Steve Perry (Sänger)
Stephen Ray „Steve“ Perry (* 22. Januar 1949 in Hanford, Kalifornien)<ref>Steve Perry Biography, Yahoo! Music, abgerufen am 7. November 2011</ref> ist ein US-amerikanischer Sänger mit portugiesischen Wurzeln, der auch unter dem Namen „The Voice“ bekannt ist. Er komponierte auch Filmmusik.
Leben
Perry wuchs in einem musikalischen Umfeld auf, da sein Vater Ray Pereira (der seinen Nachnamen später in Perry änderte) selbst Sänger war. Im Alter von zehn Jahren hörte er das Lied Cupid von Sam Cooke im Autoradio seiner Mutter; dies inspirierte ihn dazu, ebenfalls Sänger zu werden.<ref name="rollingstone"/> In einem Interview 2018 erklärte er: „People don’t become performers because they don’t have needs. Singing, though it can be very lovely, is essentially a primal scream. And I was screaming pretty loudly – and quite big. Things happened to me as a child that I still can’t talk about – nothing to do with my parents, but things did happen. It happened to a lot of kids, as I find out.“ (in Deutsch: „Menschen werden nicht zu Künstlern, weil sie keine Bedürfnisse haben. Singen kann zwar sehr schön sein, ist aber im Grunde genommen ein Urschrei. Und ich habe ziemlich laut geschrien – und ziemlich viel. Als Kind sind mir Dinge widerfahren, über die ich immer noch nicht sprechen kann – das hat nichts mit meinen Eltern zu tun, aber es ist nun einmal passiert. Wie ich herausgefunden habe, ist das vielen Kindern so gegangen.“)<ref>Kate Mossman: Steve Perry of Journey: Things happened to me as a child. There was nowhere to talk it out, so I sang it out instead. In: newstatesman.com. 26. September 2018, abgerufen am 7. März 2026.</ref>
Seinen Durchbruch schaffte er Ende der 1970er Jahre als Sänger der Band Journey. Mit seiner Stimme und seiner Ausdruckskraft ging er mit der Band auf insgesamt sechs Welttourneen. 1984 veröffentlichte er unter dem Titel Street Talk sein Debütalbum als Solokünstler. Die erste Singleauskopplung Oh Sherrie, die er für seine damalige Freundin Sherrie Swafford schrieb, erreichte in den Billboard-Charts im Juni 1984 Platz 3. Es folgten drei weitere Singles, die sich alle in den Billboard-Charts platzieren konnten. 1985 war er als Mitglied von USA for Africa an der Entstehung der Single We Are the World beteiligt. Er verließ Journey im März 1987.
1988 nahm er erneut eigenes Material auf. Das fertige Album Against the Wall blieb aber zunächst unveröffentlicht. Nach einer längeren Pause begann Perry mit den Arbeiten an seinem nächsten Album For the Love of Strange Medicine, das nach mehreren Verzögerungen 1994 erschien. Mit diesem Album ging er Ende 1994 bis Anfang 1995 in Amerika auf Solotournee.
1991 gab es eine eintägige Wiedervereinigung mit seinen ehemaligen Bandkollegen; er spielte zusammen mit Cain und Schon auf dem Bill Graham Memorial Concert<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Mai 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Bill Graham Memorial: Laughter, Love and Music, abgerufen am 28. April 2012</ref>. Dies war die letzte Livedarbietung der (wenn auch nur teilweise aufgetretenen) Erfolgsbesetzung.
1996 kam es dann zur scheinbar endgültigen Reunion von Journey. Sie nahmen Trial by Fire auf, jedoch gab es (zum ersten Mal seit 1981), bedingt durch einen Sturz auf Hawaii und die dadurch entstandenen Hüftprobleme Perrys, keine Support-Tour für das Album. Perry stieg im Mai 1998 erneut bei Journey aus. Im selben Jahr wurde die Kompilation Greatest Hits + Five Unreleased veröffentlicht, auf der auch fünf unveröffentlichte Lieder der Against-the-Wall–Sessions enthalten sind. Im selben Jahr komponierte er noch zwei Lieder für den Film Quest of Camelot. Perry beteiligte sich maßgeblich an der Produktion der DVDs Greatest Hits (2003) und Live in Houston 1981 (2006) seiner früheren Band Journey, die 2005 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erhielt und 2017 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde.<ref>DJ Digitale Medien GmbH.: "Rock'n'Roll Hall of Fame" : Diese Musiker werden 2017 aufgenommen. In: Heute. (archive.org [abgerufen am 13. März 2017]).</ref>
Im Musikmagazin Rolling Stone belegt Perry Platz 76 in der Liste der 100 größten Sänger aller Zeiten.<ref name="rollingstone">Greatest Singers of All Time, Rolling Stone, abgerufen am 7. November 2011</ref> Allmusic meint zu Perry: „Wenn man einen Sänger auswählen müsste, der sich mit dem Arena Rock der 80er am besten identifizieren lässt, wäre es ohne Zweifel Journeys Steve Perry.“<ref>[1], „If only one singer could be selected as the most identifiable with '80s arena rock, it would have to be Journey's Steve Perry.“, Allmusic, abgerufen am 7. November 2011</ref>
Nachdem Perry sich nach seinem endgültigen Ausstieg bei Journey völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, kamen 2014 erneut Gerüchte über eine Wiedervereinigung auf. Diese wurden jedoch dementiert. Perry und Schon würden angeblich außerhalb von Journey zusammenarbeiten wollen. Am 25. Mai 2014 kam es zu einer Bühnenrückkehr Perrys, als er bei einem Konzert der Band Eels in Saint Paul, Minnesota einen Gastauftritt hatte.<ref>https://www.blabbermouth.net/news/journey-singer-arnel-pineda-dismisses-rumors-he-wants-out-of-band/</ref><ref>https://www.blabbermouth.net/news/is-steve-perry-ready-to-rejoin-journey/</ref><ref>https://www.blabbermouth.net/news/journey-there-are-no-plans-for-reunion-with-steve-perry/</ref><ref>https://www.blabbermouth.net/news/former-journey-singer-steve-perry-performs-with-eels-in-minnesota-video-available/</ref> 2018 veröffentlichte Perry mit Traces ein neues Album.
Diskografie
Studioalben
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Kompilationen
- 1998: Greatest Hits + Five Unreleased
- 2009: Playlist: The Very Best of Steve Perry
- 2010: Oh Sherrie: The Best of Steve Perry
EPs
- 2019: Silver Bells
Singles
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Weitere Singles
- 1994: Young Hearts Forever
- 1994: Anyway
- 1995: Donna Please
- 1998: I Stand Alone
- 1998: When You’re in Love (For the First Time)
- 2018: No Erasin
- 2018: No More Cryin’
- 2018: We’re Still Here
- 2019: Sun Shines Gray
- 2019: Silver Bells
Auszeichnungen für Musikverkäufe
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Platin-Schallplatte
3× Platin-Schallplatte
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Quellen
<references />
Weblinks
- Literatur von und über Steve Perry im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Vorlage:IMDb/1
- Steve Perry bei Discogs
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Perry, Steve |
| ALTERNATIVNAMEN | Perry, Stephen Ray (vollständiger Name); The Voice (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Sänger |
| GEBURTSDATUM | 22. Januar 1949 |
| GEBURTSORT | Hanford, Kalifornien |