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Spiegelndes Laichkraut

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Spiegelndes Laichkraut
Datei:Potamogeton-lucens-05-08-2009-064.jpg

Spiegelndes Laichkraut (Potamogeton lucens) bei Pasewalk (Vorpommern)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae)
Gattung: Laichkräuter (Potamogeton)
Art: Spiegelndes Laichkraut
Wissenschaftlicher Name
Potamogeton lucens
L.

Das Spiegelnde Laichkraut (Potamogeton lucens), auch Glänzendes Laichkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Laichkräuter (Potamogeton) innerhalb der Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae).

Beschreibung

Datei:Potamogeton lucens — Flora Batava — Volume v11.jpg
Illustration aus Flora Batava, Band 11
Datei:Potamogeton lucens Prague 2012 3.jpg
Habitus und Laubblätter
Datei:Potamogeton lucens Prague 2012 4.jpg
Blütenstand
Datei:Potamogeton lucens.jpg
Der Mittelnerv des Blattes endet in einem Horn bzw. Schnabel (mehrere mm lang).

Vegetative Merkmale

Das Spiegelnde Laichkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze<ref name="BiolFlor" /> mit verzweigtem unterirdischem Rhizom.

Die immer untergetaucht bleibenden, wechselständigen Blätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der kurze Blattstiel ist geflügelt. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 30 Zentimetern sowie einer Breite von bis zu 4,5 Zentimetern länglich-eiförmig und spitz (linealisch). Die Hauptblattadern verlaufen bogig vom Blattgrund zur Spitze, die Quernervatur ist dagegen sehr zart. Die Blattspreite ist leicht durchsichtig und ihre Oberfläche ist glänzend. Die Blattränder sind fein gesägt und rau. Die relativ kleinen Nebenblätter sind zu schmalen Häutchen umgebildet, deren Basis die Stängel umfasst.

Generative Merkmale

Der allseitswendige, ährige Blütenstand ragt zur Blütezeit aus dem Wasser. Die zwittrigen Blüten bestehen aus jeweils vier Staubblättern und Fruchtblättern, die Blüten sind kronblattlos. Zum Schutz der Fortpflanzungsorgane entwickeln sich jedoch an den Konnektiven der Staubbeutel gelbgrünliche Anhängsel, die einer vierblättrigen Blütenkrone ähneln.<ref name="Urania Pflanzenreich-336" />

Die einsamigen Früchte sind stumpf gekielte Nüsschen und bilden eine Sammelsteinfrucht.<ref name="BiolFlor" />

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 13; es liegt Tetraploidie vor, also eine Chromosomenzahl von 2n = 52<ref name="Oberdorfer2001" />.<ref name="BiolFlor" />

Ökologie

Das Spiegelnde Laichkraut ist eine flutende oder submerse Wasserpflanze.

Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.<ref name="BiolFlor" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet reicht von den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel bis zu den Philippinen.<ref name="WCSP" />

Das Glänzende Laichkraut gedeiht in der tropischen Zone Ostasiens und von der meridionalen bis zur borealen Zone Europas und Westasiens. Es wächst in nährstoffreichen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern in Tiefen von 1,5 bis 3,0 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt es am Freibergsee bei Oberstdorf bis in eine Höhenlage von 928 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert" />

Das Glänzende Laichkraut ist eine Charakterart des Potamogetonetum lucentis aus dem Verband Potamogetonion.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Potamogeton lucens erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum.<ref name="SpPl" />

Quellen

Literatur

  • Rudolf Schubert, Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 6. Auflage. Band 3: Atlas der Gefäßpflanzen, Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012536-8.
  • Jindřich Krejča: Aus unserer Natur: Pflanzen, Gesteine, Minerale, Fossilien. (aus dem Slowakischen übersetzt von Irmtraud Kasperl, Oskar Kasperl). Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin 1978.
  • Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold: Handwörterbuch der Pflanzennamen. Begründet von Robert Zander. 12. Auflage. Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin 1980.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Urania Pflanzenreich-336">Urania Pflanzenreich, Höhere Pflanzen, Band 2. Urania, Leipzig/Jena/Berlin 1976, S. 336.</ref> <ref name="SpPl">Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 126 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D126%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Dörr-Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW-Verlag, Eching bei München, 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 131.</ref> <ref name="Oberdorfer2001"></ref> <ref name="BiolFlor">Spiegelndes Laichkraut. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Spiegelndes Laichkraut (Potamogeton lucens) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien