Elisabeth Max-Theurer
Elisabeth „Sissy“ Max-Theurer (* 20. September 1956 in Linz als Elisabeth Theurer) ist eine österreichische Sportfunktionärin, Olympiasiegerin und ehemalige Dressurreiterin.
Leben
Elisabeth Theurer wurde 1956 in Linz geboren. Sie begann im Alter von zehn Jahren zu reiten und spezialisierte sich auf Dressur. Elisabeth Max-Theurer ist die Tochter von Josef Theurer, dem Miteigentümer des Gleisbaumaschinenunternehmens Plasser & Theurer.<ref>Dressur-Olympiasiegerin Elisabeth Max-Theurer wird 60, Salzburger Nachrichten, 20. September 2016</ref> 1968 begegnete sie erstmals dem Ampflwanger Reitlehrer Hans Max, welcher 1974 ihr Trainer und 1983 ihr Ehemann wurde.<ref name="derstandard"/> Sie haben zwei Kinder, Tochter Victoria Max-Theurer ist ebenfalls Dressurreiterin und mehrmalige Olympiateilnehmerin (2004, 2008, 2012, 2016). Hans Max starb im August 2019 im 77. Lebensjahr.<ref>nachrichten.at: Pferdesport: Hans Max-Theurer mit 76 Jahren gestorben</ref>
Elisabeth Max-Theurer lebt mit ihrer Familie auf Schloss Achleiten in Kematen an der Krems, wo sie einen Zucht- und Ausbildungsbetrieb mit zwanzig Pferden führt.<ref name="derstandard"/>
Sportliche Laufbahn
Als Dressurreiterin wurde Elisabeth Theurer 1978 österreichische Staatsmeisterin, im Jahr darauf Europameisterin und 1980 Olympiasiegerin. Alle diese Erfolge feierte sie auf dem Schimmelwallach Mon Cherie.
Elisabeth Theurer holte bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau die einzige Goldmedaille für Österreich. Ihr Sieg wurde relativiert. Da die Sommerspiele 1980 von vielen Nationen boykottiert wurden und dadurch viele Medaillenfavoriten nicht teilnehmen konnten, sei Max-Theurer zwar 1980 die beste Teilnehmerin im olympischen Wettbewerb gewesen, doch seien die Wettkämpfe in Moskau eben nicht unter den besten Dressurreitern der Welt ausgetragen worden.
Zwischen 1983 und 1992 wurde sie noch drei weitere Male österreichische Staatsmeisterin. 1994 trat sie vom aktiven Wettbewerb zurück.<ref name="derstandard">Sonst wäre es ein Russe gewesen, in: Der Standard, Zugriff am 2. September 2016</ref>
Wichtigste Erfolge
- 1978: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie
- 1979: Europameisterin im Dressurreiten in Aarhus, Dänemark mit Mon Cherie
- 1979: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie
- 1980: Olympiasiegerin in Moskau mit Mon Cherie
- 1980: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie
- 1983: 10. Platz Europameisterschaften in Aachen mit Acapulco
- 1983: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
- 1984: 11. Platz Olympische Spiele in Los Angeles mit Acapulco<ref name="derstandard"/>
- 1984: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
Wettkampfpause nach der Geburt ihrer Kinder
- 1992: 8. Platz Einzelwertung Olympische Spiele in Barcelona mit Liechtenstein
- 1992: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
- 1994: 12. Platz Weltmeisterschaften in Den Haag mit Liechtenstein
Sportfunktionärin
- Seit 2002: Präsidentin des Bundesfachverbands für Reiten und Fahren im Österreichischen Pferdesportverband (OEPS)
- 2005: Mitglied des Vorstandes des Österreichischen Olympischen Comités (Beirat für Frauenfragen)
- Seit 2005: Vizepräsidentin und Sprecherin des Aufsichtsrates der Spanischen Hofreitschule Wien
- Seit 6. November 2012: Vizepräsidentin des Österreichischen Olympischen Comités
Ehrungen
- 1996: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
- 2010: Konsulentin für Sportwesen, verliehen vom Land Oberösterreich zum 30-jährigen Jubiläum ihres Olympiatitels<ref>Sissy Max-Theurer - eine Olympiasiegerin feiert ihren "Dreißiger" (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Landeskorrespondenz Nr. 161 vom 20. Juli 2010, Internetpräsenz des Landes Oberösterreich</ref>
Kritik
