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Stillleben mit Krug und Birnen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Stillleben mit Krug und Birnen (unbekannter Künstler des 19. Jahrhunderts)
Stillleben mit Krug und Birnen
unbekannter Künstler des 19. Jahrhunderts, 1881
Öl auf Leinwand
44.5 × 57.5 cm
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Stillleben mit Krug und Birnen (teilweise auch als „Stillleben mit Bierkrug und Obst“ benannt) ist ein Gemälde eines unbekannten Künstlers des 19. Jahrhunderts<ref name="WZ20101014">Zwei Van Gogh-Bilder sind nicht echt Westdeutsche Zeitung (online) vom 14. Oktober 2010.</ref>, das jahrzehntelang dem niederländischen Maler Vincent van Gogh (1853–1890) zugeschrieben wurde.<ref name="WZ20101015">Viel Wirbel um falsche Van Gogh-Bilder in Wuppertal Westdeutsche Zeitung (online) vom 15. Oktober 2010.</ref> Es ist datiert auf 1881 und zählte damit ursprünglich zu den frühen Werken van Goghs.

Das Gemälde misst 44,5 × 57,5 cm und ist mit Ölfarben auf Leinwand gemalt. Es ist im Besitz des Von der Heydt-Museums in Wuppertal. Ursprünglich stammt es aus der Sammlung des Bankiers Eduard von der Heydt und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Stadt geschenkt.<ref name="WZ20101014" />

Beschreibung

Das Bild zeigt ein Stillleben mit einem Bierkrug um den Obst gruppiert ist. Der Maler gebrauchte für sein Bild düstere Farben. Schwarze und braune Farbtöne bestimmen das Gesamtbild. Auffallend sind die unscharfen Konturen, die man gut bei den Birnen sieht.

Die Echtheit des Gemäldes

Die Echtheit des Gemäldes und eines weiteren Bildes van Goghs wurde schon 1987 bei einer Ausstellung bezweifelt.<ref name="WZ20101015" /><ref>Kunst: Van Gogh – echt oder falsch? Westdeutsche Zeitung (online) vom 28. März 2007.</ref>

Im Mai 2008 wurde auf Veranlassung des Museumsleiters Gerhard Finckh<ref name="WZ20101014" /> dieses und das Gemälde Stillleben mit Kaffeetopf und Blumen zur Begutachtung den Experten am Forschungsinstitut des Van Gogh-Museums in Amsterdam überlassen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden im Oktober 2010 der Presse vorgestellt. So wurden bei der Begutachtung unter anderem Röntgen- und Pigmentuntersuchungen veranlasst, auch die Maltechnik und auch die verwendeten Materialien wurden untersucht. Das Fazit der Experten lautete, dass beide Gemälde nicht das Werk van Goghs sind.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Von der Heydt-Museum lässt Gemälde prüfen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wuppertal.de Pressemeldung der Stadt Wuppertal vom 27. Oktober 2010.</ref>

Das Gemälde verbleibt aber weiterhin im Depot des Von der Heydt-Museums, über den finanziellen Wertverlust wurde gegenüber der Presse keine Angabe gemacht.<ref name="WZ20101014" />

Literatur

  • Jacob Baart de la Faille; Jan Gerrit van Gelder; A.M. Hammacher: The works of Vincent van Gogh: His paintings and drawings. Meulenhoff International, Amsterdam 1970. [Werknummer: F 1a]
  • Jan Hulsker: The complete Van Gogh: Paintings, drawings, sketches. Abrams, New York 1980. [Werknummer: JH 82]

Einzelnachweise

<references />