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Wallau (Lahn) – Wikipedia Zum Inhalt springen

Wallau (Lahn)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Surbachsee)
Wallau
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3294)&title=Wallau 50° 56′ N, 8° 28′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3294) 50° 55′ 43″ N, 8° 28′ 27″ O
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Höhe: 295 m ü. NHN
Fläche: 14,82 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 3294 (Mai 2011)<ref name="Z2011E" />
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35216
Vorwahl: 06461
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Wallau (bis zur Eingemeindung Wallau (Lahn), mundartlich Walle) ist ein Großdorf im Nordwesten des Hessischen Hinterlandes und als solches der nach der Kernstadt größte Stadtteil der Stadt Biedenkopf im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. An der Grenze zu Westfalen gelegen, ist Wallau im Verlauf der Lahn der erste Ort in Hessen und liegt in den südöstlichen Ausläufern des Rothaargebirges.

Geographie

Unmittelbar nördlich von Wallau liegen die südöstlichen Ausläufer des Rothaargebirges, hier Lützlergebirge genannt. Auf dieser Bergkette verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide. Südlich von Wallau beginnt das Gladenbacher Bergland, Teil davon ist das Schwarzenberg-Massiv, das unterhalb des Dorfes aufsteigt.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung unter dem Namen Walloha stammt aus dem Jahr 1289.<ref name="lagis" /> Das 725. Jubiläum dieser Erwähnung ist im Jahre 2014 gefeiert worden.<ref>725 Jahre Wallau/Lahn – Unsere Webseite zum Jubiläum. 725 Jahre Wallau/Lahn e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. November 2014; abgerufen am 20. November 2014.</ref> Der Ort wuchs aus dem Kern um die 1714 erbaute Kirche weit ins Lahntal hinein.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Wallau:

„Wallau (L. Bez. Battenberg) evangel. Pfarrdorf; liegt an der Lahn, 4 St. von Battenberg, und gehört dem Freiherrn von Breidenstein. Der Ort, der an der Chaussee, die von Giessen über Biedenkopf in das Preussische führt, liegt, hat 100 Häuser und 701 Einwohner, die außer 3 Katholiken evangelisch sind, so wie 1 Kirche, 1 Hof und 1 Papiermühle, die auch ein schönes velinartiges Papier liefert. In der Nähe befindet sich der Berg Buchholz, der 2495 Hess. (1919 Par.) Fuß über der Meeresfläche erhaben ist. – Das Dorf gehörte zum Kirchengebiete von Breidenbach. Im Jahr 1395 trugen Gerlach und Johann von Breidenbach einen Theil des Orts dem Landgrafen Hermann zu Lehen auf.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Juli 1974 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die Stadt Biedenkopf mit der Stadt Breidenstein, der bis dahin selbständigen Gemeinde Wallau (Lahn) und dem Ortsteil Katzenbach der Gemeinde Buchenau (Lahn) durch Landesgesetz zur erweiterten Stadt Biedenkopf zusammengeschlossen,<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 14 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> nachdem andere Pläne der Breidensteiner Gemeindevertreter zur Bildung einer erweiterten Stadt Breidenstein mit den Gemeinden Wallau, Weifenbach und Wiesenbach gescheitert waren.<ref name=":0">Trachtentanz-und Brauchtumsgruppe Stadt Breidenstein e. V. – Auszug aus der Geschichte der Stadt Breidenstein. Abgerufen am 12. Oktober 2021.</ref><ref>Ortsgeschichte. In: breidenstein-am-perfstausee.de. Abgerufen am 30. Januar 2022.</ref> Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Biedenkopf und Katzenbach wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF) § 3. In: Webauftritt. Stadt, abgerufen im Januar 2022.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Wallau angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Ortsname

Vor der Eingemeindung in die Stadt Biedenkopf hieß Wallau amtlich Wallau (Lahn) zur Unterscheidung von Wallau (Taunus). Neben der amtlichen existierten einige weitere Schreibweisen, wie Wallau/Lahn, kurz Wallau/L. oder lang Wallau an der Lahn. Die Schreibweisen mit Namenszusatz sind heute noch gelegentlich gebräuchlich.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Wallau 3294 Einwohner. Darunter waren 138 (4,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 561 Einwohner unter 18 Jahren, 1300 zwischen 18 und 49, 615 zwischen 50 und 64 und 819 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 1347 Haushalten. Davon waren 360 Singlehaushalte, 411 Paare ohne Kinder und 426 Paare mit Kindern, sowie 117 Alleinerziehende und 36 Wohngemeinschaften. In 342 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 789 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1577: 036 Hausgesesse
• 1630: 046 Hausgesesse (1 dreispännige, 13 zweispännige, 15 einspännige Ackerleute, 20 Einläuftige).
• 1677: 036 Männer, 4 Witwen, 9 Jungmannschaften, 21 ledige Mannschaften
• 1742: 083 Haushalte
• 1806: 609 Einwohner, 88 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 701 Einwohner, 100 Häuser<ref name="GW" />
Wallau: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2011
Jahr  Einwohner
1791
  
576
1800
  
582
1806
  
609
1829
  
701
1834
  
748
1840
  
773
1846
  
798
1852
  
880
1858
  
842
1864
  
891
1871
  
929
1875
  
1.011
1885
  
1.202
1895
  
1.291
1905
  
1.607
1910
  
1.733
1925
  
1.883
1939
  
2.315
1946
  
3.126
1950
  
3.165
1956
  
3.229
1961
  
3.424
1967
  
3.624
1971
  
3.658
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
3.294
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Biedenkopf: 1971; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1829: 0698 evangelische, 3 katholische Einwohner<ref name="GW" />
• 1885: 1189 evangelische, 7 katholische und 6 andere Christen
• 1961: 2803 evangelische (= 81,86 %), 444 katholische (= 12,97 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1867: Einwohner. Erwerbspersonen: 105 Landwirtschaft, 2 Forstwirtschaft, 30 Bergbau und Hüttenwesen, 23 Gewerbe und Industrie, 11 Verkehr, 3 Kirche und Gottesdienst, 4 Gemeindeverwaltung.<ref name="lagis" />
• 1961: Erwerbspersonen: 120 Land- und Forstwirtschaft, 316 Produzierendes Gewerbe, 191 Handel und Verkehr, 396 Dienstleistungen und Sonstiges.<ref name="lagis" />

Politik

Sitzverteilung im Ortsbeirat nach den Kommunalwahlen 2021<ref name="K21" />
   
Insgesamt 7 Sitze
  • UBL = Unabhängige Bürgerliche Liste

Ortsbeirat

Wallau verfügt als Ortsbezirk über einen Ortsbeirat, bestehend aus sieben Mitgliedern, dessen Vorsitzender ein Ortsvorsteher ist.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 47,73 %.<ref name="K21">Ortsbeiratswahl Wallau. In: Votemanager. Stadt Biedenkopf, abgerufen im Oktober 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Jörg Sperling (UBL) zum Ortsvorsteher.

Wappen

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Am 29. Oktober 1955 genehmigte der Hessische Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:

Wappen von Wallau
Wappen von Wallau
Blasonierung: „In Silber über grünem Dreiberg ein roter, schreitender Fuchs mit weißglühenden Augen.“<ref name="Wappen">Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Wallau, Landkreis Biedenkopf, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 29. Oktober 1955. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 46, S. 1137, Punkt 1185 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,2 MB]).</ref>
Wappenbegründung: Das Bild des Wappens von Wallau knüpft an ein Fabelwesen in Gestalt eines Fuchses mit übergroßen, weißen Augen („Heckelches Fuchs“) an, das in der örtlichen Sagenüberlieferung eine bedeutende Rolle spielt. Die grünen Berge symbolisieren die Lage Wallaus in einer waldreichen Gegend. Als Grundfarben wurden die Farben grün-weiß gewählt, die von den örtlichen Vereinen seit langem geführt werden.

Flagge

Am 29. Oktober 1955 genehmigte der Hessische Minister des Innern die Flagge mit folgender Beschreibung:

„In einem von grün und weiß geteilten Flaggenfeld das Wappen der Gemeinde Wallau, das in Silber über grünem Dreiberg einen roten, schreitenden Fuchs mit weißglühenden Augen zeigt.“<ref>Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Wallau, Landkreis Biedenkopf, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 29. Oktober 1955. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 46, S. 1137, Punkt 1185 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,2 MB]).</ref>

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Bauwerke

Datei:Kirche Wallau.jpg
Evangelische Kirche

Die Evangelische Kirche des Orts ist ein Kulturdenkmal, siehe Liste der Kulturdenkmäler in Wallau.