Das österreichische Nachrichtenmagazin „News“ berichtete in der Ausgabe vom 26. April 2012 vom Vorwurf, dass „Verbandsgelder vergeudet und die Bilanz 2010 geschönt worden sei.“ Max-Theurer wurde in ihrer Funktion als Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) dem Vorwurf der Bilanzschönung und der Geldvergeudung ausgesetzt.<ref>Zoff beim Reitsportverband. In: News.at 17/12 vom 26. April 2012, abgerufen am 22. Mai 2012.</ref> Aufgrund dieser Vorwürfe prüfte die Bundessportorganisation die korrekte Verwendung der öffentlichen Gelder. Bei der Prüfung konnte die Bundessportorganisation keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Die Bilanzen des OEPS werden weiters von externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfern erstellt und geprüft.<ref name="anonym">Falscher, anonymer Vorwurf gegen OEPS, Pressemitteilung des Österreichischen Pferdesportverbandes, 12. Juni 2012</ref> Die Anzeige wurde zurückgelegt, da keinerlei Verdachtsmomente vorlagen.<ref>"Die Anzeige gegen Max-Theurer im Wortlaut" (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In "heute.at" vom 12. Juni 2012, abgerufen am 10. Juni 2012</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Jetzt ermittelt Justiz gegen Olympia-Siegerin" ( vom 17. Juli 2012 im Internet Archive) In "heute.at" vom 11. Juni 2012.</ref> Der OEPS ließ daher gegen diese Vorwürfe juristische Schritte einleiten.<ref name="anonym" /> Am 21. August 2012 verurteilte das Landesgericht für Strafsachen Wien die AHVV Verlags GmbH (Periodische Druckschrift HEUTE), wegen übler Nachrede (§ 6 MedienG) und Verletzung des Identitätsschutzes (§ 7a MedienG), zur Zahlung einer Entschädigung und zur Urteilsveröffentlichung (in HEUTE) verurteilt.
Zivilrechtliche Verfahren gegen die AHVV Verlags GmbH und Verlagsgruppe News sowie gegen die vermeintlichen Initiatoren der negativen Medienkampagne endeten im Vergleich.
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
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1912: Schweden Carl Bonde | 1920: Schweden Janne Lundblad | 1924: Schweden Ernst Linder | 1928: Datei:Flag of Germany (3-2).svg Carl-Friedrich von Langen | 1932: Datei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Xavier Lesage | 1936: Datei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg Heinz Pollay | 1948: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Hans Moser | 1952: Schweden Henri Saint Cyr | 1956: Schweden Henri Saint Cyr | 1960: Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Sergei Filatow | 1964: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Henri Chammartin | 1968: Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Iwan Kisimow | 1972: Datei:Flag of Germany.svg Liselott Linsenhoff | 1976: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Christine Stückelberger | 1980: Österreich Elisabeth Max-Theurer | 1984: Datei:Flag of Germany.svg Reiner Klimke | 1988: Datei:Flag of Germany.svg Nicole Uphoff | 1992: Deutschland Nicole Uphoff | 1996: Deutschland Isabell Werth | 2000: Niederlande Anky van Grunsven | 2004: Niederlande Anky van Grunsven | 2008: Niederlande Anky van Grunsven | 2012: Vereinigtes Königreich Charlotte Dujardin | 2016: Vereinigtes Königreich Charlotte Dujardin | 2020: Deutschland Jessica von Bredow-Werndl | 2024: Deutschland Jessica von Bredow-Werndl
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1963/65: Henri Chammartin | 1967: Reiner Klimke | 1969/71: Liselott Linsenhoff | 1973: Reiner Klimke | 1975/77: Christine Stückelberger | 1979: Elisabeth Max-Theurer | 1981: Uwe Schulten-Baumer jun. | 1983: Anne Grethe Jensen | 1985: Reiner Klimke | 1987: Margit Otto-Crépin | 1989: Nicole Uphoff | 1991: Isabell Werth (Spécial) und Sven Rothenberger (Kür) | 1993: Isabell Werth (Spécial) und Nicole Uphoff (Kür) | 1995/97: Isabell Werth | 1999: Anky van Grunsven | 2001/03: Ulla Salzgeber | 2005: Anky van Grunsven
2007: Isabell Werth | 2009/11: Adelinde Cornelissen | 2013/15: Charlotte Dujardin | 2017/2019: Isabell Werth | 2021/23: Jessica von Bredow-Werndl
2007: Anky van Grunsven | 2009: Edward Gal | 2011: Adelinde Cornelissen | 2013/15: Charlotte Dujardin | 2017/2019: Isabell Werth | 2021/23: Jessica von Bredow-Werndl Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Max-Theurer, Elisabeth |
| ALTERNATIVNAMEN | Theurer, Sissy |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Dressurreiterin |
| GEBURTSDATUM | 20. September 1956 |
| GEBURTSORT | Linz |
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