Zum Inhalt springen

Stellmacherhaus (Zgorzelec)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Stellmacherhaus
(poln.: Dom Kołodzieja)
Datei:Zgorzelec Dom Kolodzieja.jpg
colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Daten
Ort Zgorzelec
Baujahr 1822
Koordinaten 51° 9′ 41,3″ N, 15° 1′ 38,4″ OKoordinaten: 51° 9′ 41,3″ N, 15° 1′ 38,4″ O
 {{#coordinates:51,161476|15,027341|primary
dim=250 globe= name=Stellmacherhaus
(poln.: Dom Kołodzieja)
region=PL-02 type=building
  }}
colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Besonderheiten
2005 Umsetzung nach Zgorzelec

Das Stellmacherhaus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) bzw. Zagroda Kołodzieja) ist ein Oberlausitzer Umgebindehaus in Polen aus dem Jahr 1822, das 2005 von seinem bisherigen Standort in Wigancice Żytawskie (deutsch: Weigsdorf) in der Nähe von Bogatynia nach Zgorzelec umgesetzt wurde.<ref name="geschichte">zagrodakolodzieja.pl: Geschichte. Abgerufen am 30. Mai 2012.</ref> Heute befindet sich das Haus am Stadtrand nördlich des Gewerbegebietes von Zgorzelec an den Aleje Lipowe, einer Seitenstraße der Droga krajowa 30.

Das Haus wurde 1822 im sächsischen Teil von Weigsdorf errichtet. Zwischen 1851 und 1947 bewohnte das Haus die Stellmacherfamilie Stephan.<ref name="sz">Katrin Schröder: Stellmacherhaus wird mit Leben erfüllt. In: Sächsische Zeitung. 22. Dezember 2006 (online [abgerufen am 6. Februar 2012]).</ref> Nach deren Flucht lebten in dem Haus fünf verschiedene Familien, die alle an Gedenktafeln im Flur des Hauses verewigt sind. Im Jahr 2000 wurde das Haus vom Braunkohletagebau Turów an Elżbieta Lech-Gotthardt übergeben. Das Haus wurde 2005 binnen drei Tagen abgebaut, dabei wurde es in 520 Einzelteile zerlegt. Von den 520 Einzelteilen mussten auf Grund des guten Zustandes des Lärchenholzes nur sechs Teile ersetzt werden. Auch die zahlreichen Stein- und geschmiedeten Eisenbauteile wurden wieder eingesetzt.<ref name="geschichte" /><ref>zagrodakolodzieja.pl: Translozierung. Abgerufen am 30. Mai 2012.</ref> Die Umsetzung kostete rund 250.000 Euro und wurde vom polnischen Kulturministerium gefördert.<ref name="sz" /> Für die Umsetzung des Hauses erhielt Elżbieta Lech-Gotthardt 2006 den Umgebindepreis. Das Haus blieb seit seiner Erbauung bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten und ist das einzige erhaltene Haus des ehemaligen Ortes Wigancice.<ref>umgebindeland.de: Stellmacherhaus in Zgorzelec (Polen). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. März 2016; abgerufen am 30. Mai 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.umgebindeland.de</ref> Auch der Stall und die Scheune sollen in den nächsten Jahren in Anlehnung an die Originalbauten entstehen.<ref name="sz" />

Das Haus ist ein Symbol für die Verflechtung der deutsch-polnischen Geschichte in der Region. Im Innern des Hauses ist heute eine Pension und Gaststätte untergebracht. Die Gasträume befinden sich unter anderem in der einstigen Stellmacherwerkstatt und in der Blockstube. In den Räumlichkeiten wird an die Historie des Hauses und des ehemaligen Ortes Wigancice, dessen Bewohner im Jahr 2000 ausgesiedelt wurden, um die Dorfflur als Haldensturz für den Braunkohletagebau Turów zu nutzen.<ref>zagrodakolodzieja.pl: Herzlich Willkommen im Land der Umgebindehäuser! Abgerufen am 30. Mai 2012.</ref>

Man kann das Gebäude jährlich am letzten Maiwochenende im Rahmen des Tags des offenen Umgebindehauses, der in Deutschland, Polen und Tschechien stattfindet, besichtigen.<ref>zagrodakolodzieja.pl: Besichtigung des Objektes. Abgerufen am 30. Mai 2012.</ref>

Weblinks

Commons: Stellmacherhaus (Zgorzelec) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />