Zum Inhalt springen

Sporn (Botanik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Impatiens parviflora - blossom side (aka).jpg
Blüte eines Kleinen Springkrauts (Impatiens parviflora) mit einem Kelch-Sporn
Datei:0rchideen 04.jpg
Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea): Blüten mit nektargefülltem Sporn

Als Sporn wird bei Blütenpflanzen eine hohle Aussackung im Bereich der Blüte bezeichnet, die sich vom Inneren der Blüte weg erstreckt. Sie ist meist Teil der Krone, seltener Teil des Kelches oder der Blütenachse.<ref name="Wagenitz"/>

Kronblätter mit Sporn besitzen beispielsweise Veilchen (Viola), Lerchensporn (Corydalis) oder Dicentra. Kelchblattsporne sind eher selten und kommen etwa bei Springkraut (Impatiens) vor.<ref name="Leins"/> Ein petales Nektarblatt mit Sporn kommt etwa beim Eisenhut (Aconitum) vor, ein gesporntes Perigonblatt beim Rittersporn (Delphinium). Einen gespornten Blütenboden gibt es bei der Kapuzinerkresse (Tropaeolum). Der Sporn kann auch Teil der kompletten Krone – etwa bei Leinkraut (Linaria) – oder der Kelchröhre sein.<ref name="ÖExkFl"/>

Ein Sporn ist meist länger als breit. Kurze Hohlbildungen werden meist als Aussackung bezeichnet.<ref name="ÖExkFl"/>

Meist treten Sporne bei zygomorphen Blüten auf, seltener bei radiärsymmetrischen, wie etwa Akelei (Aquilegia) oder Halenia.<ref name="Wagenitz"/>

Sporne entstehen durch ein lokal begrenztes starkes Flächenwachstum der Blattlamina. Es sind Anpassungen an bestäubende Insekten mit leckend-saugenden oder saugenden Mundwerkzeugen und stehen in Zusammenhang mit der Produktion von Nektar.<ref name="Leins"/>

Sporne können zum einen selbst die nektarproduzierenden Organe sein, wie etwa bei der Akelei (Aquilegia). Sie können aber auch als Nektarreservoir dienen, während der Nektar von anderen Organen gebildet wird, wie etwa bei den Veilchen (Viola), wo zwei Anhängsel von Staubblättern in den Sporn hineinragen.<ref name="Leins"/>

Belege

<references> <ref name="ÖExkFl">Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 98.</ref> <ref name="Leins">Peter Leins: Blüte und Frucht. Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion, Ökologie. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2000, ISBN 3-510-65194-4, S. 40 f.</ref> <ref name="Wagenitz">Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik. Die Termini in ihrem historischen Zusammenhang. 2., erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2003, ISBN 3-8274-1398-2, S. 304.</ref> </references>

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:{{#if:Flowers with spur|Flowers with spur|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}|uselang=de}} Commons: {{#if:Blüten mit Sporn|Blüten mit Sporn|{{#if:Flowers with spur|Flowers with spur|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|0|-= |X|x= |1|=  – {{#ifeq:0|14|Sammlung von|Album mit}} Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{#if:|{{{video}}}|1}}}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|{{#if:|{{{audio}}}|1}}}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default=  – {{{suffix}}} }}{{#invoke:TemplatePar|check

  |opt= 1= 2= suffix= audio= video=
  |template=Vorlage:Commons
  |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
}}