Steigfähigkeit
Steigfähigkeit eines Kraftfahrzeugs bezeichnet das Vermögen des Fahrzeugs, eine Steigung zu erklimmen.
Die Steigfähigkeit hängt von mehreren Faktoren ab:
- Motorleistung
- Getriebeübersetzung des Motors
- Antriebsart des Fahrzeugs
- Gewichtsverteilung, Schwerpunkt des Fahrzeugs
- Traktion der Reifen auf dem Untergrund
Die Steigfähigkeit wird entweder in Grad (Steigungswinkel) oder in Prozent (Steigung) angegeben. Dabei ist die Steigung der Tangens des Steigungswinkels. Es gilt:
- <math>\mbox{Steigung } s = \frac{\mbox{vertikale Strecke}}{\mbox{horrizontale Strecke}}=\tan(\alpha)</math>
bzw.:
- <math>\mbox{Steigungswinkel } \alpha = \arctan(s)</math>.
So entspricht eine Steigung <math>s=100\,\%</math> einem Steigungswinkel von 45°. Das bedeutet, bei jedem Meter in der Horizontalen geht es einen Meter nach oben. Die Wegstrecke beträgt dabei dann 1,41 m. Bei einer Steigung über 45° wird meist der Steigungswinkel angegeben, da er hier anschaulicher ist. Über kurze Strecken erreicht ein Unimog eine Steigfähigkeit von 47° / 110 %. Das ist dann auch die maximale Steigung, die von Standseilbahnen<ref>Die Standseilbahn Schwyz–Stoos erreicht 47,73°.</ref> und Zahnradbahnen<ref>Die Pilatusbahn erreicht 48°.</ref> erreicht werden. Allein in der Formula Off Road werden in der „Unlimited Class“ noch weit größere Steigungen bewältigt.
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Demonstration der Steigfähigkeit eines Mercedes-Benz G500 auf der IAA 2013
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Formula Off Road – Fahrzeug mit Schaufelrädern nach Bewältigung eines Steilhangs
Literatur
- Karl-Heinz Dietsche, Thomas Jäger, Robert Bosch GmbH: Kraftfahrtechnisches Taschenbuch. 25. Auflage, Friedr. Vieweg & Sohn Verlag, Wiesbaden, 2003, ISBN 3-528-23876-3
Anmerkungen
<references />