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St. Johann Baptist (Steinheim)

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Datei:Hanau-Steinheim Gedächtniskirche 20101119.jpg
Kirchturm von St. Johann Baptist

Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist ist eine mittelalterliche Kirche im Hanauer Stadtteil Steinheim.

Geschichte

1329 wurde erstmals eine Kapelle Zum Heiligen Geist erwähnt, die als Vorgängerbau der heutigen Kirche vermutet wird. 1449 wurde das Gebäude unter Dietrich Schenk von Erbach, Kurfürst-Erzbischof von Mainz, zur Pfarrkirche erhoben.

Gebäude

Die Gestalt erhielt die gotische Saalkirche zunächst in zwei Phasen: als sie Pfarrkirche wurde, und als 1504–09 der eingezogene Chor mit 5/8-Schluss und Netzgewölbe hinzukam. Gegenüber der zierlichen gotischen Architektur wirkt der Turm, der keinen Helm trägt, aber mit vier Ecktürmchen verziert ist, sehr wehrhaft und archaisch. 1876–79 erfolgte eine tiefgreifende Renovierung der Kirche unter Pierre Cuypers, die das historische Erscheinungsbild stark veränderte – so wurde z. B. das Gewölbe im Kirchenschiff durch eine Holztonne ersetzt. 1950 wurde die Kirche erneut renoviert.<ref>Imgram, S. 12.</ref>

Ausstattung

Das Chorgestühl mit seinen hervorragenden Holzschnitzereien stammt noch aus der Erbauungszeit des Chores. Die holzgeschnitzte Mondsichelmadonna aus der Werkstatt des Frankfurter Dombaumeisters Madern Gerthener stand ursprünglich in der Kinzdorfer Kirche und gelangte, nachdem die Reformation die Grafschaft Hanau-Münzenberg erreicht hatte, in das römisch-katholisch verbliebene kurmainzische Steinheim. Hervorzuheben ist auch das Epitaph des Frowin von Hutten und seiner Gemahlin Kunigunde von Hattstein. Der Altar ist eine neugotische Arbeit von Georg Busch aus der Zeit der Renovierung im 19. Jahrhundert.<ref>Zur Ausstattung vgl. auch: Imgram, S. 14ff.</ref>

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Hessen II. Regierungsbezirk Darmstadt. (Bearb.: Folkhard Cremer u. a.), 3. Aufl., München 2008, S. 386f (dehio.org).
  • Georg Ulrich Großmann: Mittel- und Südhessen : Lahntal, Taunus, Rheingau, Wetterau, Frankfurt und Maintal, Kinzig, Vogelsberg, Rhön, Bergstrasse und Odenwald. DuMont, Köln 1995, ISBN 3-7701-2957-1 (=DuMont Kunst-Reiseführer), S. 221.
  • Leopold Imgram: Sehenswürdigkeiten in Steinheim am Main (Ein Führer durch die Stadt). Steinheim 1964.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 50° 6′ 24″ N, 8° 54′ 54″ O

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