Solidar Sterbegeldversicherung
| Solidar Versicherungsgemeinschaft Sterbegeldversicherung VVaG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo SOLIDAR Sterbegeldversicherung.svg | |
| Rechtsform | VVaG |
| Gründung | 1. April 1922<ref name="ueberuns">Über uns. Solidar, abgerufen am 16. März 2013.</ref> |
| Sitz | Bochum |
| Leitung |
|
| Umsatz | 8 Mio. Euro |
| Branche | Versicherung |
| Website | www.solidar-versicherung.de |
| Stand: 2026 | |
Die Solidar Sterbegeldversicherung ist eine deutsche Sterbegeldversicherung in der Rechtsform eines VVaG (Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit) mit rund 85.000 Mitgliedern<ref name=":0">Über uns | Versicherungsgemeinschaft Sterbegeldversicherung VVaG | SOLIDAR. Abgerufen am 23. März 2026.</ref>.
Geschichte
Angestellte des Gussstahlwerkes „Bochumer Verein“ gründeten am 1. April 1922 die „Sterbeunterstützungseinrichtung der Angestellten des Bochumer Vereins“. In den Anfangsjahren erfolgte die Hilfe nach dem Umlageverfahren, d. h. im Sterbefall wurden die Kosten anteilig auf alle Mitglieder verteilt. Am 24. März 1939 erlangte die kleine Bochumer Sterbekasse die Rechtsfähigkeit als kleinerer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Dies bedeutete, dass die Mitglieder im Rahmen fester Mitgliedsbeiträge und auf versicherungsmathematischer Grundlage zugesagter Leistungen verbindlich einen Rechtsanspruch auf die Zahlung eines Sterbegeldes hatten. Die Kasse konnte ihrerseits Vermögen und Sicherheitsrücklagen bilden. In diesem Zusammenhang unterliegt die Kasse seitdem der Versicherungsaufsicht<ref name="hl">Solidar Sterbegeldversicherung in der Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht</ref> (heute zuständig ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin).
Das Ende des Zweiten Weltkrieges sowie die anschließende Währungsreform überstand die Solidar auch finanziell. Nachdem das RM-Vermögen von 202.000 (1945) als DM-Vermögen bis Ende 1948 bereits wieder auf 23.000 gestiegen war, wurden 1949 1.971 Mitglieder gezählt. Nachdem 1951 die Sterbekasse auch aufgrund ihrer guten finanziellen Lage für alle Mitarbeiter sowie Werksrentner des Bochumer Vereins (zum damaligen Zeitpunkt rd. 12.000 Arbeitnehmer) und ihre Angehörigen geöffnet wurde, stieg die Mitgliederzahl 1952 auf 26.086 an. 1966 erfolgte die endgültige Fusion der Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG mit der Friedrich Krupp AG. Gleichzeitig wurde die „Sterbekasse Bochumer Verein“ in „Sterbekasse Fried. Krupp Hüttenwerke“ umbenannt. Hierdurch war die Sterbekasse für die 100.000 Mitarbeiter aus dem Krupp-Konzern offen. Die Mitgliederzahl der Sterbekasse hat sich hierdurch bis zum Ende der 1960er-Jahre auf fast 90.000 erhöht.<ref>Michael Weeke: Einst für Pfennigbeträge versichert. 31. Juli 2013, abgerufen am 23. März 2026.</ref>
1986 wurde die Sterbekasse von einer rein betrieblichen Einrichtung zur Publikumsversicherung umgewandelt und damit für alle Interessenten, auch außerhalb des Krupp-Konzerns, geöffnet. Hiermit verbunden erfolgte Anfang 1988 die Umfirmierung zum heutigen Namen: Solidar Versicherungsgemeinschaft Sterbegeldversicherung VVaG. In der Folge hat sich die Mitgliederzahl bis zur Jahrtausendwende auf rd. 100.000 erhöht. Zudem haben sich seitdem auch einige kleinere Sterbekassen dem Modell der Solidar angeschlossen und wurden auf die Solidar übertragen. Hierdurch konnte eine Stabilisierung der Mitgliederzahlen erreicht werden. Nachdem aufgrund der Historie insbesondere viele Menschen aus dem Ruhrgebiet mit ihren teilweise jahrzehntelangen Mitgliedschaften den Kern der Solidar bilden, versichern sich heute Menschen aus ganz Deutschland.
2003 hat die SOLIDAR den Versicherungsbestand der Begräbnis-Beihilfe der Gemeinde Gennebreck und der Kirchengemeinde Herzkamp VVaG und der Sterbekasse „Allgemeine Begräbnishilfe“ VVaG (Wetter/Ruhr) übernommen.<ref>Veröffentlichungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (VerBaFin) Dezember 2003. BaFin, abgerufen am 16. März 2013.</ref>
2005 hat die Solidar den Versicherungsbestand der Allgemeine freiwillige Sterbekasse Meinerzhagen (Meinerzhagen) übernommen.<ref>Bundesanzeiger, 8. November 2005, Bekanntmachung über die Übertragung eines Versicherungsbestandes, eBAnz AT32 2005 B1</ref>
2009 hat die Solidar den Versicherungsbestand der Vorsorgekasse für Führungskräfte in der ULA VaG (Essen) übernommen.<ref>Bundesanzeiger, 22. Januar 2009, Bekanntmachung über die Übertragung eines Versicherungsbestandes, eBAnz AT9 2009 B1</ref>
2017 wurde die "Sterbekasse Hoffnung" in Wuppertal (gegr. 1842)<ref>Bundesanzeiger, 14.02.2017, Bekanntmachung über die Übertragung eines Versicherungsbestandes, BAnz AT 14.02.2017 B5</ref> sowie die Sterbekasse der Arbeitnehmer der Nickel-Werke Schwerte VVaG übernommen.<ref>Bundesanzeiger, 22.02.2017, Bekanntmachung über die Übertragung eines Versicherungsbestandes, BAnz AT 22.02.2017 B4</ref>
2022 Verschmelzung mit der „Sterbekasse für die Beschäftigten der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See VVaG“<ref>Bundesanzeiger, 24.01.2022, Bekanntmachung über eine Verschmelzung, BAnz AT 24.01.2022 B6</ref>
2024 hat die SOLIDAR Versicherungsgemeinschaft den Versicherungsbestand der Sterbekasse Geesthacht von 1923 übernommen.<ref>Bundesanzeiger, 17.12.2024, Bekanntmachung über die Übertragung eines Versicherungsbestandes, BAnz AT 09.01.2025 B4</ref>
Gremien
Die Mitgliedervertretung ist das oberste Organ der Versicherung. Sie besteht aus 80 auf 5 Jahre gewählten Solidar-Mitgliedern, die regelmäßig zur Vertreterversammlung zusammenkommen. Die Mitgliedervertretung wählt den Aufsichtsrat und ist an allen wichtigen Beschlüssen beteiligt. Der Aufsichtsrat besteht aus 3 bis zu 6 Mitgliedern. Als gesetzliches Kontrollorgan begleitet er den Vorstand beratend und prüft dessen geschäftliche Entscheidungen. Der aus zwei Personen bestehende Vorstand bildet die unternehmerische Führung des Unternehmens.<ref name=":0" />
Weblinks
- Solidar Sterbekasse
- Solidar Sterbegeldversicherung in der Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 51° 28′ 42,3″ N, 7° 12′ 3″ O
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