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Soziotop

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Unter Soziotop ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}, {{#invoke:Vorlage:lang|full |CODE=el |SCRIPTING=Grek |SERVICE={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0 }} | neu}}griechisch |SUITABLE=prefix neu}}) versteht man den Lebensraum einer Gruppe bzw. einen Lebensraum, der die Entwicklung einer Gruppe besonders fördert. In Soziotopen gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der Gemeinschaft und dem von ihnen bewohnten Raum. Der Begriff wird aber auch – entgegen dem Wortsinn – zur Bezeichnung eines sozialen Milieus oder einer Subkultur ohne Bezug auf eine feste räumliche Bindung benutzt.

Eine erste Verwendung findet sich bei Tino Bargel u. a. im Jahr 1978.<ref>T. Bargel, M. Kuthe, J.W. Mundt: Soziotope als Grundlage zur Messung sozialer Disparitäten. In: H.-J. Hoffmann-Nowotny (Hrsg.): Messung sozialer Disparitäten (= Soziale Indikatoren, Bd. VI). Frankfurt/New York 1978, S. 43–92.</ref> Übernommen wurde er 1982 von Michael Rutschky zur Charakterisierung von Milieus.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>Nachrufe: Michael Rutschky, 74. In: Der Spiegel 13/2017, 24. März 2018, S. 141.</ref> Hasso Spode benutzte den Begriff 1994 bei der Analyse der soziokulturellen Zusammensetzung des Berliner Bezirks Kreuzberg.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> In der Architektur und Stadtplanung wird er als Bezeichnung für verschiedene urbane soziale Settings (räumlich fixierbare Milieus) genutzt.

Tino Bargel und andere nutzten den Begriff auch zur Bezeichnung der sozialen Umgebungsfaktoren im Prozess der kindlichen Sozialisation.<ref>Tino Bargel, Richard Fauser, Jörn W. Mundt: Soziotope und soziale Infrastruktur – Die Lokalität als Grundlage einer Sozialpolitik für das Kind. In: J. W. Mundt (Hrsg.): Grundlagen lokaler Sozialpolitik. Beltz, Weinheim / Basel 1982, S. 125–162.</ref>

Literatur

  • Michael Rutschky (Hrsg.): Zeichen und Wunder. Ein Reisebericht in Errungenschaften. Eine Kasuistik (= edition suhrkamp 1101, Neue Folge Band 101). Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1982.

Einzelnachweise

<references />