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St. Michael (Grenzach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Grenzach - Michaelskirche1.jpg
St. Michael in Grenzach

St. Michael im südbadischen Grenzach-Wyhlen ist eine katholische Pfarrkirche aus den 1950er Jahren.

Geschichte

Der Vorgängerbau der heutigen Kirche war eine 1905 erbaute Kuratie-Kirche im neoromanischen Stil. Bereits ihr Patrozinium war der heilige Michael; sie besaß zwei Altäre<ref>Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 109 (05.1)</ref> aus der Werkstätte der Gebrüder Moroder: einen Hochaltar mit Figuren der Heiligen Bonifatius und Michael sowie einen Marienaltar.<ref>Werner Scheurer: Die Altäre der Offenburger Altarbauer Moroder. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 147–182, hier: S. 167.</ref>

Die heutige Kirche wurde nach den Plänen des Basler Architekten Hermann Baur in den Jahren 1953 bis 1957 erbaut.

Kirchenbau

Die im Ortsteil Grenzach an der Durchfahrtsstraße befindliche Kirche ist ein einschiffiger Rechtecksbau mit eingezogenem Chor und flach geneigtem Satteldach. An der Nordwestseite steht ein quadratischer Glockenturm vom Hauptbau abgesetzt. Der hell verputzte Turm ist ebenfalls über ein flaches Satteldach in Richtung des Langhauses gedeckt und verfügt nach Norden und Süden über rechteckige Klangarkaden. An seiner Dachspitze ist ein kleines Kreuz angebracht.

Datei:Grenzach - Michaelskirche5.jpg
Altarraum

Ausstattung

Die Decke des Innenraums ist der Dachneigung angepasst. Die farbige Fensterverglasung im Chor und Nordgiebel stammt vom Heidelberger Künstler Willy Oeser, der auch das Altarbild an der Südwand schuf. Ebenfalls an der Südwand befindet sich das Tabernakel. Es wurde 1969 von Leonhard Eder aus Bronze gefertigt.<ref>Leonhard Eder. In: Gemeinschaft christlicher Künstler (Hrsg.): aus unserem Schaffen, Erzdiözese Freiburg, Heft 8, 1973, S. 32</ref> An der Nordseite des Langhauses steht eine breite Empore.

Glocken

Das vierstimmige Glockengeläut von St. Michael wurde 1957 von F. W. Schilling in Heidelberg aus Bronze gegossen und setzt sich wie folgt zusammen:<ref>Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 109 (05.2)</ref><ref>Glockeninspektion Erzbistum Freiburg: Kath. Pfarrkirche St. Michael in Grenzach</ref>

Name Schlagton Durchmesser Gewicht
Christusglocke f′+4 1097 mm 861 kg
Marienglocke g′+4 1018 mm 714 kg
Michaelsglocke a′+2 904 mm 494 kg
Bruder-Klaus-Glocke c″+4 754 mm 282 kg

Orgel

Die ursprüngliche Orgel von O. Mönch aus Überlingen aus dem Jahr 1942 wurde bereits im Vorgängerbau verwendet und im Jahr 1990 nach Ljubljana, Slowenien verkauft. Das alte Instrument mit Membranladen, elektrischer Spiel- und Registertraktur war mit zwei Manualen, einem Pedal und 23 Registern spielbar.<ref>Helm: Kirchen und Kapellen im Markgräflerland, S. 110</ref> 1991 wurde die neue Orgel von der Orgelbaufirma Rudolf Kubak in Augsburg ihrem Bestimmungszweck übergeben. Die Kubak-Orgel ist mit zwei Manualen, einem Pedal und 30 Registern spielbar.

Die Disposition lautet wie folgt:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Datei:Grenzach - Michaelskirche4.jpg
Blick ins Langhaus Richtung Orgelempore
I Hauptwerk C–g3
Bourdon 16′
Principal 8′
Rohrflöte 8′
Octav 4′
Traversflöte 4′
Quinte 223
Octav 2′
Terz 135
Mixtur IV 113
Cymbel III 12
Trompete 8′
II Schwellwerk C–g3
Suavial 8′
Copel 8′
Amarosa 8′
Bifaria 8′
Prinzipal 4′
Fluet 4′
Sesquialter II 223
Schwiegel 2′
Scharf IV 2′
Fagott 16′
Oboe 8′
Tremulant
Pedal C–f1
Subbass 16′
Octavbass 8′
Gedacktbass 8′
Quintbass 513
Choralbass 4′
Rauschbass IV 223
Bombarde 16′
Posaune 8′

Literatur

  • Johannes Helm: Kirchen und Kapellen im Markgräflerland. Müllheim/Baden 1989, ISBN 3-921709-16-4, S. 109–110.
  • Helmut Bauckner: Katholische Kirche St. Michael Grenzach, o. O., o. J.

Weblinks

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Evangelische Kirchen: St. Leodegar (Grenzach) | Friedenskirche (Wyhlen) | Katholische Kirchen: St. Michael (Grenzach) | St. Georg (Wyhlen)

Evangelische Freikirchen: Evangelische Chrischona-Gemeinde | Neuapostolische Kirche Grenzach-Wyhlen

Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 47° 33′ 11,4″ N, 7° 39′ 20,6″ O

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