Spektacoolär
| Spektacoolär | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Hannover, Deutschland |
| Genre(s) | Hip-Hop |
| Gründung | 1996 |
| Auflösung | ca. 2000 |
| Letzte Besetzung | |
| Matthias Reinsdorf | |
| Maik Jahnke | |
| Ersen Eren | |
| Jörg Pape | |
Spektacoolär war eine deutschsprachige Hip-Hop-Band aus Hannover,<ref name="MW18">Henning Richter: Spektacoolär hat einen Nerv getroffen. In: MusikWoche. Das Nachrichtenmagazin für die Musikbranche. Nr. 7/1998, 9. Februar 1998, Szene, S. 18.</ref> die im Februar 1996 von Matthias Reinsdorf, Maik Jahnke, Ersen Eren und Jörg Pape gegründet wurde.<ref>Spektacoolär. In: discogs.com. Abgerufen am 23. August 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geschichte
Matthias „Chico“ Reinsdorf, Kopf der Mittzwanziger-Gruppe, arbeitete vor der Gründung als Produzent und Komponist. Sein enger Partner Maik Jahnke war nach seinem Aussteigerdasein auf Sizilien Gelegenheitssänger und Komponist. Der assoziierte (und daher auf Bandfotos meist nicht abgebildete) Ersen Ehren war deutscher Meister im Freestyle Dancing.<ref name="Berliner">Lothar Münner: „Spektacooläre“ Aktion gegen Gewalt in der Schule. Hip-Hop-Stars starten Postkarten-Umfrage unter Jugendlichen. Backstage-Karten zu gewinnen. In: Berliner Zeitung. 9. September 1997 (online [abgerufen am 23. August 2015]).</ref> Im Hintergrund wirkte als Komponist außerdem Jörg Pape mit.
In ihren Liedern wurden Dinge thematisiert, mit denen tagtäglich Schüler und Jugendliche in Berührung kommen, wie verflossene Liebe, Aggression und Gewalt unter Schülern und andere Quälereien des Alltags, womit sie den Ton der Jugendlichen trafen.<ref name="MW18" /><ref name="ME">jcm: Spektacoolär. 365 Tage. In: Musikexpress/Sounds. Nr. 507, April 1998, Kurz & knapp, S. 68.</ref>
1997 spielte die Band kurzzeitig in der Seifenopfer Unter uns mit.<ref>Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Dt. Daily Soap. In: fernsehserien.de. 2005, abgerufen am 23. August 2015 (Auszug aus dem „Fernsehlexikon“ unter „Dies und das“).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unter uns – Darsteller & Rollen ( vom 9. November 2017 im Internet Archive) im Dirk Jasper FilmLexikon</ref> Im selben Jahr tourte sie mit Stefan Raab und Bürger Lars Dietrich.<ref name="Berliner" />
Größere Erfolge feierte Spektacoolär mit den Titeln Es wird ja alles wieder gut, der die Band bekannt machte, und Meine kleine Schwester, mit dem sie einen Top-10-Hit landete, und für den es 1997 nach über 250.000 verkauften Exemplaren eine Goldene Schallplatte<ref name="MW18" /> gab. Beide Titel waren zunächst als Singles und dann auf dem am 16. Februar 1998<ref name="MW18" /><ref name="MW14">Pop mit Humor und Hitqualitäten. Spektacoolär. 365 Tage. In: MusikWoche. Das Nachrichtenmagazin für die Musikbranche. Nr. 7/1998, 9. Februar 1998, Neuheiten, S. 14.</ref> veröffentlichten Album 365 Tage erschienen.
Laut Reinsdorf habe man das Schulgewalt thematisierende Meine kleine Schwester „gegen den Willen der Plattenfirma durchgesetzt“. Letztendlich führte der Erfolg zu einer öffentlichen Debatte, in deren Verlauf Spektacoolär in Talkshows, zu Radiodiskussionen und an Schulen eingeladen wurde.<ref name="MW18" /> Um dem Vorwurf der Monothematik vorzubeugen, ist auf dem Album auch weniger Bedeutungsschweres zu hören. Reinsdorf: „Hier zeigen wir, daß wir mehr draufhaben als sozialkritische Themen, beispielsweise auch Romantik und Ironie.“<ref name="MW18" /> Darüber hinaus findet sich am Ende noch das für die Sesamstraße geschriebene Lied Ernie hat den Funk auf dem Album (später auch auf der Kompilation Ernie, Bert, Hiphop & Co. 20 Monsterhits aus der Sesamstrasse).
Im Jahr 1999 erschien weiterhin das Album "SO ULtimativ", bei dessen grafischer Titeldarstellung die Zusammenziehung der ersten vier Buchstaben zum Wort „Soul“ angedeutet wird. Nach selbstinitiierten Aktionen wie der „Lass' das – keine Gewalt an der Schule“-Kampagne<ref name="Berliner" /> beteiligte sich Spektacoolär 1999 am vom Landtag Mecklenburg-Vorpommerns als Schirmherr angeführten Aktionsbündnis „Bunt statt braun“.<ref>Kinder- und Jugendpreis Bunt statt braun. In: Mecklenburg-Vorpommern, Innenministerium (Hrsg.): Verfassungsschutz-Journal. Freiheit + Sicherheit = kein Gegensatz. Nr. 1/1999, 1999, Info-Box, S. 22 (verfassungsschutz-mv.de [PDF; 1,5 MB; abgerufen am 23. August 2015]).</ref> Das letzte Album Spektakulös wurde am 8. Mai 2000 veröffentlicht.<ref>Spektacoolär – Spektakulös. In: discogs.com. Abgerufen am 23. August 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach dessen Erscheinen sind keine weiteren Veröffentlichungen oder Aktivitäten der Band bekannt.
Stil
Im Branchenmagazin MusikWoche hieß es, das Debüt überrasche mit „durchdachten, abwechslungsreichen Arrangements, erfrischenden Melodien und humorvollen Reimen“, die aus Pop-, Soul- und Hip-Hop-Elementen zusammengesetzt seien. Der Stil erinnere an Stefan Raab und Bürger Lars Dietrich,<ref name="MW14" /> mit denen Spektacoolär schon gemeinsam aufgetreten war. Der Musikexpress meinte, der „poppig-glatt“ säuselnde Hip-Hop nach „Schema-F“ sei nur etwas für Teenies, nicht aber für gestandene Hip-Hop-Fans.<ref name="ME" />
Diskografie
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Alben
- 1998: 365 Tage (Hansa/BMG)
- 1999: SO ULtimativ (Hansa/BMG)
- 2000: Spektakulös (Ariola Express/BMG)
Singles
- 1996: Es wird ja alles wieder gut (Hansa/BMG)
- 1997: Meine kleine Schwester (Hansa/BMG)
- 1997: Du bist abgehau'n (Hansa/BMG)
- 1998: Ich zieh mich aus für dich (Hansa/BMG)
- 1999: Geh nicht fort (Hansa/BMG)
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website von Spektacoolär ( vom 1. Oktober 2001 im Internet Archive)
- Spektacoolär bei Discogs