Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
| Datei:Sparkasse.svg Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien | |
|---|---|
| Hauptstelle Hauptstelle | |
| Staat | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Sitz | Frauenstraße 21 02763 Zittau |
| Rechtsform | Anstalt des öffentlichen Rechts |
| Bankleitzahl | 850 501 00<ref name="Daten047493">Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank</ref> |
| BIC | WELA DED1 GRL<ref name="Daten047493"></ref> |
| Gründung | 1. September 2005 |
| Verband | Ostdeutscher Sparkassenverband |
| Website | sparkasse-oberlausitz-niederschlesien.de |
| Geschäftsdaten 2024<ref name="GDaten">Sparkassenrangliste 2024. (PDF; 35 kB; 8 Seiten) In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 15. Juni 2025, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 15. Juni 2025.</ref> | |
| Bilanzsumme | 4,602 Mrd. Euro |
| Einlagen | 3,88 Mrd. Euro |
| Kundenkredite | 1,44 Mrd. Euro |
| Mitarbeiter | 449 |
| Geschäftsstellen | 35 |
| Leitung | |
| Verwaltungsrat | Stephan Meyer (Vorsitzender) |
| Vorstand | Grit Fugmann (Vorsitzende); Mario Häser |
| Liste der Sparkassen in Deutschland | |
Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ist eine öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz im sächsischen Zittau. Das Geschäftsgebiet umfasst den gesamten Landkreis Görlitz. Die Sparkasse ist Mitglied im Ostdeutschen Sparkassenverband.
Geschichte
Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien entstand aus der Fusion der Niederschlesischen Sparkasse und der Kreissparkasse Löbau-Zittau am 1. September 2005.<ref>Sebastian Beutler: Sparkasse kommt auf Samtpfoten. In: Sächsische Zeitung. 24. August 2005 (online [abgerufen am 5. Dezember 2012]).</ref>
Provinzialsparkasse der Oberlausitz
Am 1. Oktober 1830 nahm die Oberlausitzer Provinzialsparkasse ihre Geschäftstätigkeit auf. Sie war eine so genannte Flächensparkasse und gegründet durch die oberlausitzischen Landstände im Bereich Preußen, später vertreten im Kommunallandtag der Oberlausitz.<ref name="Einert schlesische Sparkassengeschichte" /> Die Provinzialsparkasse hatte Kassenstellen in Görlitz (Sitz und Hauptsparkasse) sowie Nebensparkassen unter anderem in Hoyerswerda, Muskau, Reichenbach und Rothenburg.<ref name="Einert schlesische Sparkassengeschichte">Thomas Einert, "Zur schlesischen Sparkassengeschichte", auf: Sparkassengeschichte Blog; abgerufen am 13. Januar 2025.</ref> Im Rahmen der nationalsozialistischen Bereinigung von Parallelstrukturen ordnete die Preußische Staatsregierung die Auflösung der Provinzialsparkasse zum Ende des Jahres 1938 an, die Kunden mit ihren Konten wurden den örtlich vertretenen Stadt- und Kreissparkassen übergeben, also in Görlitz der Stadtsparkasse.
Stadtsparkasse Görlitz und Niederschlesische Sparkasse
Das Statut für die städtische Sparkasse Görlitz wurde am 15. Mai 1850 beschlossen. Am 6. Februar 1851 wurde die erste Filiale in der Langenstraße eröffnet. Die Sparkasse war im Parterre der Pfandleihanstalt untergebracht. Um 1860 bezog die Sparkasse Räumlichkeiten im Rathaus am Untermarkt. Zur gleichen Zeit etablierten sich neben dieser Hauptkasse am Untermarkt auch erste Zweigstellen, die Apotheker und Kaufleute nebenbei betrieben. Nach der Jahrhundertwende erhielt die Sparkasse an der Berliner Straße ihr eigenes Domizil. Zwischen 1909 und 1913 entstand der repräsentative Bau an der Ecke zum Postplatz. Die Hauptkasse blieb jedoch bis 1930 im Rathaus. Am 1. Januar 1939 wurden Teile der Oberlausitzer Provinzialsparkasse in die Stadtsparkasse eingegliedert.<ref name="Einert schlesische Sparkassengeschichte" /> Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Sparkasse in der Deutschen Demokratischen Republik zu einer zentral geleiteten Filialkasse. Erst nach der Wende erlebten die lokalen Sparkassen 1990 eine Renaissance. Im Jahr 1992 fusionierte die Stadtsparkasse Görlitz mit den Kreissparkassen Niesky und Weißwasser zur Niederschlesischen Sparkasse.<ref>Hans Schulz: Erste Sparkasse eröffnete in der Pfandleihe. In: Sächsische Zeitung. 12. Februar 2011 (online [abgerufen am 5. Dezember 2012]).</ref> Der Sitz der Niederschlesischen Sparkasse war Görlitz.
Ihr Geschäftsgebiet erstreckte sich über das Gebiet der kreisfreien Stadt Görlitz sowie des Kreises Niesky, Görlitz und Weißwasser. Nach der Kreisgebietsreform 1994 erstreckte sich das Geschäftsgebiet über die kreisfreie Stadt Görlitz und den Niederschlesischen Oberlausitzkreis.
Kreissparkasse Löbau-Zittau
Das Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Löbau-Zittau erstreckte sich über das Gebiet des Landkreises Löbau-Zittau.
Geschäftszahlen
Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien wies im Geschäftsjahr 2024 eine Bilanzsumme von 4,602 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 3,88 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2024 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 108. Sie unterhält 35 Filialen/Selbstbedienungsstandorte und beschäftigt 449 Mitarbeiter.<ref>Sparkassenrangliste 2024. (PDF; 35 kB; 8 Seiten) In: Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband. DSGV.de, 15. Juni 2025, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 15. Juni 2025.</ref>
Literatur
- Beatrice Falk; Friedrich Hauer: Mit 12 Talern fing alles an. Zur Geschichte der Niederschlesischen Sparkasse. 1. Auflage. Kitte Fotoverlag, Görlitz 2001, ISBN 3-00-007931-9.
Weblinks
- Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien in der Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 50° 53′ 50,2″ N, 14° 48′ 36,5″ O
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