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Sonnenstraße (München)

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Sonnenstraße
Datei:Muenchen Kleines Stadtwappen.svg
Wappen
Straße in München
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Basisdaten
Ort  München
Ortsteil  Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten  1812
Anschluss­straßen  Stachus (Karlsplatz), Blumenstraße
Querstraßen  Bayerstraße, Schlosserstraße, Adolf-Kolping-Straße, Herzogspitalstraße, Schwanthalerstraße, Josephspitalstraße, Landwehrstraße
Plätze  Stachus (Karlsplatz), Sendlinger-Tor-Platz
Nummern­system  Orientierungsnummerierung
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen Bahnhof München Karlsplatz (S-Bahn-Stammstrecke, U4, U5), U-Bahnhof Sendlinger Tor (U1, U2, U3, U6, U7, U8)
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung getrennte Richtungsfahrbahnen, begrünter Mittelstreifen mit Straßenbahngleisen
Länge 600 m

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Karte
Vorlage:Maplink

Die Sonnenstraße ist eine Straße im Stadtzentrum von München. Sie bildet die Grenze zwischen den Stadtvierteln Altstadt und Ludwigsvorstadt.

Beschreibung

Die Sonnenstraße ist Teil des Münchner Altstadtrings und verläuft in Nord-Süd-Richtung zwischen dem Sendlinger-Tor-Platz und dem Stachus. Die breite Straße hat bis zu acht Fahrstreifen und in der Mitte eine viergleisige Trasse der Münchner Straßenbahn.

Entlang der etwa 600 Meter langen Straße befinden sich zahlreiche Clubs wie der Technoclub Harry Klein.<ref>PRINZ Redaktion: Sonnenstrasse: Die neue Partymeile. 6. Januar 2009, abgerufen am 23. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie verbindet somit als „Partymeile“ den Maximiliansplatz mit dem Glockenbachviertel. Aufgrund des gebogenen Straßenverlaufs wird sie umgangssprachlich auch als „Feierbanane“ bezeichnet.<ref>Tatort Feierbanane. In: sueddeutsche.de. 21. Oktober 2012, abgerufen am 23. Juni 2018.</ref>

Geschichte

Entlang der Sonnenstraße verlief die frühneuzeitliche Befestigungsanlage Münchens. Ihren heutigen Namen erhielt sie 1812, da ihr Verlauf nach dem Konzept der Sonnenbaulehre von Christoph Faust auf den höchsten Stand der Sonne zur Mittagszeit hin ausgerichtet ist.<ref>Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 5. Auflage. Ludwig Verlag, München 2004, ISBN 3-7787-5174-3, S. 282.</ref><ref name=":0">Ulrike Heidenreich: München: Warum aus der Sonnenstraße ein Park werden muss - Kommentar. Abgerufen am 23. März 2022.</ref>

Parallel zur Sonnenstraße (nahe der Herzog-Wilhelm-Straße) verläuft unterirdisch der Westliche Stadtgrabenbach, er wird in der Nähe des Sendlinger Tores aus dem Glockenbach gespeist und folgt nach Norden und später Nordosten der früheren Stadtbefestigung.<ref>Grüne wollen aus München ein Klein-Venedig machen. Abgerufen am 23. März 2022.</ref> Es gibt Pläne, ihn teilweise wieder freizulegen.<ref>Fraktion Die Grünen-rosa liste im Münchner Stadtrat: Münchner Stadtbäche wieder beleben – freilegen und zugänglich machen | Fraktion Die Grünen – rosa liste im Münchner Stadtrat. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 28. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.gruene-fraktion-muenchen.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Die Sonnenstraße war bis in die 1930er-Jahre ein grüner Boulevard.<ref>Thomas Anlauf: Altstadt: Sonnenstraße soll ein "Central Park" werden. In: sueddeutsche.de. 9. April 2021, abgerufen am 10. April 2021.</ref> Die 1833 erbaute Matthäuskirche, die erste evangelische Kirche Münchens, stand bis zu ihrem Abbruch 1938 auf der Sonnenstraße, in Höhe der Einmündung der Herzogspitalstraße.

1846 gründete August Hauner in der Sonnenstraße das Dr. von Haunersche Kinderspital, das sich heute in der Lindwurmstraße befindet. 1856 wurde an der Sonnenstraße die Frauengebäranstalt fertiggestellt, das erste Gebäude im Maximilianstil des Architekten Georg Friedrich Christian Bürklein, ab 1922 befand sich darin das Postscheckamt, heute die Isarpost Eventlocation. An der Sonnenstraße befand sich das Hotel Wagner, worin sich die Singspielhalle Kabarett Wien-München und von 1934 bis 1935 das Valentin Panoptikum befand.

1938 verwandelten die Nationalsozialisten die Sonnenstraße vom grünen Boulevard zur heutigen Betonstraße, weil Hitler eine breite Aufmarschschneise wollte.<ref name=":0" />

Weblinks

Commons: Sonnenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 48° 8′ 12,1″ N, 11° 33′ 55,1″ O

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