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Stünenburg

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Stünenburg
Datei:Iserlohn-Stuenenburgfunde1-Bubo.jpg
Fundstücke aus dem 13., 14. und 16. Jahrhundert von der Stünenburg im Stadtmuseum Iserlohn

Fundstücke aus dem 13., 14. und 16. Jahrhundert von der Stünenburg im Stadtmuseum Iserlohn

Staat Deutschland
Ort Iserlohn-Grüne
Entstehungszeit um 1200
Burgentyp Niederungsburg
Erhaltungszustand Wall-, Graben-, Fundamentreste
Geographische Lage 51° 21′ N, 7° 41′ OKoordinaten: 51° 21′ 25,2″ N, 7° 40′ 49,3″ O
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Höhenlage 220 m ü. NHN
Stünenburg (Nordrhein-Westfalen)
Stünenburg (Nordrhein-Westfalen)

Die Stünenburg war eine Niederungsburg<ref name="EBI">Stünenburg in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen BurgeninstitutsVorlage:Abrufdatum</ref> im Stadtteil Obergrüne von Iserlohn im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen im Tal des Grüner Baches, 18 Meter<ref name="KuG">Ulrich Barth, Elmar Hartmann, August Kracht, Heinz Störing: Kunst- und Geschichtsdenkmäler im Märkischen Kreis. 3. überarbeitete und ergänzte Auflage. Herausgegeben vom Heimatbund Märkischer Kreis. Altena 1993, ISBN 3-89053-000-1, S. 235/914.</ref> über der Talsohle. Sie befand sich am linken Bachufer auf etwa 220 m ü. NHN zwischen den Wegen „Stünenburg“ und „Alter Grüner Talweg“ und wurde wohl im 15. Jahrhundert zerstört.<ref>Stünenburg in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref>

Aufgrund von Oberflächenuntersuchungen im Jahr 1983 durch Wilhelm Bleicher, dem ehemaligen Leiter des Hagener Heimatmuseums im Schloss Hohenlimburg, die mit dem Westfälischen Museum für Archäologie abgestimmt waren, wird vermutet, dass der Grundriss der Burg rechteckig (80 Meter × 70 Meter)<ref name="Arz">Literatur: Kai Olaf Arzinger, S. 64.</ref> und dreiseitig durch Gräften gesichert war. Talseitig erfolgte die Sicherung durch den Steilhang. Wahrscheinlich gab es drei Gebäudeeinheiten mit ummauertem Innenhof<ref name="KuG" /> (30 Meter × 40 Meter).<ref name="Arz" /> Im Innenhof befand sich vermutlich ein mehrstöckiger Wohnturm.<ref name="Arz" />

Archäologische Funde lassen auch vermuten, dass die Burg zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert bestanden hat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadt Iserlohn: Bodendenkmäler in Iserlohn (Memento vom 17. Dezember 2016 im Internet Archive)</ref> Die noch wenigen vorhandenen Reste sind mit dem Burgplatz seit dem 16. Mai 1988 als Bodendenkmal geschützt und für weitere archäologische Forschungen von Bedeutung. Zu einem der aufschlussreichsten Funde, die bei Grabungen auf dem Gelände zutage kamen, gehörte 1914<ref name="Arz" /> ein bronzenes kugelförmiges Hohlgefäß mit Kopfdeckel.<ref name="KuG" /> Ein weiterer besonderer Fund war ein eiserner Reitersporn, der in das 14./15. Jahrhundert datiert wurde.<ref name="Arz" />

Literatur

  • Kai Olaf Arzinger: Wälle – Burgen – Herrensitze. Ein geschichtlicher Wanderführer im Hagener Volme-, Ruhr-, Lenneraum. In: Hohenlimburger Heimatblätter, Landeskundliche Beiträge des Vereins für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg, Band 1 (1991), S. 64.
  • Wilhelm Bleicher: Die Stünenburg. In: Hohenlimburger Heimatblätter für den Raum Hagen und Iserlohn, Heft 45 (1984), S. 230–236.
  • Wilhelm Bleicher: Die Stünenburg – eine unbekannte Burg im Grüner Tal. In: Jahresschrift Förderkreis Iserlohner Museen, Heft 7/8 (1986/87), S. 119–128.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />