Wallau (Lahn)
Wallau Stadt Biedenkopf
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|---|---|---|---|---|---|---|
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3294)&title=Wallau 50° 56′ N, 8° 28′ O
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dim=10000 | globe= | name=Wallau | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 295 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 14,82 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 3294 (Mai 2011)<ref name="Z2011E" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 222 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 35216 | |||||
| Vorwahl: | 06461 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Wallau (bis zur Eingemeindung Wallau (Lahn), mundartlich Walle) ist ein Großdorf im Nordwesten des Hessischen Hinterlandes und als solches der nach der Kernstadt größte Stadtteil der Stadt Biedenkopf im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. An der Grenze zu Westfalen gelegen, ist Wallau im Verlauf der Lahn der erste Ort in Hessen und liegt in den südöstlichen Ausläufern des Rothaargebirges.
Geographie
Unmittelbar nördlich von Wallau liegen die südöstlichen Ausläufer des Rothaargebirges, hier Lützlergebirge genannt. Auf dieser Bergkette verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide. Südlich von Wallau beginnt das Gladenbacher Bergland, Teil davon ist das Schwarzenberg-Massiv, das unterhalb des Dorfes aufsteigt.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung unter dem Namen Walloha stammt aus dem Jahr 1289.<ref name="lagis" /> Das 725. Jubiläum dieser Erwähnung ist im Jahre 2014 gefeiert worden.<ref>725 Jahre Wallau/Lahn – Unsere Webseite zum Jubiläum. 725 Jahre Wallau/Lahn e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. November 2014; abgerufen am 20. November 2014.</ref> Der Ort wuchs aus dem Kern um die 1714 erbaute Kirche weit ins Lahntal hinein.
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Wallau:
„Wallau (L. Bez. Battenberg) evangel. Pfarrdorf; liegt an der Lahn, 4 St. von Battenberg, und gehört dem Freiherrn von Breidenstein. Der Ort, der an der Chaussee, die von Giessen über Biedenkopf in das Preussische führt, liegt, hat 100 Häuser und 701 Einwohner, die außer 3 Katholiken evangelisch sind, so wie 1 Kirche, 1 Hof und 1 Papiermühle, die auch ein schönes velinartiges Papier liefert. In der Nähe befindet sich der Berg Buchholz, der 2495 Hess. (1919 Par.) Fuß über der Meeresfläche erhaben ist. – Das Dorf gehörte zum Kirchengebiete von Breidenbach. Im Jahr 1395 trugen Gerlach und Johann von Breidenbach einen Theil des Orts dem Landgrafen Hermann zu Lehen auf.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>
- Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 1. Juli 1974 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die Stadt Biedenkopf mit der Stadt Breidenstein, der bis dahin selbständigen Gemeinde Wallau (Lahn) und dem Ortsteil Katzenbach der Gemeinde Buchenau (Lahn) durch Landesgesetz zur erweiterten Stadt Biedenkopf zusammengeschlossen,<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 14 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> nachdem andere Pläne der Breidensteiner Gemeindevertreter zur Bildung einer erweiterten Stadt Breidenstein mit den Gemeinden Wallau, Weifenbach und Wiesenbach gescheitert waren.<ref name=":0">Trachtentanz-und Brauchtumsgruppe Stadt Breidenstein e. V. – Auszug aus der Geschichte der Stadt Breidenstein. Abgerufen am 12. Oktober 2021.</ref><ref>Ortsgeschichte. In: breidenstein-am-perfstausee.de. Abgerufen am 30. Januar 2022.</ref> Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Biedenkopf und Katzenbach wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF) § 3. In: Webauftritt. Stadt, abgerufen im Januar 2022.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Wallau angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach (Gericht Breidenbach, das seit ca. 1500 mit den Gerichten Wallau und Meisbach zusammengefasst war.)
