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Steinbach bei Geroldsgrün

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Steinbach bei Geroldsgrün
Gemeinde Geroldsgrün
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(387)&title=Steinbach+bei+Geroldsgr%C3%BCn 50° 21′ N, 11° 36′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(387) 50° 21′ 7″ N, 11° 35′ 38″ O
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Höhe: 651 m ü. NHN
Einwohner: 387 (Sep. 2020)<ref name="Einwohner">Zahlen und Fakten – Gemeinde Geroldsgrün. Abgerufen am 4. Februar 2023.</ref>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 95179
Vorwahl: 09288
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Datei:Steinbach (Geroldsgrün), Johanneskirche (14).jpg
Johanneskirche

Steinbach bei Geroldsgrün (amtlich: Steinbach b.Geroldsgrün) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geroldsgrün im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Steinbach hat eine Fläche von 4,300 km². Sie ist in 1022 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4207,92 m² haben.<ref>Gemarkung Steinbach b.Geroldsgrün (091853). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 2. Mai 2025.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Untersteinbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Mai 2025.</ref> Die Einöde Frankenhof zählt zum Gemeindeteil Steinbach.

Geografie

Das Kirchdorf liegt am Dorfbach und ist eingebettet in eine hügelige Landschaft, zwischen dem Hagenbühl im Südosten und dem Langesbühl im Nordwesten. Die Kreisstraße HO 29 führt nach Langenbach (2,2 km nördlich). Die Kreisstraße HO 31 führt nach Bad Steben zur Staatsstraße 2196 (3,8 km nordöstlich) bzw. nach Oberhammer zur Staatsstraße 2198 (1,3 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Großenreuth (1,5 km westlich) und nach Hirschberglein (1,5 km südöstlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref>

Geschichte

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Steinbach aus 53 Anwesen (13 Halbhöfe, 4 Viertelhöfe, 13 Gütlein, 10 Tropfhäuser, 13 halbe Tropfhäuser) und einer Wehrzollstätte. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Kasten- und Richteramt Lichtenberg. Das bayreuthische Kastenamt Thierbach war Grundherr sämtlicher Anwesen.<ref name="Kö308">M. Körner: Naila, S. 308.</ref>

1791 fiel das Amt Lichtenberg an das Königreich Preußen. Von 1797 bis 1807 gehörte der Ort zum preußischen Justiz- und Kammeramt Naila. Danach stand es unter französischer Besatzung, 1810 wurde es dem Königreich Bayern einverleibt. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Steinbach gebildet.<ref name="OV 1820"/> Zu diesem gehörten Bayreuther Schneidmühle, Dürrenwaid, Dürrenwaiderhammer, Großenreuth, Grund, Heinersberg, Hermesgrün, Krögelsmühle, Langenbach, Mühlleithen, Neumühle, Schnappenmühle, Stoffelsmühle und Untersteinbach. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Steinbach, zu der Untersteinbach gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg. 1837 wurde Steinbach dem Landgericht Nordhalben und dem Rentamt Rothenkirchen (1919 in Finanzamt Rothenkirchen umbenannt) zugeordnet. Von 1862 bis 1880 und von 1888 bis 1931 wurde Steinbach vom Bezirksamt Teuschnitz verwaltet, von 1880 bis 1888 und ab 1931 vom Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Nordhalben (1880 in Amtsgericht Nordhalben umbenannt), von 1929 bis 1972 war das Amtsgericht Naila zuständig, seit 1972 ist es das Amtsgericht Hof. Die Finanzverwaltung wurde 1931 vom Finanzamt Lichtenberg übernommen, seit 1955 ist das Finanzamt Naila zuständig. 1964 hatte die Gemeinde eine Fläche von 4,300 km².<ref name="OV 1961" /> Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Steinbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geroldsgrün eingegliedert.<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982></ref><ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 93, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 6). </ref><ref>Geroldsgrün > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 2. Mai 2025.</ref>

Ehemaliges Baudenkmal

  • Evangelisch-lutherische Filialkirche St. Johannes, 1955/56 nach Entwurf von Rudolf Claasen (Coburg) errichtet.<ref>K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 71. Denkmalschutz aufgehoben.</ref>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Steinbach

Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 385 519 555 568 576 595 607 605 626 578 537 518 509 556 620 643 629 600 591 704 744 715 655 682
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 81 79 74 77 102 126 136
Quelle <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> <ref name="HGV1">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 158, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV1" /> <ref name="HGV1" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 954, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 150 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1128–1129, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1014 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1128 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV1" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1166 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV2">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 976 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV2" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 718 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 157 (Digitalisat).</ref>

Ort Steinbach

Jahr 001819 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002020
Einwohner 385 508 535 511 458 563 661 576 607 495 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *387
Häuser<ref name="Häuser" /> 68 66 91 112 120 163
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* 
inklusive Untersteinbach

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Geroldsgrün) gepfarrt.<ref name="Kö308"/><ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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