyter, Berlin/Boston 2007, S. 345.</ref> Zuletzt kam die Kunsthistorikerin Elisabeth Priedl zu dem Ergebnis, dass in der Kirche keine Körper-, sondern eine der Susanna zugeschriebene Blutreliquie aufbewahrt werde. Laut Auskunft des angeschlossenen Klosters handelt es sich hierbei um die einzige Reliquie der heiligen Susanna.<ref>Elisabeth Priedl: The Making of Santa Susanna. Medium, Diskurs und Ritual der posttridentinischen Erzeugung von Evidenz. In: Carolin Behrmann, Elisabeth Priedl: AUTOPSIA: Blut- und Augenzeugen. Extreme Bilder des christlichen Martyriums. Finck, München 2014, S. 145–166 mit Anm. 72 zur Auskunft des Klosters (online; PDF ohne Seitenzählung).</ref>
Sowohl im Martyrologium Hieronymianum als auch im Martyrologium Romanum<ref>Martirologio auf vatican.va (italienisch); deutsche Übersetzung laut PDF der vorläufigen Arbeitsübersetzung der Liturgie-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz von 2016 zum: Martyrologium. Auf Beschluss des hochheiligen ökumenischen Zweiten Vatikanischen Konzils erneuert und unter der Autorität Papst Johannes Pauls II. veröffentlicht. 2004: „Zu Rom: das Gedächtnis der heiligen Susanna. In alten Kalendern wird sie als Märtyrerin gefeiert. Die Basilika des heiligen Cajus bei den Diokletiansthermen wurde im sechsten Jahrhundert unter ihrem Namen Gott geweiht“.</ref> ist das Fest der heiligen Susanna unter dem 11. August verzeichnet. Wegen historischer Unzulänglichkeiten der mit Susanna verbundenen Legende wurde sie 1969 aus dem Calendarium Romanum Generale entfernt.<ref>Calendarium Romanum. Vatikan 1969, S. 68 f. (Digitalisat).</ref> Susanna wird mit Schwert und Krone als Attributen des Martyriums dargestellt. Sie ist Schutzpatronin von Torre Santa Susanna und Osini in Italien. Außer der Kirche in Rom tragen auch eine 1349 geweihte Kirche in Busachi (Ortsteil Santa Susanna) auf der Insel Sardinien und eine Kirche in Palermo das Patrozinium der heiligen Susanna. In Busachi findet jährlich zu ihrem Gedenktag im August eine Prozession mit einem Bildnis der Kirchenpatronin statt.<ref>Il villaggio di Santa Susanna auf commune.busachi.or.it.</ref>
In Deutschland unterstehen u. a. die Kirchen St. Susanna (Dederstedt) und St. Susannae (Plech) ihrem Patrozinium.
Siehe auch
Literatur
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- {{#if: Manfred Clauss|Manfred Clauss: }}Susanna. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL){{#if:11|. Band 11, Bautz, {{#switch:11
|1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:278-279|, Sp. {{#iferror:{{#expr:278-279}}|278-279|{{#expr:1*278-279*0}}–{{#expr:-(0*278-279*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:https://web.archive.org/web/20070629115923/http://www.bautz.de/bbkl/s/s4/susanna_v_r.shtml%7C}}.{{#if: 11 | |{{#ifeq:||}}}}
- Michael Lapidge: The Roman Martyrs. Introduction, Translations, and Commentary. Oxford University Press, Oxford 2018, ISBN 978-0-19-881136-7, S. 270–286 (englische Übersetzung und Kommentierung der Acta s. Susannae).
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Weblinks
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