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach<ref name="Amt">Die Zugehörigkeit des Amtes Blankenstein anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866. </ref>
- 1604–1648: strittig zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt (Hessenkrieg)
- ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach
- ab 1627: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach<ref name="PR" /><ref name="AB">Vorlage:BibOCLC</ref>
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Oberhessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach, Gericht Breitenbach<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
- ab 1815: Großherzogtum Hessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach<ref name="NLVK" />
- ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Battenberg<ref group="Anm.">1823: Trennung von Justiz (Landgericht Biedenkopf) und Verwaltung</ref>
- ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
- ab 1867: Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (übergangsweise Hinterlandkreis)<ref name="AB" />
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Dillenburg
- ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Landkreis Biedenkopf
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Biedenkopf
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Biedenkopf
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Biedenkopf
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Biedenkopf
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Stadt Biedenkopf<ref group="Anm.">Am 1. Juli 1974 als Ortsbezirk zur Stadt Biedenkopf.</ref>
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Stadt Biedenkopf
Ortsname
Vor der Eingemeindung in die Stadt Biedenkopf hieß Wallau amtlich Wallau (Lahn) zur Unterscheidung von Wallau (Taunus). Neben der amtlichen existierten einige weitere Schreibweisen, wie Wallau/Lahn, kurz Wallau/L. oder lang Wallau an der Lahn. Die Schreibweisen mit Namenszusatz sind heute noch gelegentlich gebräuchlich.
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Wallau 3294 Einwohner. Darunter waren 138 (4,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 561 Einwohner unter 18 Jahren, 1300 zwischen 18 und 49, 615 zwischen 50 und 64 und 819 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 1347 Haushalten. Davon waren 360 Singlehaushalte, 411 Paare ohne Kinder und 426 Paare mit Kindern, sowie 117 Alleinerziehende und 36 Wohngemeinschaften. In 342 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 789 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • 1577: | 36 Hausgesesse |
| • 1630: | 46 Hausgesesse (1 dreispännige, 13 zweispännige, 15 einspännige Ackerleute, 20 Einläuftige). |
| • 1677: | 36 Männer, 4 Witwen, 9 Jungmannschaften, 21 ledige Mannschaften |
| • 1742: | 83 Haushalte |
| • 1806: | 609 Einwohner, 88 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" /> |
| • 1829: | 701 Einwohner, 100 Häuser<ref name="GW" /> |
| Wallau: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1791 | 576 | |||
| 1800 | 582 | |||
| 1806 | 609 | |||
| 1829 | 701 | |||
| 1834 | 748 | |||
| 1840 | 773 | |||
| 1846 | 798 | |||
| 1852 | 880 | |||
| 1858 | 842 | |||
| 1864 | 891 | |||
| 1871 | 929 | |||
| 1875 | 1.011 | |||
| 1885 | 1.202 | |||
| 1895 | 1.291 | |||
| 1905 | 1.607 | |||
| 1910 | 1.733 | |||
| 1925 | 1.883 | |||
| 1939 | 2.315 | |||
| 1946 | 3.126 | |||
| 1950 | 3.165 | |||
| 1956 | 3.229 | |||
| 1961 | 3.424 | |||
| 1967 | 3.624 | |||
| 1971 | 3.658 | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 3.294 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Biedenkopf: 1971; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • 1829: | 698 evangelische, 3 katholische Einwohner<ref name="GW" /> |
| • 1885: | 1189 evangelische, 7 katholische und 6 andere Christen |
| • 1961: | 2803 evangelische (= 81,86 %), 444 katholische (= 12,97 %) Einwohner |
Historische Erwerbstätigkeit
| • 1867: | Einwohner. Erwerbspersonen: 105 Landwirtschaft, 2 Forstwirtschaft, 30 Bergbau und Hüttenwesen, 23 Gewerbe und Industrie, 11 Verkehr, 3 Kirche und Gottesdienst, 4 Gemeindeverwaltung.<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | Erwerbspersonen: 120 Land- und Forstwirtschaft, 316 Produzierendes Gewerbe, 191 Handel und Verkehr, 396 Dienstleistungen und Sonstiges.<ref name="lagis" /> |
Politik
Ortsbeirat
Wallau verfügt als Ortsbezirk über einen Ortsbeirat, bestehend aus sieben Mitgliedern, dessen Vorsitzender ein Ortsvorsteher ist.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 47,73 %.<ref name="K21">Ortsbeiratswahl Wallau. In: Votemanager. Stadt Biedenkopf, abgerufen im Oktober 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Jörg Sperling (UBL) zum Ortsvorsteher.
