Sulawesi-Kröte
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| Sulawesi-Kröte | ||||||||||||
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| Datei:Ingerophrynus celebensis.jpeg
Sulawesi-Kröte (Ingerophrynus celebensis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ingerophrynus celebensis | ||||||||||||
| (Günther, 1859) |
Die Sulawesi-Kröte (Ingerophrynus celebensis, Syn.: Bufo celebensis) ist ein tropischer Froschlurch aus der Kröten-Gattung bzw. Klade Ingerophrynus.<ref name="frost" />
Merkmale
Weibliche Sulawesi-Kröten erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 67 bis 80 Millimetern und ein Gewicht von 30 bis 42 Gramm. Männchen sind mit 48–59 Millimetern deutlich kleiner und entsprechend mit 10–19 Gramm auch viel leichter. Wie bei vielen anderen landlebenden Arten dieser Familie sind die Schwimmhäute nur mäßig ausgebildet, das heißt, das letzte Glied der längsten Zehe ist frei. Haftscheiben an den Fingerenden fehlen.<ref name="glsi" />
Verbreitung und Lebensraum
Die Sulawesi-Kröte ist in Indonesien endemisch. Im Einzelnen werden die große Insel Sulawesi (Celebes) und einige kleinere vorgelagerte Inseln namens Muna, Buton und Banggai besiedelt.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN.</ref> Ihre Habitate sind feuchte Niederungen in Wäldern, an Flüssen, Süßwasserseen, der Süßwassermarsch, Kulturboden, Weiden, Plantagen und auch das urbane Umfeld.
Lebensweise
Die Sulawesi-Kröte ist hauptsächlich landbewohnend. Der Laich wird in Gewässern abgelegt, wobei er in Form von Schnüren unter der Wasseroberfläche um Gehölz oder Wurzeln gewickelt wird.<ref name="glsi" />
Findet die Sulawesi-Kröte bei der Nahrungssuche die Gelbe Spinnerameise (Anoplolepis gracilipes), ernährt sie sich hauptsächlich von ihr. Dies ist bemerkenswert, weil die Gelbe Spinnerameise Ende der 1970er Jahre als Neozoon in die Tropen eingeschleppt wurde und sich mit Hilfe ihrer Ameisensäure sogar gegen deutlich größere Tiere wehren kann. Normalerweise gilt, dass eingeschleppte Arten insbesondere auf Inseln keine natürlichen Feinde haben und stattdessen eine Bedrohung für das ökologische Gleichgewicht darstellen. Durch ihr Fraßverhalten nehmen die Kröten positiven Einfluss auf die Population der einheimischen Ameisenarten und damit indirekt eventuell auch auf die Kontrolle von Krankheiten unter den Kakaopflanzen.<ref>Bernd Ebeling, Pressestelle der Georg-August-Universität Göttingen: Überraschende Entdeckung: Kröten könnten Kakaoernte in Indonesien sichern, in: Informationsdienst Wissenschaft vom 16. September 2010, abgerufen am 20. September 2010</ref>
Literatur
- Thomas C. Wanger et al.: Endemic predators, invasive prey and native diversity. Proceedings of the Royal Society – Biological Sciences. doi:10.1098/rspb.2010.1512.
Einzelnachweise
<references> <ref name="glsi"> </ref> <ref name="frost"> Darrel R. Frost: Ingerophrynus celebensis (Günther, 1859). In: Amphibian Species of the World: an Online Reference. Version 5.4. American Museum of Natural History, New York April 2010 (amnh.org). </ref> </references>
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Djoko Iskandar, Mumpuni, 2004. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.