Speicher Faulmühle
| Speicher Faulmühle | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Gottmannsfoerde Stausee 2010-06-29 002.jpg | ||||||
| Stausee vom Südufer | ||||||
| Geographische Lage | Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Nordwestmecklenburg | |||||
| Zuflüsse | Stepenitz aus dem Rehmsee, Gadebuscher Bach | |||||
| Abfluss | Stepenitz zum Cramoner See | |||||
| Orte am Ufer | Gottmannsförde, Faulmühle | |||||
| Ufernaher Ort | Brüsewitz, Schwerin | |||||
| Daten | ||||||
| Koordinaten | 53° 40′ 55″ N, 11° 16′ 5″ O
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| Höhe über Meeresspiegel | 45 m ü. NHN | |||||
| Fläche | 17,8 ha | |||||
Der Speicher Faulmühle, teils als (Gottmannsförder) Anstau<ref>Gewässersteckbrief bei anglermap.de</ref> bezeichnet, ist ein durch Aufstauung der Stepenitz und des in sie mündenden Gadebuscher Bachs entstandener Stausee im Landkreis Nordwestmecklenburg.
Gewässerbeschreibung
Das L-förmige und sehr flache<ref name="LUNG">Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Gewässergütebericht 1993, Schwerin 1994, S. 58</ref> Gewässer hat Schenkellängen von etwa 1,2 Kilometern von West nach Ost und etwa 700 Metern von Nord nach Süd. Die Breite beträgt maximal 200 Meter. Nördlich und südlich ist der Stausee durch Straßendämme begrenzt. Nach Süden besteht eine Verbindung zum sich unmittelbar auf der anderen Straßenseite anschließenden Rehmsee über die Stepenitz. Nach Norden fließt die Stepenitz über eine Sohlgleite ab. Der Gadebuscher Bach mündet am westlichen Ende ein. Die Brüsewitzer Ortsteile Gottmannsförde und Faulmühle liegen am Ost- bzw. Nordostufer, Brüsewitz liegt südwestlich des Sees. Unbebaute Flächen in der Umgebung werden größtenteils ackerbaulich genutzt. Durch das von einem Schilfgürtel umgebene Stillgewässer verläuft die Gemeindegrenze zu Dragun. Das durch den Stau entstandene Speichervolumen beträgt etwa 600.000 m³.<ref name="Hartwig">Ingrid Hartwig: Halt für das Wasser der Stepenitz: Umweltgestaltung ist beim Bau des ersten Stausees im Bezirk Schwerin wichtig. in: Norddeutscher Leuchtturm, Nr. 1499, 5. Februar 1982, S. 1</ref>
Prägend für das Gewässer sind die vormals bewachsenen, überstauten Flächen und der hohe Faulschlammanteil in den Ablagerungen auf dem Seegrund. Durch die geringe Wassertiefe kann sich keine Temperaturschichtung ausbilden. Der polytrophe Zustand fördert starkes Algenwachstum. Im Sommer 1993 wurden Sichttiefen von unter einem halben Meter gemessen.<ref name="LUNG" />
Eigentümer des Sees ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, Pächter sind die BIMES Binnenfischerei GmbH und der Landesanglerverband.<ref name="angelregionen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. bei angelregionen.de</ref>
Zum Fischbestand zählen Aal, Hecht, Barsch, Blei, Karpfen und Schleie.<ref name="angelregionen" />
Geschichte
Vor der Errichtung des ersten Staudamms im Bezirk Schwerin um das Jahr 1981<ref group="Anmerkung">Der in den Einzelnachweisen genannte Zeitungsartikel vom 5. Februar 1982 nennt das eigentliche Entstehen des Sees als zukünftiges Ereignis. Der noch unbepflanzte Staudamm und das Wehr sind auf einem Foto zu sehen. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass der Damm selbst im Jahr 1981 fertiggestellt wurde.</ref> war das Gelände eine schilfige Senke. Etwa 30.000 m³ Sand sind beim Bau verarbeitet worden.<ref name="Hartwig" /> Der südlich liegende Rehmsee existierte bereits, vergrößerte jedoch seine Wasserfläche infolge der Maßnahmen um ein Vielfaches.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karte 2333/1 Gross-Brütz von 1879 ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Januar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. beim Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald (dortige Nutzungsbedingungen beachten)</ref>
Grund für die Errichtung des Staudamms war der Wasserbedarf des die umliegenden Felder bewirtschaftenden Volkseigenen Gutes (VEG) Warnitz, das jährlich etwa 6000 Tonnen Gemüse erntete. Ursprünglich war ein höheres Stauziel vorgesehen. Nach Abwägung von Nutzen mit möglichen negativen Auswirkungen wurde dieses jedoch reduziert und der Wasserverbrauch durch Fruchtfolgen und moderne Beregnungssteuerung optimiert. Am Ablauf des im Stepenitzverlauf folgenden Cramoner Sees wurden im Zusammenhang mit den Arbeiten ein weiteres Wehr sowie ein Pumpwerk errichtet.
Zum Ausgleich von Schäden an Landschaft und Natur wurden im Umfeld des Faulmühler Speichers zahlreiche Gehölze gepflanzt. Durch den Rückstau im Unterlauf des Gadebuscher Baches waren Auswirkungen auf den Park des ehemaligen Gutshauses Brüsewitz befürchtet worden. Um den dortigen alten Eichenbestand zu schützen, wurden ein Entwässerungsgraben, ein Damm, Polder und ein Schöpfwerk errichtet, die den Grundwasserstand niedrig halten sollten.<ref name="Hartwig" />
Das Wehr am Ablauf des Stausees wurde im Jahr 2018 durch eine Sohlgleite ersetzt, wodurch eine Durchlässigkeit für Fische hergestellt wurde.
Weblinks
Fußnoten
<references group="Anmerkung" />
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- See in Europa
- See in Mecklenburg-Vorpommern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Stausee in Europa
- Stausee in Mecklenburg-Vorpommern
- Flusssystem Stepenitz (Trave)
- See im Landkreis Nordwestmecklenburg
- Bauwerk in Brüsewitz
- Geographie (Brüsewitz)