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Stanggaß

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Stanggaß
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Höhe: 620 m ü. NHN
Einwohner: 1279 (25. Mai 1987)<ref name="VZ1987" />
Postleitzahl: 83483
Vorwahl: 08652
Datei:Stanggass.JPG
Karte
Stanggaß mit Watzmann und Hochkalter

Stanggaß ist ein Gemeindeteil bzw. eine Gnotschaft der Gemeinde Bischofswiesen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land.

Geschichte

Vermutlich bereits ab Ende des 14. Jahrhunderts war Stanggaß der 2. Gnotschaftsbezirk der „Urgnotschaft“ Bischofswiesen im Berchtesgadener Land, das ab 1380 das Kernland der Reichsprälatur Berchtesgaden und der später eigenständigen, reichsunmittelbaren Fürstpropstei Berchtesgaden (1559–1803) bildete.<ref name="DA">Dieter Albrecht: Fürstpropstei Berchtesgaden, München 1954. Kapitel: Gnotschaft Bischofswiesen (Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 7), S. 24.</ref> Nach drei kurz hintereinander folgenden Herrschaftswechseln wurde 1810 das Berchtesgadener Land mit seinen Gnotschaften dem Königreich Bayern angegliedert und aus Bischofswiesen ab 1812 eine Gemeinde. Da Größe und Gliederung der Gemeinde Bischofswiesen in den 1970er Jahren von der Gebietsreform in Bayern ausgenommen blieben, ist Stanggaß noch heute ein Ortsteil bzw. eine Gnotschaft der Gemeinde Bischofswiesen.

Am Urbanweg 26–28 befand sich von 1937 bis 1945 die Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden (auch Kleine Reichskanzlei genannt). Sie war im nationalsozialistischen Deutschen Reich ein zweiter Regierungssitz neben der Neuen Reichskanzlei in Berlin. Mit der Errichtung des Gebäudes war der Architekt Alois Degano beauftragt worden. Ferner wurde parallel zur Sonnleitstraße 1942 auch das „Dietrich-Eckart-Krankenhaus“ fertiggestellt, das bis Kriegsende als Wehrmachtslazarett fungierte und anschließend bis 1996 u. a. unter der Bezeichnung Kurklinik Stanggaß als Rehabilitationsklinik diente.

Nach der statistischen Übersicht von 1752 hatte Stanggaß 35 Anwesen, darunter 30 ganze und 5 halbe Höfe.<ref name="DA" /> Ein Ortsverzeichnis von 1831 verzeichnet Stangast oder Stangaß als Dorf mit 43 Häusern, einer Kapelle und 340 Einwohnern.<ref>Joseph Anton Eisenmann und Karl Friedrich Hohn: Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern, München 1831</ref> Bei der Volkszählung vom 25. Mai 1987 wies der Ortsteil eine Bevölkerung von 1279 Einwohnern in 270 Gebäuden bzw. 608 Wohnungen auf.<ref name="VZ1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 70 (Digitalisat).</ref>

Baudenkmäler

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Bischofswiesen#Stanggaß

Weblinks

Commons: Stanggaß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Bischofswiesen<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Au (heute Gemarkung Au des Marktes Berchtesgaden)

UnterauOberauResten

Gern (heute Gemarkung Maria Gern des Marktes Berchtesgaden)

HintergernObergernVordergern

Salzberg (heute Gemarkung Salzberg des Marktes Berchtesgaden)

AnzenbachMetzenleitenMitterbachObersalzbergUntersalzberg IUntersalzberg II

Bischofswiesen (heute Gemeinde Bischofswiesen)

LoiplStanggaßStrubBischofswiesenWinklEngedey

Ettenberg (heute Gemarkung Ettenberg des Marktes Marktschellenberg)

VorderettenbergHinterettenbergSchneefelden (1817–1818)Schaden (1817–1818)

Scheffau (heute Gemarkung Scheffau des Marktes Marktschellenberg)

ObersteinMehlweg (zu Neusieden)NeusiedenGötschenUnterstein

Ramsau (heute Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden)

AntenbichlAuHintersee (zu Antenbichl)SchwarzeckTaubensee

Schönau (heute Gemeinde Schönau am Königssee)

Faselsberg (1817–1978 Gde. Königssee)Königssee (1817–1978 Gde. Königssee)HinterschönauOberschönau IOberschönau IISchwöb (1817–1978 Gde. Königssee)Unterschönau IUnterschönau II

Linke Spalte: Urgnotschaften – heute Gemarkungen bzw. Gemeinden
Rechte Spalte: Gnotschaftsbezirke – heute Gnotschaften bzw. Ortsteile der jeweils links genannten Gemeinde
Vorlage:Klappleiste/Ende