Sperberslohe (Wendelstein)
Sperberslohe Markt Wendelstein
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(255)&title=Sperberslohe 49° 20′ N, 11° 12′ O
{{#coordinates:49,3263|11,1961|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Sperberslohe | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 363 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 255 (31. Dez. 2021)<ref name="Einwohner">Nahverkehrsplan Landkreis Roth. (PDF; 9,8 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 67, abgerufen am 26. September 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90530 | |||||
| Vorwahl: | 09129 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Sperberslohe (fränkisch: Schbäaweaschlou<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 75. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šbęɘwšɘlǫu“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Wendelstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Sperberslohe liegt in der Gemarkung Raubersried.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
Lage
Das Dorf liegt in einer Rodungsinsel des Dürrenhembacher Waldes am Hembach. Die Staatsstraße 2225 führt nach Wendelstein (4 km nordwestlich) bzw. die Bundesautobahn 9 überbrückend an Birkenlach und Straßmühle vorbei nach Allersberg (9 km südlich). Die Kreisstraße RH 17/NM 17 führt nach Oberhembach (5,2 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Rodungssiedlung wurde 1169 als „Spawaresloch“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist ahd. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Sperber‘ und das Grundwort ahd. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚niederes Holz, Wald‘.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 75f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Sperberslohe aus 10 Anwesen (5 Zweidrittelhöfe, 2 Köblergüter, 1 Gütlein, 1 Gütlein mit Tafernwirtschaft, 1 Mahlmühle) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Schwand aus.<ref name="E423">F. Eigler: Schwabach, S. 423f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Sperberslohe. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 303 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 651.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand Sperberslohe dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort 1808 dem Steuerdistrikt Raubersried (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Raubersried zugeordnet.<ref name="E480">F. Eigler: Schwabach, S. 480.</ref>
In den Jahren 1874 bis 1890 erwarb der Graf von Faber-Castell einige der Anwesen in Sperberslohe und ließ diese aufforsten.<ref>[1] (Abgerufen am 17. Februar 2013)</ref>
Im Gigantismus der 1930er Jahre war im Hembachgebiet zwischen Sperberslohe und Furth der riesige Betriebs- und Rangierbahnhof für eine sogenannte Breitspurbahn geplant. Dieses Projekt kam allerdings bis zum Kriegsende nicht über die Planungsphase und die erforderlichen geodätischen Trassenvermessungen hinaus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rangierbahnhof im Reichswald ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Am 8. März 1943 schlugen im Wald bei Sperberslohe Brandbomben ein, die jedoch größtenteils nicht zündeten. Im Ort selber kam es zu keinen Zerstörungen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wollte die Firma MAN im Wald zwischen Sperberslohe und Nerreth noch ein geheimes Panzerwerk errichten, was aber nicht umgesetzt werden konnte. Am 6. April 1945 wurde ein Tieffliegereinsatz über der Autobahn in der Nähe von Sperberslohe beobachtet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pfarrer Pleschs Kriegstagebuch, abgerufen am 9. Januar 2015 ( des Vorlage:IconExternal vom 10. Januar 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Am 1. Juli 1971 wurde Sperberslohe im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Wendelstein eingegliedert.<ref name="E480"/><ref>Wendelstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref>
In den 1970er Jahren wurden die Rangierbahnhof–Neubaupläne in Normalspur nochmals aufgegriffen, um den in die Jahre gekommenen Güterbahnhof in der Nürnberger Südstadt zu ersetzen. Die Deutsche Bundesbahn plante im Forst Kessel und Forst Hebenbach zwischen Sperberslohe und Furth den Neubau. Der damit verbundene enorme Flächenverbrauch, das gestiegene Umweltbewusstsein und massive Proteste aus der Bevölkerung verhinderten dieses Vorhaben jedoch.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rangierbahnhof im Reichswald ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Seit 1985 sind zahlreiche Wasser- und Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.
Baudenkmäler
In Sperberslohe gibt es vier Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Wendelstein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Allersberger Straße 4: Ehemalige Mühle
- Allersberger Straße 7: Wohnstallhaus mit Kleintierstall, Backhaus und Einfriedung
- Allersberger Straße 9 und 11: Ehemalige Wohnstallhäuser
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Außerdem gibt es ein Steinkreuz im Ort, nördlich ein Kurzkreuz und südlich ein weiteres Steinkreuz.
Einwohnerentwicklung
<templatestyles src="FN/styles.css" />
Religion
Sperberslohe ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Schwand bei Nürnberg) gepfarrt.<ref name="E423"/><ref name="OV 1961"/> Die Katholiken sind nach St. Nikolaus (Wendelstein) gepfarrt.<ref>Pfarrverband Rednitzhembach-Schwanstetten-Wendelstein. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref>
Wirtschaft und Gewerbe
Neben Zeidlerei und Falknerei war die Köhlerei früher die Haupterwerbsquelle der Sperbersloher. Das Handwerk wird auch heute noch in Ortsnähe bei Furth museal betrieben, im Ort erinnern einige Straßennamen wie beispielsweise Am Meiler und Köhlerstraße an die Tradition.<ref>Landratsamt Roth, Video Köhlerei (Abgerufen am 17. Februar 2013)</ref> Einige Bauernhöfe, Handwerksbetriebe und ein Transportunternehmen befinden sich im Ort.
Personennahverkehr
Sperberslohe wird im öffentlichen Personennahverkehr regelmäßig mit einer Buslinie (untertags) und einem Linienbedarfstaxi bedient. Verbindungen bestehen nach Allersberg und dem Wendelsteiner Gemeindeteil Röthenbach bei Sankt Wolfgang. Zu der ebenfalls in unmittelbarer Ortsnähe vorbeiführenden Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt besteht die nächste Zustiegsmöglichkeit am Nürnberger Hauptbahnhof.
Veranstaltungen
- Mitte Juli findet traditionell das Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Sperberslohe statt.
- Alle zwei Jahre wird im Sommer das Hammer In, ein großes internationales Treffen der Schmiede und Metallgestalter veranstaltet.<ref>Website des Hammer In</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Sperberslohe. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 380 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6, S. 423 f., 480.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Ortsteil Sperberslohe. In: wendelstein.de. Abgerufen am 16. Juli 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Sperberslohe in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Sperberslohe im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />