Sulim Bekmirsajewitsch Jamadajew
Sulim Bekmirsajewitsch Jamadajew ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1973 in Benoi, Tschetscheno-Inguschetien; † 30. März 2009 in Dubai) war ein russisch-tschetschenischer Freischärlerführer und Offizier.
Leben
Sulim Jamadajew kämpfte im Ersten Tschetschenienkrieg auf der Seite der tschetschenischen Separatisten gegen Russland. Der Familien-Clan kontrollierte nach diesem Krieg die Stadt Gudermes. Gemeinsam mit seinen Brüdern wechselte er im Zweiten Tschetschenienkrieg die Seiten. Nachdem streng-islamische Gruppen in Tschetschenien an Einfluss gewonnen hatten, wandte sich Achmat Kadyrow 1999 mit seinen Feldkommandeuren, den Jamadajew-Brüdern, von den Separatisten ab und der russischen Seite zu.<ref>Wer ist Achmad-Hadschi Kadyrow?, russlandonline.ru vom 23. Oktober 2003</ref> Die Brüder, vor allem Sulim Jamadajew, organisierten die kampflose Kapitulation von Gudermes. Nach dem Ende der Kämpfe wurde Sulims Bruder Ruslan (1961–2008) Mitglied der Duma und als „Held der Russischen Föderation“ ausgezeichnet. Sulim selbst wurde schließlich 2002 zum stellvertretenden Militärkommandanten von Grosny im Range eines Generalmajors ernannt.<ref>RIA Novosti vom 24. September 2008</ref>
Ab 2004 wurde Sulims Einheit unter dem Namen „Wostok“ („Ost“) offiziell den russischen Sicherheitskräften zugeordnet<ref>Tschetschenische Soldaten für Russland im Libanon, russlandonline.ru vom 6. Oktober 2006</ref> und dem russischen GRU unterstellt. Der Einheit werden Menschenrechtsverletzungen während und nach dem Tschetschenienkrieg vorgeworfen. Insbesondere sollen Teile von „Wostok“ im Dorf Borosdinowskaja am 4. Juni 2005 eine brutale „Säuberungsaktion“ durchgeführt haben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ulrich Heyden, Das Wostok-Verfahren, Eurasisches Magazin vom 30. August 2005 ( vom 5. April 2009 im Internet Archive)</ref>
Im Frühjahr 2008 kam es dann zum offenen Machtkampf zwischen dem Jamadajew-Clan und dem Clan des Präsidenten Tschetscheniens Ramsan Kadyrow. Der Konflikt wurde unter anderem mit Waffengewalt ausgetragen. Kadyrow warb schließlich einen Teil der Truppen Sulim Jamadajews ab.<ref>Kadyrows größter Widersacher in Moskau erschossen, Russland-Aktuell vom 24. September 2008</ref> Im August 2008 wurde Sulim Jamadajew aus der Armee entlassen.<ref>Bernhard Clasen, Der tschetschenische Trophäenjäger, taz Online vom 22. August 2008.</ref>
Am 29. März 2009 wurde in Dubai ein Attentat auf Jamadajew verübt, an dessen Folgen er am nächsten Tag starb.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rian.ru-Meldung vom Tod Jamadajews ( vom 4. April 2009 im Internet Archive)</ref><ref name="nzz-sbj1">Neue Zürcher Zeitung zur Ermordung von Jamadajew (eingesehen am 2. April 2009)</ref>
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jamadajew, Sulim Bekmirsajewitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Ямадаев, Сулим Бекмирзаевич (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russisch-tschetschenischer Freischärlerführer und Offizier |
| GEBURTSDATUM | 1973 |
| GEBURTSORT | Benoi, Tschetscheno-Inguschetien, RSFSR, Sowjetunion |
| STERBEDATUM | 30. März 2009 |
| STERBEORT | Dubai |
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