Sotira (Bezirk Famagusta)
Sotira Σωτήρα
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Cyprus.svg Zypern | |||||
| Bezirk: | Famagusta | |||||
| Geographische Koordinaten: | 35° 2′ N, 33° 57′ O
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| Höhe ü. d. M.: | 75 m | |||||
| Fläche: | 25,6569 km² | |||||
| Einwohner: | 5905 (2021<ref name="Bevölkerung" />) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 230 Einwohner je km² | |||||
| LAU-1-Code: | CY-04 | |||||
| Postleitzahl: | 5390<ref>Postleitzahlensuche. In: cyp.postcodequery.com. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |||||
| Website: | www.sotira.org.cy | |||||
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Sotira ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadtgemeinde (Δήμος Dímos) im Bezirk Famagusta in der Republik Zypern.<ref>Geo Codes 2015 – Gemeinden auf Zypern. In: mof.gov.cy. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. August 2018; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> Bei der Volkszählung im Jahr 2021 hatte sie 5905 Einwohner.<ref name="Bevölkerung">Population Enumerated by Sex, Age, District and Municipality/Community 1.10.2021. Statistischer Dienst der Republik Zypern (CYSTAT), abgerufen am 31. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aus Sotira stammte der mittlerweile aufgelöste Fußballverein Onisilos Sotira, der kurzzeitig in der First Division spielte.
Name
Der Name Sotira stammt vom Erlöser Christus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Es gibt zwei Versionen über seinen Ursprung. Die erste Version besagt, dass sich die ursprüngliche Siedlung in der Küstenregion von Agia Thekla befand. Aufgrund von Piratenangriffen zogen die Bewohner in das Gebiet von Sotira, um Sicherheit zu finden, und gaben dem Dorf den Namen Sotira – in Erinnerung an ihre Errettung vor den Piraten. Nach der zweiten Version erhielt das Gebiet seinen Namen von der Kirche der Verklärung des Erlösers ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), die dort im 12. Jahrhundert errichtet wurde.<ref name="historia">Ιστορική Αναδρομή. In: www.sotira.org.cy. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geografie
Sotira liegt im Südosten der Mittelmeerinsel Zypern am Südwestufer des Paralimni-Sees<ref>cyprusfortravellers.net: Villages near Famagusta – Sotira (englisch)</ref> auf einer Höhe von etwa 75 Metern,<ref>Liste der berechtigten Gemeinden in benachteiligten Gebieten. In: capo.gov.cy. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. April 2018; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> etwa 10 Kilometer von der Stadt Agia Napa entfernt.<ref name=":0">Sotira Ammochostou. In: terrabook. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Ort zählt zu den Kokkinochoria (rote Dörfer, bezogen auf die landwirtschaftlich wertvolle rote Erde).<ref>Vesna Maric: Cyprus, S. 173, 174</ref> Das 25,6569 Quadratkilometer<ref>Klassifizierung für den Urbanisierungsgrad in Zypern. In: mof.gov.cy. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Januar 2018; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> große Gemeindegebiet grenzt im Norden an Deryneia, im Osten an Paralimni, im Südosten an Agia Napa, im Südwesten an Liopetri und im Nordwesten an Frenaros. Im Süden reicht das Gemeindegebiet bis an die Küste des Mittelmeers.<ref>Karte von Zypern und dessen Bevölkerungsgruppen. In: kypros-cyprus.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Februar 2012; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref><ref>Karte der Gemeindegrenzen der Republik Zypern. In: data.gov.cy. Ministerium für Bauen und Wohnen, 29. Dezember 2017, abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> Die Küstenregion erstreckt sich vom Strand Agia Thekla bis zu den Stränden Posidonas und Sirines.<ref name=":0" /> Südlich der Gemeinde verläuft die Autobahn A3, wo es auch eine Ab- und Zufahrt gibt. Das Dorf kann über die Straßen E304, E312, E333, E348 und F316 erreicht werden.<ref>Besucherkarte. (PDF) In: geoportal.gov.cy. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nebenstraßennetz – Topografische Karte. In: data.gov.cy. Abteilung für Kataster und Landvermessung, abgerufen am 31. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 344 Millimeter (Zeitraum 1951–1980).<ref name="polignosi">Sotira. In: Polignosi – Große zypriotische Enzyklopädie. Abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref>
Geologie und Geomorphologie
Das Gebiet weist ein überwiegend ebenes Relief mit einer leichten Neigung in Richtung Meer auf; die Höhenlage überschreitet dabei kaum 80 Meter über dem Meeresspiegel. Geologisch wird die Umgebung von Ablagerungen des Nikosia-Formationskomplexes dominiert, der aus kalkhaltigen Sandsteinen, Konglomeraten und sandigen Mergeln besteht. Ergänzend treten Sedimente des Synagma-Systems auf, die aus pleistozänen Sand- und Kiesschichten bestehen. Ferner finden sich riffbildende Kalke der Terra-Formation, Schwemmland- und Terrassenablagerungen sowie Gesteine der Lefkara-Formation, die vorwiegend aus Kreidekalken, Mergeln und Radiolariten aufgebaut sind. Auf diesen geologischen Substraten entwickelten sich charakteristische Terra-rossa-Böden und Kafkalles-Böden (kalkhaltige Böden), die für die Region typisch sind.<ref name="polignosi" />
Landwirtschaft
In der Region wird eine große Vielfalt an Feldfrüchten kultiviert, darunter vor allem Kartoffeln, Taro (Kolokasien), Wassermelonen, Gurken, Tomaten, Melonen, Zucchini, Bohnen, Zwiebeln, Artischocken und Kohlarten. Im Jahr 1985 umfasste die Anbaufläche für Gemüse rund 874 Hektar. Das wichtigste landwirtschaftliche Produkt des Dorfes ist jedoch die Kartoffel, deren Anbau durch die günstigen klimatischen und bodenkundlichen Bedingungen besonders begünstigt wird. Neben dem Gemüseanbau werden auch Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen, Grapefruits), Hülsenfrüchte (Bohnen, Ackerbohnen, Saubohnen), Getreide, Futterpflanzen, sowie Oliven-, Granatapfel- und Feigenbäume kultiviert.
