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Sudetenländische Bergbau AG

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Die Sudetenländische Bergbau AG, kurz SUBAG war eine Braunkohlen-Bergwerksgesellschaft im Reichsgau Sudetenland. Eigentümer der Gesellschaft war der deutsche Staatskonzern Reichswerke Hermann Göring. Der Firmensitz war in Brüx.

Geschichte

Gegründet wurde die Gesellschaft am 10. Juni 1939. Sie übernahm unter dem Generaldirektor Hanns Nathow ab 1940 die im Staatsbesitz befindlichen Braunkohlenwerke im Nordböhmischen Becken bei Brüx, Dux und Teplitz-Schönau. Mit Gründung des Unternehmens erfolgte eine Umstellung auf neue Abbauverfahren in den Bergwerken des Unternehmens. Insbesondere wurden Tagebaue erweitert und neu erschlossen.<ref>Reichswirtschaftsministerium (Hrsg.): Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Deutschen Reich. Bände 88–89. Wilhelm Ernst & Sohn, 1941, S. 109.</ref><ref>Max Türp: Die Entwicklung des Kohlenbergbaues im Braunkohlenrevier Teplitz-Brüx-Komotau. Lerche, 1975, S. 82.</ref>

Zum 30. Dezember 1940 wurde die Bergwerke und Grubenfelder der Brucher Kohlenwerke AG infolge „Arisierung“ aus dem Besitz der jüdischen Industriellen-Familie Weinmann übernommen.<ref>Raul Hilberg: Die Vernichtung der europäischen Juden, Band 1, Fischer Verlag 1982, ISBN 3-596-24417-X, S. 106ff</ref>

Ein hundertprozentiges Tochterunternehmen waren die Sudetenländischen Treibstoffwerke (SUTAG) in Maltheuern (heute Záluží), die ab 1942 im Bergius-Pier-Verfahren die Produktion synthetischer Kraftstoffe aus Braunkohle aufnahm. Das Werk wurde vollständig mit staatlichen Mitteln in Höhe von 250 Millionen RM finanziert und zählte mit einem Durchsatz von 600.000 Jahrestonnen bis 1945 zu den größten Hydrierwerken im deutschen Einflussbereich.<ref>Rüdiger Vom Bruch, Brigitte Kaderas: Wissenschaften und Wissenschaftspolitik. Franz Steiner Verlag, 2002, Seite 58, Fußnote 23.</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Gesellschaft in das Eigentum der wieder gegründeten Tschechoslowakei. Am 15. August 1945 erhielt das Unternehmen den neuen tschechischen Firmennamen Severočeské hnědouhelné doly (Nordböhmische Braunkohlenwerke). Per Dekret Nr. 100/45 des tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš vom 24. Oktober 1945 wurde die Gesellschaft am 1. Januar 1946 nationalisiert und firmiert seitdem als Severočeské hnědouhelné doly Most (SHD)<ref>Beneš-Dekret Nr. 100/45</ref>.

Bergwerke

Im Jahr 1942 betrieb das Unternehmen folgende Braunkohlenwerke<ref>Bergwerksverzeichnis des Oberbergamtes Freiberg 1941/42 - Stand: Juli 1942</ref>:

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>