St. Mariae Himmelfahrt (Ochtrup)
Die frühere katholische Filialkirche<ref>https://www.lambertus-ochtrup.de/index.php?cat_id=13535</ref> St. Mariae Himmelfahrt (auch Marienkirche) ist ein denkmalgeschütztes<ref>https://www.ochtrup.de/staticsite/staticsite.php?menuid=74&topmenu=22</ref> ehemaliges Kirchengebäude in Ochtrup im Kreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen). Sie wurde im Januar 2026 profaniert.<ref name=":0" />
Geschichte und Architektur
Der breit gelagerte, sparsam durchfensterte Klinkerbau unter einem flachen Satteldach wurde von 1951 bis 1953 unter der Leitung von Dominikus Böhm errichtet. Der Ostteil wirkt querhausartig, über den niedrigen Zwischentrakt ist der gedrungene Nordwestturm angebunden. Der Turm war ehemals mit einer Krypta ausgestattet. Die segmentbogige, bis zur Firstspitze hochgezogene Apsis ist fensterlos. Die Eingangsfront wird durch ein großes Rundfenster aus schwarzem Tuffstein betont. Der Turm besitzt columbarienaritge Schallöffnungen. Die ursprünglich weiße Rabitzputzdecke ruhte über schlanken Stahlpfeilern, sie wurde 1965 durch eine Holzdecke ersetzt. Der Turm dient als Taufkapelle, die torartigen Öffnungen wurden 1953 mit Farbfenstern von Hubertus Brouwer ausgestattet. Ebenfalls von Brouwer sind die Fenster von 1962 im Langhaus.
Am 31. Januar 2026 wurde mit einem letzten Gottesdienst, dem Weihbischof Christoph Hegge aus Münster vorstand, die Kirche profaniert. Der Turm soll mit einer Kapelle als Gottesdienstort erhalten bleiben. Für den übrigen Kirchenbau wird noch nach einer neuen Nutzung gesucht.<ref name=":0">Joel Hunold: Der Weg zur Entwidmung der Marienkirche. In: wn.de. 24. Dezember 2025, abgerufen am 1. Februar 2026.</ref>
Ausstattung
- Das Taufbecken stammt aus der Bauzeit der Kirche.
- Das silbergetriebene Standkruzifix mit Maria und Johannes beidseitig des Kreuzes ist eine Arbeit aus der Zeit um 1530.
- Das weiß gefasste Kruzifix aus Holz wurde im 17. Jahrhundert geschnitzt.
Literatur
- Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Bearbeitet unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2. (Abschrift auf de.dehio.org, abgerufen am 1. Februar 2026)
Weblinks
- Kirchen und Kapellen (Pfarrei St. Lambertus Ochtrup)
- Foto der Kirche
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 52° 12′ 17,5″ N, 7° 11′ 20,4″ O
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