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St. Nikolaus (Aš)

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Datei:Asch 003.JPG
Frontansicht der Kirche
Datei:Aš, st. Nicolas church 2008-12-24.jpg
Luftbild
Datei:Aš kostel sv. Mikuláše interiér.jpg
Innenraum

St. Nikolaus ist eine römisch-katholische Nikolaikirche in der tschechischen Stadt (deutsch Asch). Sie befindet sich auf dem ehemaligen Schlossberg direkt neben dem Stadtmuseum.

Geschichte

Die Rekatholisierung des Ascher Ländchens nach dem Dreißigjährigen Krieg scheiterte an dem Widerstand der evangelischen Grundherren von Zedtwitz, die sich auf die Reichsunmittelbarkeit und das Rechtsprinzip Cuius regio, eius religio beriefen. 1709 errichteten Anton Joseph von Zedtwitz und dessen katholische Ehefrau Maria Theresia Josefa, geb. von Hertenberg in Niklasberg unweit des Schlosses eine katholische Kirche, in der sie einen Priester unterhielten. Um in der Schlosskirche den katholischen Gottesdienst zu gewährleisten, stiftete Theresia Josefa eine Kapital von 6.000 Gulden, wovon der Benefiziat jährlich 300 Gulden bezog. Der 1781 in St. Niklasberg angestellte Benefiziat Behr ermöglichte ein Zuschuss des königlichen Religionsfonds in Höhe von 53 Gulden, unter der Bedingung der Abhaltung von 73 Messen und 11 Vigilien. An Stelle der alten, gab Kaiserin Maria Theresia 1780 den Bau einer neuen, größeren katholischen Kirche in Auftrag, die zur Pfarrkirche erhoben wurde. 1784 kam ein neues Pfarrhaus hinzu. 1868 erhielt die Kirche einen zweiten Friedhof, der am 14. November 1869 eingeweiht wurde.<ref>Vinzenz Prökl: Eger und das Egerland: historisch, statistisch und topographisch dargestellt. Müller & Weiser, 1877, S. 379.</ref>

Die aus dem Jahr 1780 stammende kleine barocke römisch-katholische Kirche St. Nikolaus wurde 1867 abgerissen und mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen. Das 42 Meter lange, 13 Meter breite und 13,5 Meter hohe Gebäude, sowie der 48 m hohe Turm wurde von dem Franzensbader Architekten Wiedermann konzipiert. Die 53.675 Gulden kostende Kirche wurde am 24. September 1872 von Friedrich zu Schwarzenberg geweiht. Neue Kirchenglocken aus Budweis erhielt die Kirche im Jahr 1922, die ursprünglichen waren im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen worden. Neben vier Beichtstühlen, der Kanzel und dem Taufbecken befinden sich im Inneren 14 Bilder des Kreuzweges, sechs Skulpturen und eine Statue der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind. Auf der Westempore befindet sich eine einmanualige Orgel. In den Jahren 2008/09 wurde das Dach repariert.

Literatur

  • Magdalena Šmrhová: Asch und Umgebung in alten Ansichten. Hosivice 2011, ISBN 978-80-86914-34-3.

Weblinks

Commons: St. Nikolaus (Aš) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references /> Koordinaten: 50° 13′ 29″ N, 12° 11′ 23″ O

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