Wappen
<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />
Am 29. Oktober 1955 genehmigte der Hessische Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:
| Blasonierung: „In Silber über grünem Dreiberg ein roter, schreitender Fuchs mit weißglühenden Augen.“<ref name="Wappen">Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Wallau, Landkreis Biedenkopf, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 29. Oktober 1955. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 46, S. 1137, Punkt 1185 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,2 MB]).</ref> | |
| Wappenbegründung: Das Bild des Wappens von Wallau knüpft an ein Fabelwesen in Gestalt eines Fuchses mit übergroßen, weißen Augen („Heckelches Fuchs“) an, das in der örtlichen Sagenüberlieferung eine bedeutende Rolle spielt. Die grünen Berge symbolisieren die Lage Wallaus in einer waldreichen Gegend. Als Grundfarben wurden die Farben grün-weiß gewählt, die von den örtlichen Vereinen seit langem geführt werden. |
Flagge
Am 29. Oktober 1955 genehmigte der Hessische Minister des Innern die Flagge mit folgender Beschreibung:
„In einem von grün und weiß geteilten Flaggenfeld das Wappen der Gemeinde Wallau, das in Silber über grünem Dreiberg einen roten, schreitenden Fuchs mit weißglühenden Augen zeigt.“<ref>Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Wallau, Landkreis Biedenkopf, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 29. Oktober 1955. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 46, S. 1137, Punkt 1185 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,2 MB]).</ref>
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Bauwerke
Die Evangelische Kirche des Orts ist ein Kulturdenkmal, siehe Liste der Kulturdenkmäler in Wallau.
Bis 2006 wurde in Wallau ein Hallenbad betrieben, das vorsorglich geschlossen wurde, nachdem das Dach der Eislauf- und Schwimmhalle im bayerischen Bad Reichenhall eingestürzt war.<ref>VRM Mittelhessen GmbH & Co KG: Biedenkopf auf vergeblicher Partnersuche für Hallenbadbau. 11. Juli 2022, abgerufen am 11. Juli 2022.</ref> 2016 wurde das baufällige Gebäude endgültig abgerissen, nachdem länger um einen Erhalt gerungen wurde.<ref>Zieht bald wieder Kinderlachen ein? In: Oberhessische Presse. Abgerufen am 11. Juli 2022.</ref> Heute zeugt nur noch die Hallenbadstraße von diesem Bauwerk, an dessen Stelle inzwischen die Errichtung eines Freizeitgeländes als Generationenpark mit verschiedenen Spielmöglichkeiten vorgesehen ist.<ref>VRM Mittelhessen GmbH & Co KG: Für teure Neubauten gibt’s kaum Geld. 21. November 2018, abgerufen am 11. Juli 2022.</ref><ref>VRM Mittelhessen GmbH & Co KG: Auf Areal von Ex-Hallenbad in Wallau soll Freizeitgelände entstehen. 31. Oktober 2019, abgerufen am 11. Juli 2022.</ref>
Als einer der letzten Orte in Deutschland besitzt Wallau (Lahn) noch ein eigens errichtetes Gebäude zum Erhalten einer Gefriergemeinschaft.<ref>Die Gefriergemeinschaft in Wallau lebt und hat freie Plätze. 11. September 2024, abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref>
Vereine
- Backhausgemeinschaft Hinterland, die am Weifenbacher Weg eins der ehemals zwei genossenschaftlich erbauten und unterhaltenen Wallauer Backhäuser betreibt<ref>Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Band 1. Gemeinde Wallau, Wallau 1936, S. 111. (Online auf der Website des Hinterländer Backhauses.)</ref>
- Burschenschaft Eintracht 1895, organisiert u. a. jährlich eine Kirmes<ref>Website der Burschenschaft Eintracht 1895</ref>
- CVJM Wallau, 1910 gegründeter Ableger des christlichen CVJM mit ca. 100 Mitgliedern<ref>Über uns auf der Website des CVJM Wallau.</ref>
- Fischereiverein Surbach e. V.<ref>Website des Fischereivereins Surbach e. V.</ref> – Der 1975 gegründete Verein betreibt eine 1987–1988 künstlich angelegte Fischteichanlage an der B 253,<ref>Geographische Lage des Fischteichs: 50° 55′ 37,5″ N, 8° 29′ 47,9″ O
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|name=Fischteichanlage des Fischereiverein Surbach e. V.