Wie die übrigen Dörfer der sogenannten Kokkinochoria litt auch Sotira lange Zeit unter Wasserknappheit für die Bewässerung der ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen. Die intensive Nutzung und Übernutzung des Grundwassers führte zu Salzwassereinbrüchen in das tiefere Grundwasser, wodurch zahlreiche Brunnen aufgegeben werden mussten. Eine deutliche Verbesserung brachte die Umsetzung des Projekts des Südlichen Wasserleitungsnetzes, des größten Bewässerungsvorhabens in der Geschichte Zyperns, durch das über eine Leitung Wasser aus dem Kouris-Staudamm in die Region der Kokkinohoria geleitet und große landwirtschaftliche Flächen wieder bewässert werden konnten.<ref name="polignosi" />
Geschichte
In der Umgebung von Sotira sind archäologische Spuren aus der Antike belegt. Der britische Archäologe G. Jeffery vermerkte bereits im Jahr 1918 das Vorhandensein einer archäologischen Stätte südlich des Dorfes, in der heutigen Gegend namens Tornos, die den Namen der antiken Region Thronoi trägt. Dort wurden alte Gräber sowie verschiedene antike Funde entdeckt, was auf eine frühzeitige Besiedlung des Gebiets hinweist.
Die moderne Entwicklung des Ortes führte schließlich zur Erhebung von Sotira zur Stadtgemeinde. Nach einem Antrag des Gemeinderates stimmten die Einwohner am 3. Juli 2011 in einem Volksentscheid mit einer überwältigenden Mehrheit von 90,35 % für die Umwandlung. Die offizielle Anerkennung als Stadt erfolgte am 1. Januar 2012 durch ein entsprechendes Dekret (Nr. 873), das in der Amtlichen Zeitung der Republik Zypern (Nr. 4445, vom 21. Oktober 2011) veröffentlicht wurde.<ref name="historia" />
Bevölkerungsentwicklung
Laut der osmanischen Volkszählung von 1831 war Sotira ausschließlich von Zyperngriechen bewohnt – ein Merkmal, das sich auch während der gesamten britischen Kolonialzeit nicht änderte. Die Bevölkerungszahl stieg in dieser Zeit stetig an.
Nach der Teilung Zyperns im Jahr 1974 blieb die ursprüngliche Bevölkerung von Sotira nicht von Vertreibung betroffen, doch das Dorf wurde zu einem Aufnahmezentrum für vertriebene griechisch-zyprische Familien, vor allem aus dem Bezirk Famagusta. Ende der 1970er Jahre errichtete die Republik Zypern in Sotira Wohnsiedlungen für Geflüchtete, die zuvor in provisorischen Lagern in der Umgebung untergebracht waren.
Heute wird Sotira sowohl von Nachkommen der ursprünglichen Dorfbewohner als auch von vertriebenen griechisch-zyprischen Familien aus verschiedenen Orten des Bezirks Famagusta bewohnt.<ref>Sotira. In: Prio. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die folgende Tabelle zeigt die Bevölkerung des Dorfes, wie sie in den in Zypern durchgeführten Volkszählungen erfasst wurde.
| Jahr | 1881 | 1891 | 1901 | 1911 | 1921 | 1931 | 1946 | 1960 | 1976 | 1982 | 1992 | 2001 | 2011 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 295<ref>Einwohnerzahl 1881. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 367<ref>Einwohnerzahl 1891. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 416<ref>Einwohnerzahl 1901. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 466<ref>Einwohnerzahl 1911. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 541<ref>Einwohnerzahl 1921. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 710<ref>Einwohnerzahl 1931. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 1036<ref>Einwohnerzahl 1946. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 1515<ref>Einwohnerzahl 1960. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 2709<ref>Einwohnerzahl 1976. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 3015<ref>Einwohnerzahl 1982. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 3553<ref>Einwohnerzahl 1992. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 4258<ref>Einwohnerzahl 2001. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 5474<ref>Statistical Service. cystat.gov.cy, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juni 2018; abgerufen am 30. Oktober 2025. (Download)</ref> | 5905<ref name="Bevölkerung" /> |
Sehenswürdigkeiten
In Sotira stehen zwei kulturell bedeutsame Kirchen: Die Agios Mamas ist eine regelmäßige Kreuzkuppelkirche mit angedeuteten Kreuzarmen und achteckiger Tambourkuppel aus dem 15. Jahrhundert, im Altarraum finden sich schlecht erhaltene Darstellungen einer Himmelfahrt und eines Pfingstwunders. Die Panagia Chordakiotissa am Ortsausgang ist ähnlich aufgebaut und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Daneben gibt es drei weitere Kirchen in und nahe dem Ort: Metamorphosis tou Sotiros, Agios Georgios und Agios Theodoros. Im Ort befindet sich auch das Sotira Ecclesiastical Museum.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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