Survivors Network of those Abused by Priests
Das Survivors Network of those Abused by Priests (SNAP) wurde 1989 von Barbara Blaine (1956–2017) gegründet und ist die älteste und aktivste Unterstützungsgruppe in den USA für Frauen und Männer, die von Personen mit religiöser Autorität sexuell missbraucht wurden.<ref>Thomas G. Plante: Sin against the Innocents. Sexual Abuse by Priests and the Role of the Catholic Church (Psychology, Religion, and Spirituality). Praeger, Westport CT u. a. 2004, ISBN 0-275-98175-4, p. 97.</ref>
SNAP ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation ohne Verbindungen zu einer Kirche. Die Gründerin Barbara Blaine war selbst Opfer von sexuellem Missbrauch durch Kleriker.
Im Jahre 2008 hatte SNAP eigenen Angaben zufolge mehr als 9000 Mitglieder.<ref>Survivors Network of those Abused by Priests: 2008 Annual Report. (PDF; 654 KB), zuletzt abgerufen am 8. Februar 2012.</ref>
SNAP forderte 2008 den Rücktritt von Kardinal Bernard Francis Law, dem früheren Erzbischof von Boston.<ref>Missstimmung vor Papstreise. US-Opfervereinigung fordert Rücktritt von Kardinal Law. Zuletzt abgerufen am 8. Februar 2012.</ref> Außerdem kritisierte die Organisation im Vorfeld der Reise von Papst Benedikt XVI., dass dieser nicht in das „Epizentrum“ des Missbrauchs reisen werde, um sich der Auseinandersetzung zu stellen.<ref>Matthias Rüb: Gott regiert Amerika. Religion und Politik in den USA. Zsolnay, Wien 2008, ISBN 978-3-552-05445-5, S. 94.</ref>
2009 unterstützte SNAP einen Gesetzesentwurf in New York, der die römisch-katholischen Bistümer dazu verpflichten sollte, die Namen derjenigen Kleriker offenzulegen, die aufgrund von Anschuldigungen des Kindesmissbrauches in den Ruhestand oder in andere Pfarreien versetzt wurden.<ref>Catholics have mixed reactions on sex abuse bill.</ref>
2012 räumte David Clohessy, Leiter von SNAP, vor Gericht ein, in der Vergangenheit gerichtlich gesperrte Informationen weitergegeben und Pressemitteilungen mit Falschinformationen veröffentlicht zu haben.<ref>Michelle Bauman: SNAP director admits to publishing false information, Catholic News Agency, 6. März 2012 (online)</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references/>