|region=DE-HE
|type=landmark
}}</ref> gelegen „Auf der dürren Wiese“ neben dem Klärwerk. Der Fischteich wird nach dem Verein auch „Surbachsee“ genannt.<ref>Chronik des Fischereivereins. Fischereiverein Surbach e. V., abgerufen am 20. November 2014.</ref>
- Freiwillige Feuerwehr Wallau, gegründet am 15. März 1933
- FV 1913, ein 1913 gegründeter Sportverein mit heute 650 Mitgliedern und den Abteilungen Fußball, Leichtathletik und Tennis<ref>Website des FV 1913 e. V.</ref>
- Heimatmuseum Wallau, stellt die Dorfgeschichte zwischen Tradition und Fortschritt dar, häufig mit Sonderausstellungen<ref>Website des Heimatmuseums auf der Homepage vom Museumsverband des Landkreises Marburg-Biedenkopf e. V.</ref>
- Obst- und Gartenbauverein Wallau/Lahn, ein 1906 gegründeter Verein für Gartenbau<ref>Geschichte des Obst- und Gartenbauvereins auf der Vereinswebsite.</ref>
- TV 04 Wallau, ein 1904 gegründeter Turnverein<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf der Vereinswebsite</ref> - Verkehrs- und Gewerbeverein Wallau, ein 1965 von Wallauer Geschäftsleuten gegründeter Gewerbeverein<ref>Geschichte des Verkehrs- und Gewerbevereins Wallaus auf der Vereinswebsite</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen
Überregionale Bekanntheit erreichen seit vielen Jahren die Wallauer Modell- und Maschinenbaufirmen mit hohem Exportanteil wie beispielsweise Müller Modell- und Formenbau GmbH & Co. KG, gegründet durch Georg Müller 1922.
Verkehr
Straßenverkehr
Seit dem Bau einer Ortsumgehung Anfang der 2000er-Jahre führt durch den Ort lediglich die Kreisstraße 103. Die ehemalig durch den Ort verlaufenden Bundesstraßen 62 und 253 kreuzen sich heute auf einer Brücke am südlichen Ortsende (sogenanntes „Wallauer T“).
Öffentliche Verkehrsmittel
Wallau verfügt mit dem Bahnhof Wallau (Lahn) über einen Bahnanschluss. Dieser liegt am 1883 eröffneten Abschnitt der Oberen Lahntalbahn. Mit der Einbindung der Scheldetalbahn im Jahre 1911 wurde die Station zum Trennungsbahnhof und entwickelte sich zum bedeutendsten und wichtigsten Bahnhof im Hessischen Hinterland.