Bis 2006 wurde in Wallau ein Hallenbad betrieben, das vorsorglich geschlossen wurde, nachdem das Dach der Eislauf- und Schwimmhalle im bayerischen Bad Reichenhall eingestürzt war.<ref>VRM Mittelhessen GmbH & Co KG: Biedenkopf auf vergeblicher Partnersuche für Hallenbadbau. 11. Juli 2022, abgerufen am 11. Juli 2022.</ref> 2016 wurde das baufällige Gebäude endgültig abgerissen, nachdem länger um einen Erhalt gerungen wurde.<ref>Zieht bald wieder Kinderlachen ein? In: Oberhessische Presse. Abgerufen am 11. Juli 2022.</ref> Heute zeugt nur noch die Hallenbadstraße von diesem Bauwerk, an dessen Stelle inzwischen die Errichtung eines Freizeitgeländes als Generationenpark mit verschiedenen Spielmöglichkeiten vorgesehen ist.<ref>VRM Mittelhessen GmbH & Co KG: Für teure Neubauten gibt’s kaum Geld. 21. November 2018, abgerufen am 11. Juli 2022.</ref><ref>VRM Mittelhessen GmbH & Co KG: Auf Areal von Ex-Hallenbad in Wallau soll Freizeitgelände entstehen. 31. Oktober 2019, abgerufen am 11. Juli 2022.</ref>

Als einer der letzten Orte in Deutschland besitzt Wallau (Lahn) noch ein eigens errichtetes Gebäude zum Erhalten einer Gefriergemeinschaft.<ref>Die Gefriergemeinschaft in Wallau lebt und hat freie Plätze. 11. September 2024, abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref>

Vereine

  • Backhausgemeinschaft Hinterland, die am Weifenbacher Weg eins der ehemals zwei genossenschaftlich erbauten und unterhaltenen Wallauer Backhäuser betreibt<ref>Adolf Menges: Geschichte und Kulturkunde des Dorfes Wallau an der Lahn, Band 1. Gemeinde Wallau, Wallau 1936, S. 111. (Online auf der Website des Hinterländer Backhauses.)</ref>
  • Burschenschaft Eintracht 1895, organisiert u. a. jährlich eine Kirmes<ref>Website der Burschenschaft Eintracht 1895</ref>
  • CVJM Wallau, 1910 gegründeter Ableger des christlichen CVJM mit ca. 100 Mitgliedern<ref>Über uns auf der Website des CVJM Wallau.</ref>
  • Fischereiverein Surbach e. V.<ref>Website des Fischereivereins Surbach e. V.</ref> – Der 1975 gegründete Verein betreibt eine 1987–1988 künstlich angelegte Fischteichanlage an der B 253,<ref>Geographische Lage des Fischteichs: 50° 55′ 37,5″ N, 8° 29′ 47,9″ O
 {{#coordinates:50,927073|8,496625|
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   |name=Fischteichanlage des Fischereiverein Surbach e. V.
   |region=DE-HE
   |type=landmark
  }}</ref> gelegen „Auf der dürren Wiese“ neben dem Klärwerk. Der Fischteich wird nach dem Verein auch „Surbachsee“ genannt.<ref>Chronik des Fischereivereins. Fischereiverein Surbach e. V., abgerufen am 20. November 2014.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Überregionale Bekanntheit erreichen seit vielen Jahren die Wallauer Modell- und Maschinenbaufirmen mit hohem Exportanteil wie beispielsweise Müller Modell- und Formenbau GmbH & Co. KG, gegründet durch Georg Müller 1922.

Verkehr

Straßenverkehr

Seit dem Bau einer Ortsumgehung Anfang der 2000er-Jahre führt durch den Ort lediglich die Kreisstraße 103. Die ehemalig durch den Ort verlaufenden Bundesstraßen 62 und 253 kreuzen sich heute auf einer Brücke am südlichen Ortsende (sogenanntes „Wallauer T“).

