Zum Inhalt springen

Sprachen & Dolmetscher Institut München

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sprachen & Dolmetscher Institut München
Datei:SDI Sprachen & Kommunikation.jpg
SDI-Logo
Schulform Berufsfachschule, Fachakademie
Schulnummer 1929 (Berufsfachschule)<ref name="Schuldatenbank Berufsfachschule">SDI München Private Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und KultusVorlage:Abrufdatum</ref>
1927 (Fachakademie)<ref name="Schuldatenbank Fachakademie">Fachakademie für Sprachen und internationale Kommunikation des SDI München in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und KultusVorlage:Abrufdatum</ref>
Gründung 1952
Adresse Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten Gradzahl-Fehler: NS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Träger Sprachen- und Dolmetscher-Institut München e. V.
Leitung Alejandro Pastor Lara<ref>Stabswechsel an Fachakademie und Berufsfachschule des SDI München: Pastor Lara und Merritt übernehmen. In: Übersetzerportal UEPO.de. 19. September 2023, abgerufen am 17. August 2024.</ref>
Website Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)

Das Sprachen- & Dolmetscher-Institut München (Eigenschreibweise ab frühestens 2004: Sprachen & Dolmetscher Institut München) (SDI) ist eine private, staatlich anerkannte Fachakademie und Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe, die Übersetzer, Dolmetscher und Fremdsprachenkorrespondenten ausbildet. Seit 2007 ist das SDI zudem Trägergesellschaft einer privaten, staatlich anerkannten Fachhochschule, der Internationalen Hochschule SDI München.

Organisation

Das SDI gliedert sich in die Fachakademie, die Berufsfachschule und die angeschlossene Fachhochschule. Die angebotenen Sprachen sind Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, Deutsch als Fremdsprache sowie Arabisch als Wahlfach. Im Bereich Seminare & Training werden verschiedene Weiterbildungen angeboten.

Geschichte

Paul Otto Schmidt (1899–1970) war von 1922 bis 1945 der Chefdolmetscher des Auswärtigen Amts und diente fünf Außenministern – vom Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann bis zum als Kriegsverbrecher hingerichteten Joachim von Ribbentrop sowie Adolf Hitler.<ref>Stresemanns und Hitlers Dolmetscher Paul Schmidt: „Ein Seitensprung in die Politik, den ich nicht bedaure“ UEPO.de, 2. Juli 2023 (Transkript eines WDR-Interviews mit Schmidt).</ref> Er war nach dem Krieg drei Jahre bei den Amerikanern interniert, wurde aber von der Spruchkammer Miesbach als „entlastet“ eingestuft. Seine Hoffnungen auf Wiederaufnahme in den Sprachendienst des Auswärtigen Amts erfüllten sich jedoch nicht.

Daraufhin wirkte er 15 Jahre lang als zweiter Direktor des 1952 in München als Sprachen- und Dolmetscher-Akademie gegründeten Instituts, das wenig später auf Weisung des zuständigen Ministeriums in Sprachen- und Dolmetscher-Institut umbenannt wurde.<ref>Theodoros Radisoglou: Hitlers persönlicher Dolmetscher: Dr. Paul Otto Schmidt (1899–1970). In: Hartwig Kalverkämper, Larisa Schippel: Simultandolmetschen in Erstbewährung: der Nürnberger Prozess 1945.</ref> Gründungsdirektor war von März bis Juli 1952 der Schweizer Anton (Antoine) Velleman, der das Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.<ref>Katrin Rumprecht: Die Bedeutung der Nürnberger Prozesse für die Entwicklung des modernen Konferenzdolmetschens. In: Hartwig Kalverkämper, Larisa Schippel (Hrsg.): Simultandolmetschen in Erstbewährung: Der Nürnberger Prozess 1945. Frank & Timme, Berlin 2008, S. 268.</ref> Das Motto der Schule lautete „Aus der Praxis für die Praxis“.

Zu den neun Gründern des Trägervereins gehörte der Chefdolmetscher der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und spätere Universitätsprofessor Günther Haensch. Dieser war von 1952 bis 1967 stellvertretender Direktor und nach dem Ausscheiden Schmidts von 1967 bis 1969 Direktor des SDI.

Zu den bei Gründung angebotenen Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch kamen 1956 Italienisch, 1968 Russisch und 1987 Chinesisch hinzu. 1953 wurde das Lehrangebot um den Ausbildungszweig Deutsch als Fremdsprache ergänzt. 1966 erfolgte die Anerkennung als Berufsfachschule für die Ausbildung von Dolmetschern, Übersetzern und Fremdsprachenkorrespondenten durch den Berufsverband BDÜ. Die staatliche Anerkennung durch das Bayerische Kultusministerium fand 1973 zunächst als Berufsfachschule und 1977 dann als Fachakademie statt. Im Wintersemester 2007/2008 nahm die Hochschule für Angewandte Sprachen – Fachhochschule des SDI München ihren Lehrbetrieb auf, die seit Januar 2020 Internationale Hochschule SDI München heißt.

Direktoren

Bekannte Alumni

Weblinks

Einzelnachweise

<references />