Zum Inhalt springen

Sikkim-Mannsschild

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Sikkim-Mannsschild
Datei:Androsace strigillosa habit 2.jpg

Sikkim-Mannsschild (Androsace strigillosa)

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Mannsschild (Androsace)
Art: Sikkim-Mannsschild
Wissenschaftlicher Name
Androsace strigillosa
Franch.

Das Sikkim-Mannsschild (Androsace strigillosa)<ref name="Rothmaler2008" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mannsschild (Androsace) innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae).<ref name="FoC1996" />

Beschreibung

Datei:Androsace.strigillosa.7650.jpg
Blütenstand

Vegetative Merkmale

Das Sikkim-Mannsschild ist eine ausdauernde krautige Pflanze,<ref name="FoC1996" /> die Wuchshöhen von 10 bis zu 40 Zentimetern erreicht.<ref name="FoC1996" /><ref name="Rothmaler2008" /> Sie bildet meist keine Ausläufer.<ref name="Rothmaler2008" /> Durch dünne oder gedrungene Rhizome, an denen sich viele verwelkte Blattreste befinden, werden Polster gebildet.<ref name="FoBhutan1999" />

Es gibt drei unterschiedliche Formen von Laubblättern, dies wird als trimorph = dreigestaltig bezeichnet.<ref name="FoC1996" /> Die äußeren Laubblätter verwelken früh und sind bei einer Länge von 6 bis 9 Millimetern sowie einer Breite von 3 bis 4 Millimetern eiförmig bis dreieckig-lanzettlich und mehr oder weniger am oberen Ende flaumig behaart.<ref name="FoC1996" /> Die mittleren Laubblätter sind sitzend und ihre krautige Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 15 Millimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 2,5 Millimetern zungenförmig bis verkehrt-lanzettlich und fein-zottig behaart.<ref name="FoC1996" /> Die inneren Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Ihr Blattstiel ist schmal geflügelt und etwa so lang oder wenig länger als die Blattspreite. Ihre Blattspreite ist bei einer Länge von selten 2,5 bis, meist 5 bis 16 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 3,5 Zentimetern elliptisch bis eiförmig-elliptisch oder verkehrt-eiförmig-verkehrt-lanzettlich mit mehr oder weniger abrupt verschmälerter Spreitenbasis und spitzem bis fast stumpfen, bespitztem oberen Ende; ihre Blattfläche ist fein oder striegelig behaart.<ref name="FoC1996" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt im Juni.<ref name="FoC1996" /><ref name="Rothmaler2008" /> Jede Blattrosette bildet nur einen Blütenstand.<ref name="FoBhutan1999" /> Der spärlich fein behaarte Blütenstandsschaft ist 10 bis zu 40 Zentimeter lang.<ref name="FoC1996" /> Der doldenförmige Blütenstand enthält viele (drei bis zwanzig)<ref name="FoBhutan1999" /> Blüten.<ref name="FoC1996" /> Die flaumig behaarten Tragblätter sind bei einer Länge von 2 bis 5 Millimetern eiförmig bis lanzettlich.<ref name="FoC1996" /><ref name="FoBhutan1999" /> Die Blütenstiele verlängern sich bis zur Fruchtreife,<ref name="FoBhutan1999" /> sind 1 bis 5 Zentimeter lang und mit winzigen Drüsenhaaren spärlich behaart.<ref name="FoC1996" />

Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind auf 2/3 ihrer Länge verwachsen und der 3,5 bis 4 Millimeter hohe Blütenkelch ist spärlich flaumig behaart; die fünf Kelchlappen sind eiförmig bis eiförmig-dreieckig mit stumpfem bis fast spitzem oberen Ende und winzig bewimpert.<ref name="FoC1996" /> Die weiße oder rosafarbene bis tief-rote<ref name="Rothmaler2008" /> Blütenkrone besitzt einen Durchmesser von 6 bis 9 Millimetern und die fünf bei einer Länge von 1 bis 3 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 3, selten bis zu 4 Millimetern breit verkehrt-eiförmigen Kronlappen besitzen einen fast glatten Rand.<ref name="FoC1996" /><ref name="FoBhutan1999" /> In der Blütenkrone ist ein gelbes oder dunkel-rotes Auge erkennbar.<ref name="FoBhutan1999" /> Die fünf Staubblätter überragen die Kronröhre nicht, sind in der Kronröhre inseriert und die Staubfäden sind nur kurz.<ref name="FoC1996" /> Der Griffel ist kurz.<ref name="FoBhutan1999" />

Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von 5 bis 6 Millimetern eiförmig.<ref name="FoBhutan1999" />

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 10; es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 20 vor.<ref name="FoC1996" />

Vorkommen

Der Sikkim-Mannsschild kommt in Bhutan, Nepal, Sikkim und im zentralen bis südöstlichen Tibet vor.<ref name="FoC1996" /> Er gedeiht auf feuchten Wiesen, in Lärchenwäldern und in Gebüschen. In Tibet gedeiht er in Höhenlagen von 3000 bis 4200 Metern.<ref name="FoC1996" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Androsace strigillosa erfolgte 1885 durch Adrien René Franchet in Bulletin de la Société Botanique de France, Band 32, Seite 10–11.<ref name="Franchet1885" /><ref name="Tropicos" /> Synonyme für Androsace strigillosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Franch. sind Androsace sarmentosa var. grandifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. f., Androsace strigillosa var. canescens <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Marquand.<ref name="FoC1996" /><ref name="Tropicos" />

Nutzung

Das Sikkim-Mannsschild wird selten als Zierpflanze in Steingärten und Alpinenhäuser genutzt.<ref name="Rothmaler2008" />

Quellen

Literatur

  • A. C. J. Grierson, D. G Long: Flora of Bhutan. RBGE und RGoB, 1999.
  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, Akademischer Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  • Qiming Hu, Sylvia Kelso: Primulaceae.: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 15 – Myrsinaceae through Loganiaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1996, ISBN 0-915279-37-1. Androsace strigillosa Franchet. S. 91 - textgleich online wie gedrucktes Werk.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Androsace strigillosa bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Franchet1885"> Adrien René Franchet: Bulletin de la Société Botanique de France, Band 32, 1885, S. 10–11. eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="FoC1996"> Qiming Hu, Sylvia Kelso: Primulaceae.: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 15 - Myrsinaceae through Loganiaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1996, ISBN 0-915279-37-1. Androsace strigillosa Franchet. S. 91 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoBhutan1999"> A. C. J. Grierson, D. G Long: Flora of Bhutan. RBGE und RGoB, 1999. </ref> <ref name="Rothmaler2008"> Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, Akademischer Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Sikkim-Mannsschild (Androsace strigillosa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien