Margit Otto-Crépin
Margit Otto-Crépin (* 9. Februar 1945 in Saarbrücken; † 19. April 2020 in Hamburg, Deutschland<ref>La Française Margit Otto-Crépin est morte à l'âge de 75 ans, lequipe.fr, 19. April 2020</ref>) war eine deutsch-französische Dressurreiterin.
Margit Otto-Crépin ritt seit ihrem achten Lebensjahr. Im Jahr 1962 verließ sie das Saarland und machte im Rahmen eines Schüleraustauschs in den Vereinigten Staaten ihren Schulabschluss. Anschließend ging Otto-Crépin nach Paris. Hier wollte sie zunächst studieren, wurde dann aber in Boutiquen beruflich tätig. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann, den Amateurspringreiter Daniel Crépin, kennen. 1971 wurde sie durch Heirat französische Staatsbürgerin. Margit Otto-Crépin betrieb in Frankreich mehrere Modeboutiquen.
Über ihnen Ehemann fand sie zurück zum Reitsport. Ihre Pferde hatte sie in Deutschland eingestallt, hier wurde sie unter anderem von Fritz Tempelmann und Uwe Schulten-Baumer sen. trainiert.<ref>Der unvergleichliche Dr. Uwe Schulten-Baumer hat Geburtstag – er ist nun 84, Dieter Ludwig, 13. Januar 2010</ref>
Im Jahr 1974 bestritt sie erstmals ein größeres internationales Turnier. Ab 1981 nahm sie ab sechs Europameisterschaften in Folge teil, zudem nahm sie an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teil.<ref>Dressurreiterin Margit Otto-Crépin verstorben, Uta Helkenberg / Deutsche Reiterliche Vereinigung, 20. April 2020</ref><ref>Plötzlicher Tod der großartigen Dressurreiterin Margit Otto-Crepin, Dieter Ludwig, 19. April 2020 </ref>
Ihre größten Erfolge erreichte sie mit dem Holsteiner Corlandus. Mit ihm wurde sie als erste Französin Europameisterin, gewann olympisches Einzelsilber und sicherte sie den Sieg beim Weltcupfinale. Otto-Crépin gehörte verschiedenen Fachgremien des Dressursports an; von 1998<ref>DressageDaily: Margit Otto-Crépin New President of The IDRC</ref> bis 2010 war sie Präsidentin des International Dressage Rider’s Club (IDRC). Ihre Nachfolgerin in diesem Amt wurde Kyra Kyrklund.<ref>Kyra Kyrklund wird neue IDRC-Präsidentin, St. Georg, 25. August 2010</ref>
Ihre letzte internationale Dressurprüfung bestritt Margit Otto-Crépin im Jahr 2003.<ref>Margit Otto-Crepin passed away, eurodressage.com, 19. April 2020</ref>
Obwohl sie ihren Hauptwohnsitz weiterhin in Paris hatte, lebte Otto-Crépin ab 2005 in Hamburg. Dort starb am 19. April 2020 im Alter von 75 Jahren.
