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Stückaktie

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Die Stückaktie ist im Aktienhandel und Wertpapierrecht eine Aktie ohne (nominellen) Nennwert, deren Mengeneinheit in Stück am Grundkapital einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien angegeben ist. Gegensatz ist die Nennbetragsaktie.

Allgemeines

Auch Stückaktien weisen einen (rechnerischen) Nennwert auf, der sich aus der Division des Grundkapitals durch die Anzahl der Aktien ergibt.<ref>Guenter Wierichs/Stefan Smets, Gabler Kompakt-Lexikon Bank und Börse, 2001, S. 4</ref> Das Grundkapital wird in der Bilanz als Nominalbetrag, aufgeteilt in die Gesamtstückzahl der Aktien, angegeben.

Die Einführung von Stückaktien in Deutschland ist auf einen Aufsatz von Wolfgang Stützel und Günther Jahr von 1963 zurückzuführen,<ref>Wolfgang Stützel/Günther Jahr, Aktien ohne Nennbetrag Ein Beitrag zur Überwindung von Missverständnissen im Aktienwesen, 1963, S. 13 ff.</ref><ref>Willi Bongard, Wolfgang Stützel, Saarbrücken: Der Ex-Weise aus dem Saarland, in: Die Zeit, Nr. 15/1969 vom 11. April 1969</ref> auch wenn die Idee der Stückaktie in Deutschland bereits 1924 aufgekommen war.<ref>Deutscher Juristentag, Verhandlungen des 33. DJT, 1925, S. 325 ff.</ref>

Arten

Datei:Nash Motors Comp. 1919.jpg
Nennwertlose Aktie der Nash Motors Company vom 2. Juni 1919

Man unterscheidet echte nennwertlose Aktien und unechte nennwertlose Aktien. Echte nennwertlose Aktien haben weder in der Satzung noch auf der ausgegebenen Aktienurkunde einen Nennwert. Bei ihnen wird das Nennwertsystem aufgegeben, die Bilanz weist kein festes Grundkapital mehr aus.<ref>Hans Caspar von der Crone, Bericht zu einer Teilrevision des Aktienrechts: Nennwertlose Aktien, in Reprax 1/02, 2002, S. 3</ref> An seine Stelle tritt die variable Bilanzposition „Emissionserlös“.<ref>Georg von Segesser, Die nennwertlose Aktie, Diss., 1973, S. 73</ref> Unechte nennwertlose Aktien besitzen eine Abhängigkeit des festen Grundkapitals von der Anzahl der Aktien; die Ausgabe neuer Aktien setzt eine proportionale Erhöhung des Grundkapitals voraus. Echte nennwertlose Aktien gibt es in den USA seit 1912, in Kanada seit 1918 und in Japan seit 1950. Als Quotenaktien kommen unechte nennwertlose Aktien in Belgien, Luxemburg und Liechtenstein vor. Sie haben sich nicht weiter verbreitet, weil hier bei jeder Emission neuer Aktien alle Aktien eingezogen und ersetzt werden müssen.<ref>Hans Caspar von der Crone, Bericht zu einer Teilrevision des Aktienrechts: Nennwertlose Aktien, in Reprax 1/02, 2002, S. 7</ref>

Rechtsfragen

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Der auf die einzelne Stückaktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals darf einen Euro nicht unterschreiten (§ 8 Abs. 3 AktG). Stückaktien sind am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt (§ 8 Abs. 3 Satz 2 AktG). Daraus ergibt sich, dass nur eine Art durch das emittierende Unternehmen ausgewählt werden darf („entweder … oder“). Die Satzung legt gemäß {{#switch: juris

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Wirtschaftliche Aspekte

Die deutsche Stückaktie ist genauer eine unechte nennwertlose Stückaktie.<ref>Universität Düsseldorf, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht (Ulrich Noack)</ref> Im Gegensatz zur echten Stückaktie (auch Quotenaktie genannt), bezieht sich die unechte Variante auf den Anteil am Grundkapital und nicht an der Mitgliedschaft. Letzteres wäre der Fall, wenn die Gesellschaft entweder über kein Grundkapital oder lediglich über ein Grundkapital, das nicht in Aktien zerlegt ist, verfügen würde;<ref>Aktien Wertpapierprospekt und BaFin</ref> dies ist in Deutschland verboten.

Erkennbar sind Stückaktien oft an dem Namenszusatz o. N., der für ohne Nennwert steht und so z. B. die Aktiengattung der Volkswagen AG Stammaktien o. N. genauer definiert. Im französischsprachigen Raum wird meist die Abkürzung s.v.n ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=fr|SCRIPTING=Latn|SERVICE=französisch}}) verwendet im englischsprachigen Raum heißt sie „Aktie ohne Nennwert“ ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}).

International

Österreich lässt ebenfalls neben der Nennbetragsaktie die Stückaktie zu ({{#switch: RIS-B

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Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

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