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Soncino (Buchdruckerfamilie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Soncino signet.JPG
Ein Druckersignet der Soncino-Offizin

Soncino ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist der Name einer jüdischen Drucker-Dynastie, deren Drucke zwischen 1484 und 1547 erschienen sind.<ref Name=JewEnc>Artikel in der Jewish Encyclopaedia; abgerufen am 26. April 2006]</ref>

Mehr als ein Drittel aller erhaltenen Inkunabeln in hebräischer Sprache kommen aus Druckereien der Soncino.<ref>Judaic treasures of the Library of Congres: Gershon Soncino's First book. [1]</ref>

Über fünf Generationen und in drei Kontinenten (Europa, Asien und Afrika) produzierten die Soncino hebräische Bücher. Sie spielten eine bedeutende Rolle in der europäischen und besonders der jüdischen Kulturgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts. Ihre Produkte zeichnen sich aus sowohl durch philologische Verlässlichkeit der Inhalte, als auch durch die Qualität von Typographie, Materialien, Illustration und Dekor. Außer hebräischen Texten kommen aus den Soncino-Druckereien Inkunabeln und Frühdrucke in griechischer, lateinischer und italienischer Sprache.

Herkunft

Die Spuren der Familie reichen zurück nach Speyer. In Urkunden aus Fürth in Süddeutschland wird 1455 ein gewisser Moses aus Speyer oder auch Moses de Spira erwähnt. Der erste aus der Familie, der als Drucker namentlich genannt wird, ist Israel Nathan Ben Samuel, Vater von Joshua Moses und Großvater des bekanntesten Familienmitglieds Gershon Soncino.<ref Name=JewEnc />

Die Soncino leiten ihren Familiennamen von der kleinen italienischen Stadt Soncino im ehemaligen Herzogtum Mailand ab, in der Gershon Soncino eine Offizin eingerichtet hatte.

In Montefiore, einem Viertel im Bezirk Mitte von Tel Aviv, ehrt der Rechov Sontsino ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) das Andenken der Familie.

Druckereien

Die Offizin arbeitete von 1483 bis 1486, 1486 in Casalmaggiore, dann erneut von 1488 bis 1490 in Soncino, von 1490 bis 1492 in Neapel, von 1491 bis 1494 in Brescia, von 1494 bis 1497 in Barco, von 1503 in 1506 in Fano, von 1507 bis 1520 in Pesaro mit Unterbrechungen 1516 in Fano und 1519 in Ortona, von 1521 bis 1526 in Rimini. Mitglieder der Familie druckten zwischen 1530 und 1547 auch in Konstantinopel. Außerdem gab es zwischen 1532 und 1533 eine Zweigstelle in Thessaloniki. Das Buchdruckersignet zeigt einen dreistufigen, gemauerten Turm.<ref Name=JewEnc />

Literatur

  • E. N. Adler: Talmud Printing before Bomberg. In: Festschrift D. Simonsen. Kopenhagen 1923.
  • Tipografia ebraica a Soncino 1483–1490. Catalogo della mostra, Soncino – Rocca Sforzesca 1988. quinto centenario della prima edizione della Bibbia ebraica, Soncino, 22 aprile 1488. Hrsg. Giuliano Tamani.
  • Soncino, in Encyclopaedia Judaica, 1971, Band 15, Sp. 140–142

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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