Im Jahr 1987 wurde der Personenverkehr auf der Scheldetalbahn eingestellt, seitdem dienen nur noch einige Teilstücke der Scheldetalbahn dem Güterverkehr. Von den ursprünglich drei Bahnsteiggleisen ist nur noch eines<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> vorhanden. Das 1944 bei einem Luftangriff beschädigte Empfangsgebäude wurde in den 1950er Jahren durch einen partiellen Neubau<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (abgerufen am 6. Juli 2011)</ref> ersetzt. Im Jahr 2010 wurde das Empfangsgebäude abgerissen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Ende des Wallauer Bahnhofs – 01.10.2010 ( vom 21. Dezember 2010 im Internet Archive) Das Ende des Wallauer Bahnhofs (abgerufen am 7. Juli 2011)</ref>
Heute wird der Haltepunkt Wallau (Lahn) montags bis samstags im Stundentakt nach Marburg und Bad Laasphe bedient. Alle zwei Stunden sind die Züge über Bad Laasphe hinaus nach Erndtebrück durchgebunden, dort besteht Anschluss an die Rothaarbahn nach Bad Berleburg und nach Siegen. An Sonn- und Feiertagen findet ganztägig ein Zwei-Stunden-Takt auf der gesamten Strecke von Erndtebrück nach Marburg statt.
Der Ort ist durch folgende Buslinien über die Haltestellen Bahnhof, Bahnhofstraße, Auf der Spitze und Gasthaus Kroh an das ÖPNV-Netz des RMV angebunden:
- 481: Wallau–Biedenkopf–Lahntal–Marburg (und zurück)
- 491: Dillenburg–Niedereisenhausen–Biedenkopf (und zurück)
- X41: Dillenburg–Eschenburg–Biedenkopf (und zurück) (Expressbus)
- MR-51: Biedenkopf–Niedereisenhausen–Friedensdorf–Biedenkopf
- MR-52: Biedenkopf–Friedensdorf–Niedereisenhausen-Biedenkopf
Persönlichkeiten
- Carl Theodor Schenck (1798–1871), Jurist und nassauischer Amtmann
- Der in Wallau geborene Beamte Friedrich Ludwig Johann Schaaf (1806–1869) war Kreisrat im Großherzogtum Hessen.
- Die Eltern von Fritz Henkel (1848–1930), dem Gründer des Düsseldorfer Henkel-Konzerns, stammten aus Wallau; er selbst wurde in Vöhl (Kreis Waldeck-Frankenberg) geboren und wuchs dort auch auf. Nach ihm wurde die Fritz-Henkel-Straße (Hauptstraße des Ortes) sowie die örtliche Veranstaltungshalle benannt (Fritz-Henkel-Halle).
- Dessen Enkel Konrad Henkel (1915–1999) wurde 1990 zum Ehrenbürger der Gemeinde Wallau ernannt.<ref>Trauer um Dr. Konrad Henkel, Pressemitteilung der Henkel-Unternehmenskommunikation vom 25. April 1999</ref>
- Elsa Blöcher (1900–1995) war eine deutsche Lehrerin, Historikerin und Buchautorin. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte sie sich in der Erforschung der Geschichte des Hessischen Hinterlandes.
- Der Filmregisseur Rudolf Thome (* 1939) ist in Wallau geboren und aufgewachsen.
- Der Historiker und Professor an der Universität Flensburg Gerhard Paul (* 1951) ist in Wallau aufgewachsen.
- In Wallau aufgewachsen ist auch die Liedermacherin Ulla Meinecke (* 1953).
- Der Rechtswissenschaftler Günter Christian Schwarz (1955–2005) wurde in Wallau geboren.
- Der Schlagersänger Matthias Carras (1964–2023) wuchs in Wallau auf.
Weblinks
- Stadtteil Wallau. In: Webauftritt der Stadt Biedenkopf.
- Wallau, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Wallau, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 13. Oktober 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 246 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 416 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 26 und 64, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Biedenkopf mit Ludwigshütte | Breidenstein | Dexbach | Eckelshausen | Engelbach | Katzenbach | Kombach | Wallau | Weifenbach
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Stadtteil von Biedenkopf
- Ort an der Lahn
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Marburg-Biedenkopf)
- Gemeindeauflösung 1974
- Ort im Landkreis Marburg-Biedenkopf