Zum Inhalt springen

Stationäre Wavelet-Transformation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die stationäre Wavelet-Transformation (SWT)<ref>James E. Fowler: The Redundant Discrete Wavelet Transform and Additive Noise, enthält einen Überblick über die verschiedenen Namen für diese Transformation.</ref> ist ein Wavelet-Transformationsalgorithmus, der die Verschiebungsvarianz der diskreten Wavelet-Transformation (DWT) beseitigen soll. Diese führt bei minimal verschobenen Signalen zu erheblich anderen Wavelet-Koeffizienten und nicht zu minimal verschobenen, aber ansonsten gleichen Koeffizienten.

Die stationäre Wavelet-Transformation stellt in der Signalanalyse bezüglich der Zeit- oder Ortsachse eine Alternative zur kontinuierlichen Wavelet-Transformation dar, ist aber skalendiskret.<ref name="Baeni">W. Bäni: Wavelets: Eine Einführung für Ingenieure. Oldenbourg Wissenschaftsverlag 2005</ref> Beispielsweise wird sie zur Kantendetektion eingesetzt.

Die Verschiebungsinvarianz wird durch das Entfernen von Up- und Downsampling-Schritten der DWT und Hinzufügen von Upsampling der Filter-Koeffizienten mit einem Faktor von <math>2^{(j-1)}</math> auf der <math>j</math>ten Skala des Algorithmus erreicht.<ref> Mark J. Shensa, The Discrete Wavelet Transform: Wedding the A Trous and Mallat Algorithms, IEEE Transaction on Signal Processing, Vol 40, No 10, Oct. 1992.</ref> Die SWT ist ein inhärent redundantes Schema, da die Ausgabe auf jeder Skala der SWT die gleiche Anzahl an Samples enthält wie die Eingabe. Somit entsteht bei einer Zerlegung auf <math>N</math> Skalen eine <math>N</math>-fache Redundanz der Wavelet-Koeffizienten.

Der Algorithmus ist auch bekannt als "{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}" im Französischen ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}: Löcher), was sich auf die eingefügten Nullen in die Filterkoeffizienten bezieht. Er wurde von Holschneider et al. eingeführt.<ref>M. Holschneider, R. Kronland-Martinet, J. Morlet and P. Tchamitchian. A real-time algorithm for signal analysis with the help of the wavelet transform. In Wavelets, Time-Frequency Methods and Phase Space, pp. 286–297. Springer-Verlag, 1989.</ref>

Implementierung

Das folgende Blockdiagramm stellt eine digitale Implementierung der SWT dar.

Datei:Wavelets - SWT Filter Bank.png
Eine 3-Skalen-SWT-Filterbank

In obigem Diagramm werden für jede Skala die Filter der vorherigen Skala verwendet, bei denen die Abtastrate erhöht wurde (Upsampling) (siehe nachfolgende Abbildung).

Datei:Wavelets - SWT Filters.png
SWT-Filter

Anwendungsgebiete

Die SWT findet Anwendung in verschiedenen Bereichen, z. B. in

Synonyme

Die Idee, das Unterabtasten der diskreten Wavelet-Transformation auszulassen, ist hinreichend intuitiv, dass diese Variante verschiedene Male "erfunden" wurde, jeweils mit unterschiedlichen Namen.

  • stationäre Wavelet-Transformation ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
  • redundante Wavelet-Transformation ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
  • {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
  • quasi-kontinuierliche Wavelet-Transformation ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
  • verschiebungsinvariante Wavelet-Transformation ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
  • translationsinvariante Wavelet-Transformation ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})
  • Wavelet-Transformation mit maximaler Überlappung ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, MODWT)
  • {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (UWT)
  • {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}

Einzelnachweise

<references/>