Sonderwirtschaftszone Łódź
Die Sonderwirtschaftszone Łódź (polnisch Łódzka Specjalna Strefa Ekonomiczna, abgekürzt ŁSSE) ist eine Sonderwirtschaftszone in Polen.<ref> Dieter Schiffmann: Sonderwirtschaftszonen in Polen polentoday.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2026. Suche im Internet Archive ), abgerufen am 30. März 2017</ref> Sie befindet sich hauptsächlich auf dem Gebiet der Wojewodschaft Łódź und wird durch die Łódzka Specjalna Strefa Ekonomiczna S.A. verwaltet.
Gegründet wurde die Zone 1997 auf Grundlage des Gesetzes von 1994 über Sonderwirtschaftszonen<ref>Gesetzblatt 123, pos. 600 vom 23. November 1994 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (polnisch)</ref> und einer Verordnung des Ministerrates für die Zeit von 23 Jahren.<ref> Woiwodschaftsamt Lodz Abgerufen am 30. März 2017.</ref>
Sonderwirtschaftszonen sind von Vorzugsbedingungen geprägt und auf die Förderung der sozialwirtschaftlichen Entwicklung ausgerichtet. Jene in Łódź hat eine Größe von 1.339 Hektar mit wachsender Tendenz. Sie weist bisher Investitionsaufwendungen von 3,5 Mrd. Euro auf. Seit 1997 wurden hier rund 34.000 Arbeitsplätze geschaffen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Themenabend informierte über Polen und seine Wirtschaft ( des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Webseite des Österreichischen Grenzlandvereins, 17. Mai 2016</ref>
Die Gebiete, die zur ŁSSE gehören, liegen in 44 Orten (Unterzonen), die sich größtenteils in der Wojewodschaft Łódź, aber teilweise auch in den Wojewodschaften Masowien und Großpolen befindet. Die Zone umfasst in der Wojewodschaft Łódź folgende Ortschaften bzw. ihr Umland: Aleksandrów Łódzki, Bełchatów, Chociw, Kutno, Ksawerów, Łęczyca, Łódź, Ozorków, Piotrków Trybunalski, Radomsko, Rawa Mazowiecka, Sieradz, Sławno, Stryków, Tomaszów Mazowiecki, Tubądzin, Wieluń, Wolbórz, Zduńska Wola und Zgierz, in Masowien ist es Warschau, in Großpolen Nowe Skalmierzyce und Koło.
Unterstützt werden die Bereiche Produktion, Dienstleistung (mit Lagerung), Innovation, IT, Forschung und Entwicklung. Die größten Investoren sind Dell, BSH, Indesit, Gillette Poland International, Grupa Atlas und Ceramika Tubądzin.
Die Förderung in der Zone erfolgt für Investitionen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Steuerbefreiung.<ref>Auf der Website der Zone steht auf Deutsch von der Einkommensteuer, gemeint ist aber wohl eher die Körperschaftssteuer, beides im Polnischen podatek dochodowy. Unterscheidung durch einen entsprechenden Nachsatz.</ref> Die Förderhöhe kann dabei abhängig von der Unternehmensgröße bis zu 70 Prozent des Investitionsvolumens betragen<ref>Stephan Kudert, Marcin Jamrozy: Polnische Sonderwirtschaftszonen: Chancen und Risiken für deutsche Unternehmer 8. Juni 2010</ref> und liegt damit europaweit am höchsten. Dabei muss eine Investition aber ein Mindestvolumen von 100.000 Euro haben und die Tätigkeit auf mindestens fünf Jahre ausgelegt sein.
Weblinks
- Country Report für Investoren und Exporteure: Polen Wien, November 2014
- Łódź/Polen. Statistische Daten Stand 2011, abgerufen am 30. März 2017
- Arbeitsmarktinformationen/Polen - Lodzkie EURES, November 2016
Fußnoten
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