Öffentliche Verkehrsmittel

Wallau verfügt mit dem Bahnhof Wallau (Lahn) über einen Bahnanschluss. Dieser liegt am 1883 eröffneten Abschnitt der Oberen Lahntalbahn. Mit der Einbindung der Scheldetalbahn im Jahre 1911 wurde die Station zum Trennungsbahnhof und entwickelte sich zum bedeutendsten und wichtigsten Bahnhof im Hessischen Hinterland.

Im Jahr 1987 wurde der Personenverkehr auf der Scheldetalbahn eingestellt, seitdem dienen nur noch einige Teilstücke der Scheldetalbahn dem Güterverkehr. Von den ursprünglich drei Bahnsteiggleisen ist nur noch eines<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> vorhanden. Das 1944 bei einem Luftangriff beschädigte Empfangsgebäude wurde in den 1950er Jahren durch einen partiellen Neubau<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (abgerufen am 6. Juli 2011)</ref> ersetzt. Im Jahr 2010 wurde das Empfangsgebäude abgerissen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Ende des Wallauer Bahnhofs – 01.10.2010 (Memento vom 21. Dezember 2010 im Internet Archive) Das Ende des Wallauer Bahnhofs (abgerufen am 7. Juli 2011)</ref> Heute wird der Haltepunkt Wallau (Lahn) montags bis samstags im Stundentakt nach Marburg und Bad Laasphe bedient. Alle zwei Stunden sind die Züge über Bad Laasphe hinaus nach Erndtebrück durchgebunden, dort besteht Anschluss an die Rothaarbahn nach Bad Berleburg und nach Siegen. An Sonn- und Feiertagen findet ganztägig ein Zwei-Stunden-Takt auf der gesamten Strecke von Erndtebrück nach Marburg statt.

Der Ort ist durch folgende Buslinien über die Haltestellen Bahnhof, Bahnhofstraße, Auf der Spitze und Gasthaus Kroh an das ÖPNV-Netz des RMV angebunden:

  • 481: Wallau–Biedenkopf–Lahntal–Marburg (und zurück)
  • 491: Dillenburg–Niedereisenhausen–Biedenkopf (und zurück)
  • X41: Dillenburg–Eschenburg–Biedenkopf (und zurück) (Expressbus)
  • MR-51: Biedenkopf–Niedereisenhausen–Friedensdorf–Biedenkopf
  • MR-52: Biedenkopf–Friedensdorf–Niedereisenhausen-Biedenkopf

Persönlichkeiten

  • Carl Theodor Schenck (1798–1871), Jurist und nassauischer Amtmann
  • Der in Wallau geborene Beamte Friedrich Ludwig Johann Schaaf (1806–1869) war Kreisrat im Großherzogtum Hessen.
  • Die Eltern von Fritz Henkel (1848–1930), dem Gründer des Düsseldorfer Henkel-Konzerns, stammten aus Wallau; er selbst wurde in Vöhl (Kreis Waldeck-Frankenberg) geboren und wuchs dort auch auf. Nach ihm wurde die Fritz-Henkel-Straße (Hauptstraße des Ortes) sowie die örtliche Veranstaltungshalle benannt (Fritz-Henkel-Halle).
  • Dessen Enkel Konrad Henkel (1915–1999) wurde 1990 zum Ehrenbürger der Gemeinde Wallau ernannt.<ref>Trauer um Dr. Konrad Henkel, Pressemitteilung der Henkel-Unternehmenskommunikation vom 25. April 1999</ref>
  • Elsa Blöcher (1900–1995) war eine deutsche Lehrerin, Historikerin und Buchautorin. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte sie sich in der Erforschung der Geschichte des Hessischen Hinterlandes.
  • Der Filmregisseur Rudolf Thome (* 1939) ist in Wallau geboren und aufgewachsen.
  • Der Historiker und Professor an der Universität Flensburg Gerhard Paul (* 1951) ist in Wallau aufgewachsen.
  • In Wallau aufgewachsen ist auch die Liedermacherin Ulla Meinecke (* 1953).
  • Der Rechtswissenschaftler Günter Christian Schwarz (1955–2005) wurde in Wallau geboren.
  • Der Schlagersänger Matthias Carras (1964–2023) wuchs in Wallau auf.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Wallau, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 13. Oktober 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 246 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 416 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 26 und 64, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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