Erfolge
Olympische Spiele:
- 1984, Los Angeles: mit Caprici 18. Platz in der Einzelwertung und Teil des französischen Equipe
- 1988, Seoul: mit Corlandus Silbermedaille in der Einzelwertung und 8. Platz mit der Mannschaft
- 1992, Barcelona: mit Maritim 19. Platz in der Einzelwertung und 9. Platz mit der Mannschaft
- 1996, Atlanta: mit Lucky Lord 7. Platz in der Einzelwertung und 4. Platz mit der Mannschaft
- 1982, Lausanne: mit Caprici 10. Platz in der Einzelwertung<ref>Einzelwertung Weltmeisterschaft 1982, data.fei.org</ref>
- 1986, Cedar Valley: mit Corlandus 6. Platz in der Einzelwertung<ref>Einzelwertung Weltmeisterschaft 1986, data.fei.org</ref>
- 1990, Stockholm: mit Corlandus 4. Platz in der Einzelwertung und 6. Platz mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Weltreiterspiele 1990, data.fei.org</ref>
- 1994, Den Haag: mit Maritim 11. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial)<ref>Ergebnis Grand Prix Spécial, Weltreiterspiele 1994, data.fei.org</ref> und 4. Platz mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Weltreiterspiele 1994, data.fei.org</ref>
- 1998, Rom: mit Lucky Lord 14. Platz in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial)<ref>Ergebnis Grand Prix Spécial, Weltreiterspiele 1998, data.fei.org</ref> und 12. Platz mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Weltreiterspiele 1998, data.fei.org</ref>
- 1987, Goodwood: mit Corlandus Goldmedaille in der Einzelwertung und 4. Platz mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Europameisterschaft 1987, data.fei.org</ref>
- 1989, Bad Mondorf: mit Corlandus Silbermedaille in der Einzelwertung<ref>Einzelwertung Europameisterschaft 1989, data.fei.org</ref>
- 1991, Donaueschingen: mit Corlandus Bronzemedaille in der Einzelwertung (Grand Prix Spécial) und 6. Platz mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Europameisterschaft 1991, data.fei.org</ref>
- 1995, Bad Mondorf: mit Lucky Lord Bronzemedaille mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Europameisterschaft 1995, data.fei.org</ref>
- 1997, Verden: mit Lucky Lord 10. Platz in der Einzelwertung und 6. Platz mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Europameisterschaft 1997, data.fei.org</ref>
- 2001, Verden: mit Tornado 32. Platz in der Einzelwertung und 9. Platz mit der Mannschaft<ref>Mannschaftswertung Europameisterschaft 2001, data.fei.org</ref>
Weitere (aus Auswahl):
- Weltcupfinale 1989: Siegerin mit Corlandus
- Französische Dressurmeisterin 1980, 1981, 1988, 1989
- Siegerin im CHIO Aachen: 1987, 1989
Weblinks
- Vorlage:SaarBiogr
- Vorlage:Olympedia
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Streichel dein Pferd“:Dressurreiterin Margit Otto-Crépin, aus: Reiter Revue 06/2007 ( vom 24. Mai 2009 im Internet Archive)
- Video: Margit Otto-Crépin und Corlandus beim Weltcupfinale 1989
Einzelnachweise
<references/>
1963/65: Henri Chammartin | 1967: Reiner Klimke | 1969/71: Liselott Linsenhoff | 1973: Reiner Klimke | 1975/77: Christine Stückelberger | 1979: Elisabeth Max-Theurer | 1981: Uwe Schulten-Baumer jun. | 1983: Anne Grethe Jensen | 1985: Reiner Klimke | 1987: Margit Otto-Crépin | 1989: Nicole Uphoff | 1991: Isabell Werth (Spécial) und Sven Rothenberger (Kür) | 1993: Isabell Werth (Spécial) und Nicole Uphoff (Kür) | 1995/97: Isabell Werth | 1999: Anky van Grunsven | 2001/03: Ulla Salzgeber | 2005: Anky van Grunsven
2007: Isabell Werth | 2009/11: Adelinde Cornelissen | 2013/15: Charlotte Dujardin | 2017/2019: Isabell Werth | 2021/23: Jessica von Bredow-Werndl
2007: Anky van Grunsven | 2009: Edward Gal | 2011: Adelinde Cornelissen | 2013/15: Charlotte Dujardin | 2017/2019: Isabell Werth | 2021/23: Jessica von Bredow-Werndl Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Otto-Crépin, Margit |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Dressurreiterin |
| GEBURTSDATUM | 9. Februar 1945 |
| GEBURTSORT | Saarbrücken |
| STERBEDATUM | 19. April 2020 |
| STERBEORT | Hamburg, Deutschland |
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- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1984
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1988
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1992
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1996
- Europameister (Dressurreiten)
- Olympiateilnehmer (Frankreich)
- Reiter (Frankreich)
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- Gestorben 2020
- Frau